Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1906 — Heidelberg, 1906

Seite: A93
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dMrben, den Kammfeger und den slädtischen Brmnnemneister benachrichtigen
wrvd. Autzerdem ist von -em KEinibvanide der Hauptmann der II. Feuer-
Wehrkompcmie telephonisch in Kenntnis zu setzen.

8. Prüfung der Leitung.

Täglich um! 12^2 Uhr mittags ist die Alarmleitung auf ihve FähiOeit zu
prüfen. Die-s geschieht dadurch, >datz unter Benützung des bei der KuÄel be-
findlichen Drückers mit dem Läutewerk drei kurze Schläge ^egeben werden.
Tönt in folchen Fällen die oberhald des Apparates besindlrche Glocke nicht
mit, so ist sofort dem Ratsdiener Anzeige zu erstatten.

Soll eine Prüfung der Leitnng zu anderer Zeit dorgenommen- werden,
so müssen jeweils drei 'kurze Schläge abgegeben werden, damit sofort ersichtlich
wird, datz es sich nicht um einen Alarm, handelt.

Wöchentlich einmal und zwar Samstags gegen 12 Uhr mittags ist das
Glockensignal auf dem Turme der St. Annakirche mit einigen Schlägen zu
prüfen.

0. Polizeistelle Schlierbach.

1. Sobald auf der Polizeistelle Schlierbach Meldung üher einen Brand
im Stadtteile Schlierbach erstattet oder ein solcher von der Polizeistation
Rathaus aus telephonisch gemeldet wivd, ist seitens des in Schlierbach statio-
nierten Schutzmanns die Alarmleitung in Tätigkeit zu setzen. Dies geschieht,
indem die Kurbel des die Leitung enthaltenden Kastens — unter gleichzeitiger
Niederdrückung des daneben befindlichen Knopfes— etwa 40 rnal vasch ge-
dreht wird. Die Kontrolle darüber, daß die Leitung richtig funktioniert,
gibt eine oberhalb des Kastens an der Wand angebrachte Glocke, welche mit-
klingen mutz, wenn die Leitung in Ordnnng ist.

Durch das Anschlagen der Glocken werden ein Chargierter und mehvere
Signalisten der Schlierbacher Feuerwehr (IV. Feuerwehrkompanie) gleich-
zeitig geweckt.

Jn gleicher Weise ist zu verfahren, wenn von einer zuständigen Behövde
die Alarmierung der Feuerwehr verlangt wird.

2. Jst die Anzeitze über einen Brandfall im Stadtteil Schlierbach un-
mittelbar bei der Polizeistelle Schlierbach erstattet, so ist glei^eitig die Poli-
zeistation Rathaus telephonisch von >dem Ausbruche des Brandes zu verstän-
digen, damit von derselben die Alarmierung der Ostkompanie (I. Feuerwehr-
kompanie) veranlatzt werden kann.

3. Der Schutzmann hat sich sodann nach der Brandstelle zu begeben und
sind etwaige einlaufende Anfragen von den Familienangehörigen des Schutz-
manns abzunehmen und alsbald zu erledigen.

4. Kaminbrand.

Wird nur der Ausbruch eines Kaminbrandes gemeldet,, so hat die Alar-
mierung mittelst der Kurbel zu unterbleiben. Jn diesem Falle ist nur die Po--
lizeistation Rathaus telephonisch zu verständigen, welche fodann den Kamin-
feger und den Hauptmann der Schlicrbacher Feuerwehr hiervon telephomsch
benachrichtigen wird. Sodann hat sich der Schutzmann auf die Brandstelle
zu begeben.

5. Prüfungder Leitung.

,, Täglich um 12^2 Uhr mittags ist die Alarmleitung auf ihre Fähigkeit zu
Prüfen. Dies geschieht dadurch, datz unter Benützung des bei der Kurbel
befindlichen Drückers mit dem Läutewerk drei kurze Schläge gegeben werden.
Tönt in solchem Falle die oberhalb des Apparates besindliche Glocke nicht
mit, so ist sofort der Polizeistation Rathaus telephonisch Mitteilung zu
wachen, welche hiervon dem Ratsdiener Anzeige zu erstatten hat.

Soll eine Prüfung der Leitung zu anderer Zeit vorgenommen wevden,
w müssen, jeweils drei kurze Schläge abgegeben werden, damit sofort ersichtlich
w^rd, datz es sich nicht um einen Alarm handelt.
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