Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1906 — Heidelberg, 1906

Seite: A78
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nenS bis auf weiteres zu untersagen unL den Hauptabsperrhahnen mittelst
Plombe Ku schließen. Jn diesem Falle gelten hiersür die fur Jndustriewaffer-
beitun>ge-n im § 1d 6 gegebenen Bestilmmungen.

x) Rückvergütlungen wegen etwaiger zeitweÄiger Ni-chtlbenützurvg des
Springbrunnens, sowie Wettschlagungen des etwaigen Waffer-Mehr- oder
Minderverbrauchs mit dem Minder- oder Mehrverbrauch anderer dem Abon-
nenten gehöriger und mit Leitungswasser versorgter Objekte finden nicht
statt; im übrigen gelten die Vertragsbestimmungen dieses Statuts, sofern
sie im gegenwärtigen Paragraphen keine ausdrückliche Aenderung erfuhren.

§ 21.

Allgemeine Bestimmungen.

Für alle Arbeiten und Lieferungen, welche das Wafferwerk für die
Abonnenten leistet, werden diesen Rechnungen ausgefertigt, welche
spätestens 14 Tage nach der Zustellung gegen Quittung
der Kasse der ftädtischen Gas- und Wasserwerke zu be-
zahlen sind.

Binnen dieser Zeit müssen etwaige Einwendungen gegen die Richtigkeit
der Rechnung bei der Direktion der städtischen Gas- und Wafferwerke an-
gebracht sein.

8 22.

Sollten autzerordentliche Umstände, wie Wasser-
mangel, Reparaturen an den Wasserwerken und den
Leitungen die regelmäßige Lieferung des Waffers hindern, so wird die
Direktion der städtischen Gas- und Wafferwerke dem Uebel mit allen Kräf-
ten in der möglichst kürzesten Frist zu steuern suchen, doch ist kein Abonnent
berechtigt, aus diesem Grunde oder weil er die Leitung kürzere oder längere
Zeit nicht benützte, Abzüge an seinem Wafferzins oder seiner Schuldigkeit zu
machen, bezw. Ansprüche auf Schadenersatz zu erheben.

8 23.

Kann der Kontrollbeamte ^des Wasserwerks während eines MonadS
oder länger keinen Zntritt zu einer m«it Wasfer ver-
sorgten Liegenschaft gewinnen und ist anzunehmen, daß der be-
treffende Abonnent verreist oder sonst nicht zu erreichen ist, so hat die Direk-
tion der städtischen Gas- und Wafferwerke zur Vermeidung von Waffer-
schäden das Recht, die betreffende Leitung auf der Stratze solange abstellen
zu lassen, Ibis der Abonnent Äie Wiede.reröffnnng d.'vselben schviftlich begehrt.
Füv diese Msperrung und Wie'dereröffnnng -der Leitung hat der Mbonnenrt
zwar keine GMLHven zu zahlen, aber er hat anch keinen Anspruch auf Gvlaß
eines entspvechenden Teiles seines Wasserzinses zu erheben.

8 24.

Wenn auch die Leitung des Abonnenten mit einem Waffermeffer versehen
wurde, ist doch jeder Verkauf wie jedes Ueberlassen von
Wasser an Jnhaber anderer Lokalitäten oder Grundstücke, als für welche
der vorliegende Vertrag aibgeschlossbn Wuvde, ebenso jede Berwendung
des WasserS zu anderen als in der Einschätzung be-
zeichneten Zwecken untersagt.

Das Gleiche gilt von jeder Wasservergeudung (Offenlaffen
von Hahnen, Undichtigkeit derselben, Einquellen von Holzgefäßen mit lau-
sendem Leitungswaffer usw.). Wurde Waffer vertragswidrig verwendet
oder vergeudet, so kann der Wert deSselben nach einem von der Direktion der
stadtischen Gas- und Wafferwerke zu bemeffenden Ansatz nacherhoben werden.

§ 25.

Wenn die Hauptleitung gelegentlich daran vorzunehmender Re-
paraturer^. anzulegender Anschlüsse oder auS anderen
Grunden vorübergehend abgesperrt werden muß, so ift
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