Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1904 — Heidelberg, 1904

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geordnet, daß den Verkäufern von Backwaren (insbesondere Fastenbretzeln) das Feil-
bieten ihrer Waren auf den Straßen und öffentlichen Plätzen hiesiger StadL nur an
den vom Bezirksamte im Benehmen mit dem Stadtrate bestimmten Äilfstellungsorten
gestattet, im Uebrigen aber, sowie insbesondere das Feilbieten der Waren auf den
Straßen im Umherziehen, verboten ist. Die Aufstellung der Verkäufer an den Auf-
stellungsorten hat in einer Weise zu erfolgen, daß durch dieselbe der Verkehr nicht ge-
hemmt ist.

ll. Als Aufstellungsorte für die Verkäufer von Backwaren (insbesondere Fasten-
bretzeln) sind auf Grund der ortspolizeilichen Vorschrift vom Heutigen mit Zustim-
mung der Satdtrates folgende Plätze bestimmt worden:

1. Der Wredeplatz;

2. der Marktplatz;

3. der Kornmarkt;

4. der Karlsplatz;

5. der Platz am Eingang der alten Brücke;

6. der Jubiläumsplatz;

7. der Wilhelmsplatz;

8. der Platz vor dem südjvestlichen Schloßeingange.

Feruer siud noch folgende Aufstellungsplätze genehmigt:

1. Der B is ur a rckplatz (mit Äusschluß des Gartens);

2. der Platz vor der neuen Brücke;

3. der nördliche Teil des Bahnhofoorplatzes, Platz vor dem Mainneckarbahnhof.

Die Aufstellung hat in diesen Plätzen in einer Weise zu erfolgen, daß der Verkehr
hierdurch in keiner Weise gehemmt ist; dabei machen wir darauf aufmerksam, daß auch
an den zum Verkaufe von Backwaren bestimmten Plätzen das Aufstellen von Körben
und dergleichen, durch welche der freie Verkehr gehindert werden kann, ohne besondere
Genehmigung verboten ist und Zuwiderhandlungen hiergegen, aufGrund des 8 4 der
Verordnung vom 12. Mai 1882 bestraft werden.

H. Der Verkauf von Blumen, Obst urrd Darktuaren auf Strasten

und öffentlicheu Ptasten.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 21. November 1879.

Auf Grund des K 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B. wird das Feilbieten von Blnmen,
Obst und Backwaren aus de:r Straßen uud öffeutlichen Plätzen durch Kiuder unrer
14 Jahren verboten.

Eltern und Vormünder siud für Uebertretungen dieses Verbots durch ihre
Kinder mit verantwortlich.

ck. Drr Verkauf vorr Hol;> Heu uud Strol; in den Strasten der Stadt.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 4. Dezember 1893.

K 1. Alles Holz, welches in Scheiterform und in ganzen Wagenladungen, Heu
und Stroh, welches zum Verkanf in hiesiger ^tadt eingeführt wird und nicht für den
stüdtischen Lauer bestimmt ist, milß auf den Platz bei der Heuscheuer verbracht werden.
Das Hernmfahreir uud Feilbicten in den Straßen ist verboten.

Holz kauu außerdem auf den Holzlauer gebracht werden. Holz, Heu und Strob,
welches auf Bestellung eingebracht wird, darf direkt uach dem vom Besteller be-
zeichneten Ort verbracht werden, sofern der Kaufpreis mit denr Besteller vorber
fest vereinbart ist oder nur noch durch Ausnlessung, Abwägung oder Zuzäblung oe-
stimmt zu werden brancht.

8 2. Als Platzgeld sind an den Verbrauchssteuer-Grheberstellen an den Sradt-
eingängen zrr entrichten.

1) Für einen Schiebkarren.10 Pfg.

2) Für einen zweirädrigen Handkarren . 20 „

3) Für einen Ginspällnerwagen .... 20 „

4) Für einen Zweispännerwagen . . . 35 „
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