Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1905 — Heidelberg, 1905

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b. Kleinvieh:


1. fin ein Schwein .......

2. sür ein Kalb.

3. für ein Schaf oder eine Ziege

4. für ein Kitzlein oder ein Ferkel .

. 1^50^
60^
50^
10^

e. Pferde:

für ein Pferd.

. 5^

L. Waaggebühren:


1. für ein Stück Großvieh.

2. für ein Stück Kleinvieh.

50^

20^

0. Marktgebühren

(zu entrichten von Händlern, welche Vieh nach dem städtischen Schlacht- und Viehhof

bringen):

1. für Großvieh per Stück ....... 50 ^

2. für Kleinvieh per Stück.. 20 A

3. für Kitzlein und Ferkel per Stück . . . . 10 I

Mit Entrichtung dieser Gebühr erlangt der Händler zugleich das Recht, das
betreffende Stück Vieh bis zu 24 Stunden in den Viehhofstallungen einzustellen.

v. Stallgebuhren:

1. für ein Stück Großvieh per Nacht . . . . 20 ^

2. für ein Stück Kleinvieh per Nacht . . . . 10 I

L. Futtergebühren:

Schlachttiere, welche über 12 Stunden eingestellt bleiben oder übernachten, werden
von der städtischen Schlachthofverwaltung gefüttert. Die Gebühren richten sich nach
den jeweiligen Futterpreisen und werden durch Anschlag bekannt gegeben.

Als tägliche Rationen gelten

1. für ein Rind 10 KZ Heu,

2. für ein Schaf 1 Heu,

3. für ein Schwein 1KZ Futtermehl nebst Kleie und Salz.

I?. Fleifchbeschaugebühren:

1. für eingebrachtes Fleisch per Kilogramm . . . 2 ^

2. für ausgeführtes Fleisch ohne Nücksicht auf Gewicht . 40 A

0. Trichinenschaugebühren
(an den Trichinenschauer direkt zu entrichten):

1. für die mikroskopische Untersuchung eines Stücks

Schweinefleisch auf Trichinen.25 ^

2. für die mikroskopische Untersuchung eines ganzen

Schweins auf Trichinen.50 ^

2. Kühlhausordnung.

8 1. Bezüglich der Benützung des Kühlhauses, bezw. der Zeit des Zutrittes zu
demselben ist tz 5 der ortspolizeilichen Schlachthaus- und Viehhofordnung vom
heutigen maßgebend. Zweckentsprechende Aenderungen in der Benützungszeit bleiben
vorbehalten.

§ 2. Während des Winters kann das Kühlhaus auf einige Zeit gefchlossen wer-
den, und sind dann die Zellen mit allen darin enthalten gewesenen Jnventarstücken
der Verwaltung zu übergeben. Schlnß und Wiedereröffnung wird jeweils 8 Tage
vorher bekannt gegeben.

8 3. Jeder Jnhaber von Zellen ist verpflichtet, der Verwaltung einen Schlüssel
abzugeben. Vermieten der Zellen oder Mitbenützen durch Andere ift verboten.

8 4. Die im Schlacht- und Viehhofe geschlachteten Tiere dürfen in das Kühl-
haus nur in abgehäutetem Zustande verbracht werden; ausgenommen hievon sind
die Kälber, wenn deren Fell nicht fchmutzia ist.
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