Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1904 — Heidelberg, 1904

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e. Schulen uud Erzrehungsanstalten, je 4 Teilnehmer auf eine Karte.

Jst bei d und e die Zahl der Besucher nicht durch 2 Lezw. 4
ohne Rest Leilbar, so habeu die Uebrigbleibenden gleichfalls eine
Karte zu lösen.

ä. Abonnementskarten mit 20 Abschnitten.2,00 Mk.

Die Sammlung ist täglich geöffnet und zwar vom 1. November bis 1. März
von morgens 10 Ühr ab; in den übrigen Monaten von morgens 8 Uhr ab, bis
zu einbre'chender Dämmerung, jedoch spätestens bis 7 Uhr Abends.

XVIIl. Die Veranlagnng zu den direkten Steuern.

Das sogen. Ab- und Zuschreiben der Grund-, Häuser-, Gewerb-, Ein-
kommen- und Kapitalrentensteuer findet alljährlich in der Regel in den
Monaten April und Mai statt. Besondere Bekanntmachung erfolgt jeweils in den
Lokalblättern. Die Steuererklärungen sind abzugeben beim Großh. Steuerkom-
missär für den Stadtbezirk Heidelberg, wo auch die Formulare zu den
Steuererklärungen nebstAnleitung zu deren Aufstellung abgegeben werden. Bis zum
Ablauf der für das Ab- und Zuschreiben bestimmten Frist sind die in den einzelnen
Steuergesetzen vorgeschriebenen Steuererklärungen und Anzeigen, sowie die Gesuche
um Steuerbefreiung, Steuerminderung und Steuerrückersatz einzureichen.

DerSteuerkommissär ist jedoch berechtigt auch außerhalb des Ab-undZuschreibens
die Veranlagung von Personen, die nach den betr. Gesetzen in der Gemeinde erst-
mals gewerb- und einkommensteuerpflichtig geworden sind, vorzunehmen.

Ebenso werden auch auf erfolgte Anzeige während des ganzen Jahres Ab-
schreibungen vorgenommen, wenn die Gewerbe- oder Einkommensteuerpflicht in der
Gemeinde gänzlich aufgehört hat.

Die Gewerbsteuerpflicht hört auf, wenn das Gewerbe aufgegeben worden oder
das Betriebskapital unter 700 Mk. herunter gegangen ist.

Die Einkommensteuerpflicht hört auf insbesondere in Folge von Tod, Wegzug
— in diesem Falle vorausgesetzt, daß der Betreffende nicht wegen auf hiestger'Ge-
markung gelegenen Liegenschaften oder aus Gewerbebetrieb hi'er einkommensteuer-
pflichtig bleibt —, oder wenn das steuerbare Einkommen den Betrag von 500 Mark
nicht mehr erreicht.

Das Abschreiben der Kapitalrentensteuer außerhalb des Ab- und Zuschreibens
erfolgt nur bei solchen Rentensteuerpflichtigeu, die außerhalb des Großherzogtums
verziehen, in welchem Falle die Rentensteuerpflicht mit dem Ersten des Monats, in
dem der Wegzug stattgefunden hat, erlischt.

Westntliche Bestiwmungen.

I. JnBezug auf dieGrund- undHäusersteuer: Wer wegen Wechsels
in der Person des Pflichtigen ab- und zugeschrieben haben will oder aus einer andern
Ursache die Berichtigung oder den Strich seines Grund- oder Häusersteuerkapitals
verlangt, hat selbst oder durch einen Bevollmächtigten zu erscheinen, und sofern es sich
um das Zuschreiben an eine dritte Person handelt, diese letztere zum gleichzeitigen
Erscheinen zu veranlassen. Alle Veränderungen, welche im Gruudbuche eingetragen
smd, werden übrigens von Amtswegen ab- und zugeschrieben.

Bei Eigentumsveränderungen hat der seitherige Eigentümer die Steuer noch bis
zum Schlusse des Jahres, in dem die Feststellung der Veränderung (das Ab-und Zu-
schreiben) zu vollziehen war, fortzuentrichten, wobei ihm der Rückgriff auf den Er-
werber der Liegenschaft zusteht. Es findet daher in solchen Fällcn weder ein Rück-
ersatz an den Verkäufer der Liegenschaft aus der Steuerkasse statt, noch erhebt ste von
dem Erwerber Nachtrag.

H. Jn Bezug auf die Gewerbsteuer: Der Gewerbsteuer unterliegt das
Betriebskapital der im Großherzogtum betriebenen gewerblichen Unternehmungen,
ausschließlich der Land- und Forstwirtschaft, vorausgesetzt, daß das steuerbare Be-
triebskapital mindestens den Betrag von 700 Mark erreicht.

Die gewerdsteuerpflichtigen Personen, münnliche und weibliche, Jnlander oder
Ausländer, auch gewerbsteuerpflichtige Korporationen, Vereine, Gesellschaften haben
schriftliche oder m'undliche Sleuererklärungen abzngcden:
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