Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1906 — Heidelberg, 1906

Seite: A65
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Arvlöten ersolgen, vielmehr mutz dieselbe nrittels messingener BerLinLungs-
schrouben, welche an das Bleirohr anzulöten sind, ausgeführt werden.

§ 5. Bei Beftimmung der Rohrweiten ist für gewöhnliche Berhältniffe
die folgende TaLelle matzgeLend, während in autzergewöhnlichen Fällen der
Letreffende Jnftallateur mit der Direktion des Gaswerks über die zu wählen-
den Rohrdimensionen rc. sich zu verftändigen hat.

Länge der Leitung
in Meter

Durchmesscr der Röhren in Zoll
und Millimeter

V

10

mm.

1/2"

13

mm.

S/4"

20

mm.

1"

25

mm.

1'/.*

32

mm.

N/r"

38

mm.

2"

51

mm:

3

3

10

32

65

120

188

395

6

2

7

22

46

84

133

280

9

2

6

18

37

69

109

228

12

1

5

16

32

60

94

198

15

1

4

14

29

54

84

179

18

1

4

14

26

48

77

162

21



4

11

24

45

72

150

24



3

11

23

42

67

140

27



3

11

21

40

63

130

30



3

10

20

38

59

123

36


2

10

19

34

54

113

42



2

9

17

I 32

50

105

Ein Beispiel wird die Anwendung der Tabelle erläutern:

Angenommen, es sollte eine Rohrleitung von 26 Meter Länge für 18
Flammen hergeftellt werden, so hat man in der ersten Vertikalspalte der
TaLelle diejenige Zahl zu nehrnen, welche der angegeLenen Leitungslänge
am nächften kommt. GegeLen ist in unserem angenommenen Fall die Länge
26, es würde also in der Tabelle die Zahl 27 dafür zu nehmen sein. Man
sucht nun in derselben Horizontalzeile von links nach rechts die nächst höhere
als die angegebene Flammenzahl, statt der angenommenen 18 mithin 21,
und da -iese in der Spalte für 1 Zoll engl. — 25 Millimeter Rohr steht, ift
also ein Rohr von dieser Weite erforderlich und genügend, 18 Flammen
bei einer Leitungslänge von 26 Meter noch mit Sicherheit zu versorgen.

§ 6. Die Röhrenleitung soll in der Regel zu Tag und mutz stets mit
dem nötigen Gefälle gelegt werden. Auch bei Veränderungen und Erweite-
rungen beftehender Bleirohrleitungen müffen eiserne Röhren zur Verwendung
kommen, sobald dieselLen in die Wand, unter die Decken oder unter die
Dielen gelegt werden sollen. Zum Ablaffen der in den Röhren sich sammeln-
den Kondensationsflüssigkeiten sind an geeigneten Srellen, namentlich da,
wo die Leitung von wärmeren in kältere Räume übertritt, Wassersäcke mit
sicherem Verschlutz anzubringen. An feuchten Stellen sind Eisenröhren durch
Anstrich gegen Oxydation zu schützen.

8 7. Die Haupt- und Zwischenhahnen müssen in der Regel dieselüe
Durchlatzöffnung haben, wie die Röhren, an denen sie angebracht sind; sie
müssen ferner mit Stellstift versehen sein und nicht aus ihrer Hülse heraus-
gezogen werden können. Der Kopf des Hahnens mutz — am Lesten mit einer
tief eingefeilten Rille — so gekcnnzeichnct werden, datz man auch im
Dunkeln leicht erkennen kann, ob er geöffnet oder geschtossen ift.

Bei ausgedehnten Leitungen sind an geeigneter Stelle Zwischenhahnen
in dieselbe einzusetzen, auch müssen Kronleuchter, schwere Jntensivlampen n.
gut und sicher an der Decke befestigt werden und durch leicht zugängliche
Hahnen siie sich abgeschlossen iverden können.

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