Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1908 — Heidelberg, 1908

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4. ^6e1rarauk^värt8 uaeb klberbaob, vou 8ebou dewaläotou Höbsu liöb-
lieb um8äurot68, kr6uuäüeb68 Ltäätebeu. kartie useb äem Xat?:6ubuebe1.

üirsebboru, 8eböu goleZeu mit Lurg, Zotbi8eb6r Lirebe. Lr^ebbeimer
Laxelle ete.

2^iug6uberA mit vwbl erbalteuer LurZ, kb§6utum äes Oro88b6rr:oZ8, eiu
äuwel mittelalterlieber LekeFtiAUuZsbuust. (^ukeutbalt iu Hberbaeb).

NiuueburZ bei bseebarZsraeb, §ro88e Ituioe im äiebteu IValäo.

Noebarels: 8eböu ZeleZeu, mit alter ivterELuter Lirebe, 33 bletor bobe
bli86ubabubrüebe mit k'imeveZ, praebti^eu ^U8blieb iu3 Xeobartal bieteuä. 8ob1os8
^euburK, gro883rtiZ68 kauorama vou äe38eu ^erra88e.

Noruberg, bei Xeebaröimweru, eiu8t I-iebliuALaukeutbalt äe8 OötL vou
8erliebillg6u, mit^Itertümerv. Herrliebe ^U88iebt über äaa Xeebartal bi8 Vsimpkeu.

^VLmpkeu am LerZ, vaeb HeiäelbvrA 8eböu8te ^U83iebt am Neekar,
altertüwILek, mit iuter688auteu LLrebeu 6te.; Lm l'al äie 8tikt8birebe, eiue äer
merbrvüräiAstou Lirebeu 8üääeut8eb1auä8, Lu krübAotbmebem krauröeiLebeu 8t^I.

5. Hrbaed mit böeb8t ioter688Lut6r ^ltertümergammluuZ, läiebelLtaät,
alt68 8täätebeu, Lirebe mit präebtiZeu Oeubmäleru.

6. IValäleiuiugeu, küretlieb LeiuivZev'sekeL äaZä8eb1o88, eiue Üäiuiatur-
uaebbiläuu^ äe8 8ebIo8868 2u ^Vivä^or. Vou 8tatiou Laildaeb äureb äeu au8-
xeäebuteu VViläpark über Lruettbal be^uem ru erreiebeu.

7. Lruebaal mit berrliobem 8eb1o886, äuivel äs8 Robobo8tiIs8.

8. Naulbrouu über Lrueb^al, Zrö38t68 uuä b68terba1teu68 0i8t6r2ieu8er-
Xloeter 8üääeut8eblauä8, §ro88er Lomplex vou birebliebeu, b1ö8ter1iebeu uuä
auäereu Oebäuäeu au8 romaui^eber uuä gotbmeber 2eit.

9. 8pe^er (Labv über 8eb^6t2iu8eu). Oro88arti§8ter romavieeber Laiser-
äom vou Löui^ IiuäviZ auk äa8 praebtvoIl8te restauriert, mit Luäolk vou Hab8-
burZ8 Orabmal. 6ro886 8amm1uuZ xräbiLtorieeber uuä römieeber ^ltertümer.
krot63tatiou8birob6.

10. ^uuweilor Ibal (über 8pe^er oäer buä^vig^baken) mit äeu ßevaltigeu
Luiueu äerLaiserburZ IrikelL, äauu äerNaäeuburZ^Leebbaeber 8ob1o88)
uuvergleiebliebe ^U88iebt eiusr^eits uaob äer Lbeiuebeue uuä bi8 HviäelberZ,
suäerer^eits iu äa8 keleiZe VoZeLeuZebirZe; äauu Hambaober 8eb1o88 uuä
vürbbeim mit äeu Luiuou äer ^.btei bimburZ, äer HarteuburZ uuä §ro38-
artiZem altZerwaui^ebou Livgvsall (leukewmauer); ILäeukobeu I8i6§68- uuä
k'rieäeusäevbmal äer kkalr:, bßl. VLIIa b.uäviZ8böb6, 8ebau26l).

11. Worw8 mit eiuem äer iuter688avt68t6U uuä AroesartiMeu romaui^ebeu
Vome (XibeluuZeu); keruer äem berrliobeu Iiutberäeubmal; äem berübmteu
Le^l'eebeu Oarteu uvä eiuer roiebeu ^.Itertümer^ammluug iu äer Laulu8birebe.

Chronologische Znsammrnstrllnng
wichtiger Segebenhriten und Ereignisse in )er Ltadt Heidrtbrrg.

Die Geschichte Heidelbergs reicht, wie die „städtischen Ausarabungen" der Jahre
1898—1901 erwiesen haben, bis in dic jüngere Steinzeit hinaüf.

Wo heute das Bergheimer und das Neuenheimer Stadtviertel sich ausdebnen.
lagen schon in der jüngeren Steinzeit (neolithischen Zeit) blühende Dörfer, die durch
die Bronzezeit, die ältere und jüngere Eisenzeit (die Hallstatt- und La-Töne-Periode),
durch die Römerzeit und die frühgermanische Zeit bis in das späte Mittelalter bezw.
bis in die Gegenwart fortbestanden haben.

Zur Römerzeit (1.-3. Jahrhundert) bildete die Heidelberger Gemarkung einen
Teil der eivita8 8uoborum ^ioretum, eines VerwaltungSbezirkes der römiscken Pro-
vinz Germania Superior. Das Römerkastell zu Neuenheim (dessen Grunomauern
1896 aufgedeckt wurden) bildete als Neckarsperrfort einen wichtigen militärischen
Stützpunkt, die römische Neckarbrücke dahier ein wichtiges Bindeglied der hier sich
kreuzenden römischen Militärstraßen.
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