Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1907 — Heidelberg, 1907

Seite: 375
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V. Warenproben müssen frankiert werden. Gewichtsgrenze 350 Gramm.

Porto ohne Rücksicht auf Entfernung bis 250 Gramm 10 Pfg., über 250 Gramm

20 Pfg.

Porto für je 50 Gramm nach den Ländern des Weltpostvereins

und des Vereins-Auslandes .... 5 Pfg., mindestens 10 Pfg.

VI. Geschäftspapiere innerhalb Deutschlands bis 1 Kilogramm, nach den deut-
schen Schutzgebieten bis 2 Kilogramm zulässig,

Porto bis 250 Gramm 10 Pfg. über 500 Gramm bis 1 Kilogr. 30 Pfg.

über 250—500 „ 20 „ „ 1—2 Kilogramm ... 60 „

(Geschäftspapiere sind nach Oesterreich-Ungarn nicht zulässig.)

Porto für je 50 Gramm nach den Ländern des Welt-

postvereins und des Vereins-Auslandes . 5 Pfg., mindestens 20 Pfg.

VII. Für Einschreibsendungen (Briefe, Postkarten, Drucksachen, Waren-
proben und Pakete ohne angegebenen Wert) ist außer dem betr. Porto eine
Einschreibegebühr von 20 Pfg. ohne Rücksicht auf Entfernung und Gewicht
zu entrichten.

Für Beschaffung eines Nückscheines weitere 20 Pfg.

6. Postanweisungen sind nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn bis zu 800
Mark zulässig. Die vorauszubezahlende Gebühr beträgt:

a. nach Deutschland:

bis 5 Mark
über 5 bis 100 Mark .
„ 100 bis 200 Mark

. 10Pfg. über 200 bis 400 Mark. . . 40 Pfg.

. 20 „ „ 400 „ 600 „ . . . 50 „

. 30 „ „ 600 „ 800 „ . . . 60 „

d. nach Oesterreich-Ungarn 10 Pfg. für je 20 Mk., mindestens 20 Pfg.

o. nach den meisten übrigen Ländern bis 80 Mark 20 Pfg. für je 20 Mk.; für
jede weitere 40 Mark 20 Pfg.

Formulare sind bei allen Postanstalten käuflich (ungestempelte je
10 Stück für 5 Pfg.). Zu Postanweisungen nach dem Auslande kommt
ein besonderes Formular, welches mit lateinischen Buchstaben und in der
Regel in der Währung des Bestimmungslandes auszufüllen ist, in An-
wendung.

6. Postauftragsbriefe müssen srankiert werden. Für einen Postauftrag kommen
folgende Gebühren in Ansatz:

1) Porto für den Postauftragsbrief mit.30 Pfg.

2) a. bei Postaufträgen zur Geldeinziehung die tarifmäßige

Postanweisungsgebühr für die Uebermittelung dcs ein-
gezogenen Geldbetrages;

d. bei Postaufträgen zur Akzepteinholung Porto für die

Rücksendung des angenommenen Wechsels mit . . 30 Pfg.

DasPorto unter 1. istvomAuftraggeber voraus zubezahlen. DiePostanweisungs-
gebühr (2 a) wird von dem eiugezogenen Geldbetrage in Abzug gebracht. Der Porto-
betrag unter 2K wird dem Auftraggeber beiUebcrsendung des angenommenen Wechsels
angerechnet.

Jst die Zahlung des Geldbetrages oder die Annahme des Wechsels verweigert
worden, so wird die Rücksenduug des Auftrags und die Weitersendung desselben an
einen anderen Empfängcr oder an eine zur Aufnahme des Wechselprotestes befugte
Person ohne neuen Gebührenansatz bcwirkt.

v. Postnachnahme u sind bis zu 800 Mark einschl. bei Briefen, Postkarten, Druck-
sachen, Warcnproben, Geschäftspapieren und Paketen zulässig.

Rachnahmesendungen nuissen in der Aufschrift mit dem Vermerk „dkach-
nahme von . . . Mk. . . Pfg." (Marksumme in Zahlen und Buchstabcn,
Pfcnnig-Sumuie nur in Zahlen) versehen scin, und unmittelbar darunter
die dcurliche Angabe des ^tamens und Wohnorts in großeren Slädten
auch der Wohnuug des Absenders enthalten. Bei Nachnahmepaketen
müffcn vorslehende Veriuerke jowohl auf deni Pakete als auch auf der
Beglciladresfe angcbrarlit sein.

Ueber den Betrag der Nachtlahmc wird dem Aufliefcrer eiue Bc-
fcheinigung erlcilt.
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