Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1907 — Heidelberg, 1907

Seite: 460
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Jn je einem schon belegten Familiengrab a dürfen in demselben Zeitraum
noch 8 Aschenreste beigeseht werden, die Benützung zu einer zweiten Erdbe-
stattung wird dadurch nicht aufgehoben.

Auch für die Aschengräber in Familiengrabstätten gilt die Dauer der
Umgrabungsperiode von 15 Jahren.

2. Benützung des Friedhofes:

a) Zur Beerdigung Auswärtiger (siehe 8 23 Abs. 3 der Leichen-
und Friedhof-Ordnung)

für Erwachsene .... 50 Mk.
für Kinder unter 15 Jahren 25 Mk.
d) Zur sBeifetzung von Aschenreften Auswärtigor:
für je eine Asche ... 25 Mk.

Bei der Beisetzung der Asche eines auswärtigen Zeichners von Anteil-
scheinen oder dessen Frau oder Kinder in einer Urnennische der Feuerbestat-
tungshalle wird dieser Betrag nicht erhoben.

3. Erlaubnis zum Aufstellen von Grabdenkmalen auf den allgemeinen
Leichenfeldern.

a) sür Denkmale von Metall bis zu 200 Kg. 1 Mk.

über 200 Kg. 20 Mk.

b) für Denkmale von Stein bis zu 0,15 Kbm. 1 Mk.

über 0,15 Kbm. 20 Mk.

Außerdem hat der Bildhauer zu entrichten für jedes Denkmal von Stein
oder Metall

a) auf den allgemeinen Leichenfeldern für Kinder 1 Mk.

d) auf den allgemeinen Leichenfeldern für Erwachsene 2 Mk.

c) auf Familiengräbern.3 Mk.

4. Das Setzen von Holzkreuzen auf den allgemeinen Leichenfeldern
50 Pfg.

5. Ausgraben von Fundamenten, sowohl für Grabsteine als für Ein-
fassungen oder Gruften, einschlietzlich der Entfernung der Erde wird mit
4 Mk. für den Kubikmeter berechnet.

6. Das Entsernen der bei dem Ausheben eines Grabes in einem Fa-
miliengrab sich ergebenden Erde 1 Mk. 50 Pfg.

7. Jedes Ausgraben einer Leiche 40 Mk.

8. Die Wiederbeerdigung in einer Familiengrabstätte 20 Mk.

Finden diese Arbeiten 10 Jahre nach der Beerdigung statt, so ermätzigen
sich diese Taxen auf die Hälfte.

9. Die Beisetzung der Asche eines auswärts Verstorbenen in einer Fa-
miliengrabstätte 5 Mk.

10. Für alle autzergewöhnlichen Leistungen, für welche in dieser Tax-
ordnung eine Gebühr nicht aufgeführt ist, wird besondere Rechnung aus-
gestellt, welche vor ihrer Anforderung von der Friedhofs-Kommission geprüft
und dem Stadtrat zur Genehmigung vorgelegt wird.

O. Beiträge zur Amortisation der Baukosten der
Feuerbestattungsanstalt.

Die solgenden Beiträge flietzen nicht in die Friedhofkasse, sondern in 'den
Amortisationsfond, aus welchem alljährlich nach Matzgabe der aus diesen Ein-
nahmen zur Verfügung stehenden Summe die entsprechende Anzahl der durch
das Los zu bestimmendcn Anteilscheine zurückbezahlt wird. Nach vollendeter
Amortisation fallt die Erhebung dieser Beiträge weg.

1. Für je eine Feuerbestattung 20 Mk.

Der Stadtrat tann bei Minderbemittelten auf begründetes Ansuchen von
Erhebung dieser Beilräge Umgang nehmen.

2. Für das Benützungsrecht einer Urnennische für 20 Jahre 40 Mk.

Jn einer Nische können zwei Aschenreste beigesetzt werden.

An Zeichner von Anteilscheinen oder deren Frauen oder Kinder werden
dicselbcn, der Zahl der gcnommenen Anteilscheine entsprechend, so lange un-
besetzte Nischen vorhanden sind, unentgeltlich abgegeben.

3. Für eine Marmortafel mit Sckrailben 15^Mk.
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