Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1908 — Heidelberg, 1908

Seite: 494
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§ 7. D<rs Tbfuhrpersonal ist verpflichtct, in jedcm Hause die Gefätze,
welche obigen Bestinunuugen entsprechen, aus der unmittelbar an der Stratze
gelegenen, offenen Haus-, Hof- oder Gartenflur (eventuell aus dem un-
mittelbar hinter dem Vorderhuus gelegenen Hofraum) zu holen, sie zu ent-
leeren und sodann wieder an diefe Stellen zurückzutragen.

^ 8. Ausgeschlossen von der unentgeltlichen Abfuhr sind die gewerb-
lichen Abfälle dcr Klein- und Großindustrie und zwar sowohl Feuerungs-
rückftände, als Materialabsälle sowie Bauschutt.

§ 9. Das Einwerfen von Stratzenkehricht oder Haushaltungsabfällen
in die Abortgruben und Abtritttonnen ist strenge verboten.

H 10. Wegen der Abfuhr Les Schnees wrrd jeweils seitens der städtischen
Abfuhranstalt von Fall zu Fall das Nötige vorgekehrt werden. Das Auf-
hauen und Sanüneln des Schnees und Eises bleibt Sache der Hauseigen-
tümer.

Lj 11. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschrift werden gemätz § 87 n
des P ^St.-G.-B., ^ 9 Ziff. 4 V.-O. vom 27. Juni 1874, die Sicherung dec
öffentlichen Reinlichkeit und Gesundheit betr. und 366 Ziff. 10 des R.-St.-
G.-B. mit (^eldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

H 12. Diese Vorschrift tritt mit dem 1. Januar 1889 in Kraft. Durch
dieselbe werden die dem Unternehmer der Pferdebahn vertragsmätzig bezw.
durch die ortspolizeiliche Vorschrift bom 27. April 1885 auferlegten Ver-
pflichtungen in Bezug auf die Neinigung des Bahnkörpers und der Halte-
plätze, sowie hinsichtlich der Abfuhr von Kehricht, Schlamm, Schnee und Eis
m keiner Weise berührt.

Die Reinhalturifl der Schlammsammlerl.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 2. September 1876 auf Grund des Li 87a P.-St.-
G.-B., Lj 9 Ziff. 1 und 2 der V.-O. vom 27. Juni 1874, tz 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B.

1. Das Ablagern von Stratzenkehricht, Unrat, Staub, Schutt und Ab-
fällen jeder Art in die städtiscl)en Kanaleinläufe und Schlammsammler ist
untersagt.

F 2. Uelx'rtretungen werden an Geld bis zu 60 Mark oder nrit Haft bis
zu 14 Tagen bestraft.

Velastignng durch Mauch, Ruh und ttble Nusdttnstnngen.

Ortspolizeiliche Vorschrift vonr 14. November 1890 auf Grund des ^ 366"'

R.-St.-G.-B.

Lj 1. Die Besitzer gewerbliclier Anlagen, die bei ihrem Geschäftsbetriebe
nach fachversländiger Zeststeliung durch starken Nauch, Dampf oder üble
Gerüche die Kuft iu eiuer die Gesundheit gefährdendcn oder in erheblick)em
Grade belästigeuden Weise veruureinigen, sind gehalten, auf Anfordern der
Polizeibebörde diejeuigeu Vorkehrungen zu treffen, die zur Beseitigung
diefer Vernnreiuigungen als dienlich erscheinen, uud siud strafbar, lvenn sie
den hierauf bezuglichen Auorduuugen der Polizeibehörde nicht oder nichr
vcllständig inuerhalb der bestiuimten Frist nachtommen.

2. Zuwiderhandluugeu tverden gemätz Ls 366'" N.-St.-G.-B. an Geld
bis zn 60 Mt., eventuell mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

Das Raden im Neckar.

Ortspolizeilichc Vorschrift vom 1. Bcai 1.890, Fassung vom 10. O
Grund der 8^ 92, 108 Ziffer 5 P.-St.-G.-B.
Auszug (s. Mitfch, Orts- und BezirtTpolizciliche Vorschriften

von Z. Horningt.

ktover 1892 auf
S. 41, Verlag

B a deu i m o f f e u e u N e ck a r.

§ l. Oae- Badeu im offeueu A'eckar läugs der Stadt Heidelberg uud des
On-' ^bäiertrud mir oder obue Begleituug eiues Zalirzeuges ist uur iuuer
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