Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1906 — Heidelberg, 1906

Seite: A59
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Jn einer Nische können zwei Aschenreste beigesetzt werden.

An Zeichner von Anteilscheinen oder deren Frauen oder Kinder werden
dieselben, der Zahl der genommenen Anteilscheine entsprechend, so lange un-
besetzte Nischen vorhanden sind, unentgeltlich abgegeben.

3. Für eine Marmortafel mit Schrauben 15 Mk.

k'. Besondere Bestimmungen bezüglich der Feuer-
bestattung Auswärtiger.

1. Von Auswärtigen, welche hier eine Leiche durch Feuer bestatten lassen
wollen, ist ein Kostenvorschuß zu leisten, der, wenn eine Leichenfeierlichkeit
verlangt wird, 110 Mk., und, wenn eine solche nicht gewünscht wird, 100 Mk.
beträgt und an den Leichenordner einzusenden ist. Die Abrechnung sindet als-
bald nach Ankunft der Leiche in der Anstalt durch den Leichenordner mit dem
Leichenbegleiter statt.

2. Wird von Auswärtigen die Zuftellung des Genehmigungsbescheides auf
telegraphischem Wege gewünscht, so sind dem Gesuch 1 Mk. 20 Psg. für das
Telegramm beizusügen.

3. Die Zeit der Ankunft der Leiche hier ist dem Leichenordner (Tele-
gramm-Adresse: Leichenordner Heidelberg) durch Einschreibebrief oder tele-
graphisch so rechtzeitig anzumelden, datz die nötigen Anordnungen zur sosor-
tigen Empfangnahme der Leiche noch getroffen werden können.

4. Soll aus Orten der näheren oder ferneren Umgebung der Transport
der Leiche im Leichenwagen geschehen, so wird dieselbe aus Verlangen durch
den hiesigen Leichenwagen abgeholt und ist die zur Abholung im Leichenhause
bestimmte Stunde und die Wohnung^ sowie die Zeit des Eintreffens des
Wagens im Weichbild der Stadt dem hiesigen Leichenordner rechtzeitig mit-
zuteilen.

5. Uebersärge werden nicht zurückgeliefert, sondern bleiben auf dem
Friedhofe.

k. 8s«. unü fenerpolirel.

1. Vauorvnung ver Skavt Heivelbsrg
vom 7. Dezember 1893 unter Berückfichtigung der bis zum 1. Oktober 1902 er-
lassenen Aenderungen und Ergänzungen
ist in Sonderausgabe vorhanden (Verlag von I. Horning in Heidelberg).

Die Bauordmmg hat nach dem 1. Oktober 1902 folgende Abänderungen und
Ergänzungen erfahren:

Ergänzimg vom 13. Dezember 1902.

§ 22a.

Bauten an Bergabhängen.

1. Bauten au Bcrgaibhärvgcn unterliegeu den für die Gebäüde außerhaDb
des Baübezirks geltenden Vorschriften mit der Mastgabe, datz die Summen
der seitlichen Ubstände von den NachbaDgrenzen mindestens zwanzig Meter
und der klciuere der AWände minidestens füntf Meter betragen mutz.

2. Die Bauten müssen Charakter und BaustÄ von Villen aüfweisen.

3. Die Vereinigung mehrere Ciebäude unter einem Dache ist unstatthast.

4. Die Länge der einzelnen Fassaden darf zwanzig Meter nicht über-
steigen.

5. Die Seitensassaden müssen bis zu einem passenden Abschnitt die gleiche
architektonische Behandlung erfabren wie 'die Hauprsassaden.

6. Die Höhe der zugehörigen Hintergebäüde darf sünf Meter bis zum
Haupt'gesims gemessen nicht übersteigen.
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