Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1908 — Heidelberg, 1908

Seite: 521
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DaS Hinausfahren bezw. -Reiten über das östliche Ende des Halteplatzcs

ist verboten.

5. Mit Kindevwagen darf tvährend der Abhaltung von Konzerten in
der Schlotzwirtschaft, sowie an Sonn- und Feiertagen zur großen Terrasse
nur auf dem Wege gefahren werden, welcher hinter den Wirtschaftsgebäuden
an dem Weiher vorbei zum Scheffeldenkmal fuhrt.

§ 2. Verboten ist ferner:

1. Das Betreten der Rasenplätze und Pflanzengruppen, das Uebersteigen
und Durchbrechen der Einfriedigungen, das Abpflücken, Losreißen, Abschnei-
den oder Abschlagen, sowie das Entwenden von Gartenfvüchten, Blumen,
Pflanzen und Zweigen.

2. Das Verunreinigen von Gebäuden, Gartenanlagen, Wegen, Brunnen, Zus. v.
Tischen und Bänken, sowie das Liegen und Schlafen auf den Bänken. 27. x.K

3. Das Erklettern der Ruinen.

K 3. Auf dem Burgweg darf nicht gefahren werden, dagegen ist daS
Reiten auf Eseln oder Pferden bis dahrn, wo der Weg nach der Karlsschanze
und nach dem Friesenbevg sich teilt, geistatbet.

Die leergehenden Tiere sind in langsamem Schritt zu führen.

Die von den Tieren herrührenden Verunreinigungen des Weges müsien
sogleich beseitigt werden.

§ 4. Hunde sind im ganzen Schloßpark an kurzer Leine zu führen.

§ 5. Bezüglich der Polizeistunde in der Schlotzrestauration, sowie be-
züglich des Mitnehmens von Hunden in diese Wirtschaft gelten die allge-
meinen polizeilichen Vorschriften.

8 6. Wer den Bestimmungen der 88 1, 3 und 4 zuwiderhandelt, hat nach
Maß'gabe des 8 366 Ziff. 10 des R.-St.-G.-B. Geldstrafe bis zu 60 Mark
oder Haft Lis zu 14 Tagen zu gewärtigen.

Zuwiderhandlungen gegen den 8 2 Ziff. 1 zieben gemätz 8 144 und
145 Ziff. 3 des P.-St.-G.-B. Geldstrafen bis zu 50 Mark oder Haft bis zu
8 Tagen, bezw. Geldstrafen bis zu 20 Mark nach sich.

Zuwiderhandlungen gegen 8 2 Ziff. 2 werden nach § 129 des P.-St.-
G.-B. mit Geldstrafen bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen und
Zuwiderhandlungen gegen 8 2 Ziff. 3 nach 8 100 des P.-St.-G.-B. mit Geld-
strafen bis zu 10 Mark geahndet.

Der Verkehr rnit Fahrrädrrn
auf öffentlichen Wegen und Plätzen.

Verordnung Großh. Ministeriums des Jnnern vom 29. Oktober 1895 (Ges.- und
V.-Bl. S. 377-380) aus Grund des § 366 Ziff. 2, 3 und l0 des R.-St.-G.-B.,
des § 108 Ziff. 5 P.-St.-G.-B. und des tz 26 des VerwaltungSgebührengesetzes.

8 1. Das Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit Fahrrädern jeder
Art ist nur gestattet, wenn das Fahrrad mit einer Nummernplatte nach nähe-
rer Vorschrift des 8 2 versehen ist. Von dieser Vorschrift sind ausgenommen:

1. Militärpersoneir in Uniform, welche Fahrräder lediglich zu dienst-
lick-en Zwecken benützen, sowie Beamte, sofern sie bcim Gebrauch des
Fahrrades eine Amtskleidung oder ein Amtszeichen tragen,

2. nicht im Grotzherzogtum wohnhafte Radfahrer, welche sich vorüber-
gehend, d. h. nicht länger als eine Woche, im Lande aufhalten.

8 2. Jeder zur Führung einer Nummer verpflichtete Radfahrer hat
beim Bezirksamt seines Wohnorts oder, wenn er keinen Wohnsitz in Baden
hat, bcim Bezirksamt seines Aufenthaltsorts die Erteilung eiuer Nummer
zu beantragen.

Für Kinder unter 14 Iahrcn ist der Antrag auf Erteilung einer Num-
mer durch dell Bater oder Vormnnd zu stelleu.

Die Erteiluug der Nummer erfolgt durch Ausstellung emer anf den Na-
men des Nadfahrers lantenden Urkunde (Nadfahrertarte). in welckier die
Nuininer mit der Bezeickmung des Amtsbezirls eingetragen und diese Ver^
ordnung abgedrnckt ist.
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