Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1908 — Heidelberg, 1908

Seite: 548
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II. Bei nicht öffentlichen Tanzbclustigungen von Vereinen und geschlossenen
Gesellschaften ist nur die vorherige Anzeige an das Bezirksamt vorgeschrieben.

Diese Anzeige ist von den Wirten — und nicht von den Vereinsvorftänden —
spatestens 3 Tage vorher zu erstatten und zugleich eine etwaige Verlängerung der
Polizeistunde zu beantragen.

TanMge,

Festsetzung der öffentlichen für die Stadt Heidelberg.
Bekanntmachung des Großh. Bezirksamts vom 11. Oktober 1905 Nr. 65140 IV.

Die regelmäßigen öffentlichen Tanztage für die Stadtteile Heidelbergs wur-
den in der Bezirksratssttzung vom 3. August 1905 wie folgt festgesetzt:

Für Heidelberg: 1) Am Neujahrstag, 2) am Sonntag nach Kaisers Ge-
burtstag, 3) am Fastnachtssonntag, 4) am 2. Sonntag der Frühjahrsmesse, 5) am
5. Sonntag nach Pfingsten, 6) am 3. Sonntag im August, 7) am Sonntag vor
oder nach Großherzogs Geburtstag, 8) am 2. Sonntag der Oktobermesse und
9) am 2. Sonntag vor Advent.

Für Schlierbach: 1) Am Neujahrstag^ 2) am Sonntaa nach Kaisers Ge-
burtstag, 3) am Fastnachtssonntag, 4) am 2. Sonntag der Frühjahrsmesse, 5) am
5. Sonntag nach Pfingsten, 6) am 2. Sonntag und Montag im August (Kirch-
weihe), 7) am Sonntag vor oder nach Großherzogs Geburtstag, 8) am 2. Sonn-
tag der Oktobermesse und 9) am 2. Sonntag vor Advent.

Für Neuenheim: 1) Am Neujahrstag. 2) am Sonntag vor dem Kaisers
Geburtstag, 3) am Fastnachtssonntag, 4) am Ostermontag, 5) am Pfingstmontag,

6) am 1. Sountag und Montag im Juli (Kirchweihe), 7) am Sonntag vor
Großherzogs Geburtstag und 8) am 2. Sonntag im Oktober (Herbstfest).

Für Hand schuhsheim: 1) Am NeujahrStag, 2) am Sonntag vor Kaisers
Geburtstag, 3) am Fastnachtssonntag, 4) am Ostermontag, 5) am Sonntag nach
15. Juni und Btontags (Krrchweihe), 6) am 1. Sonntag ini August (Erntesest),

7) am Sonntag vor Großherzogs Geburtstag und 8) am 2. Sonntag im Ok-
tober (Herbstfest).

Die Sonnlagsruhe inr Handelsgvwerbe.

Bezirksamtliche und Bezirksrätliche Allordnungen für den Amtsbezirk

vom 24. Mai 1893.

I.

/a Jm Handclsgcwcrbc dürfcn an Sonn- und Fcsttagcn (vcrgl. Ziff. 5)
Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter, vorbchaltlich dcr nachstehend verzeichneten
Ausnahrnen, nur während höchftens fünf Stundcn beschäftigt werden, und
zwar:

1. In den Städten Heidelberg (ausschließlich Handschuhsheim), Neckar-
gemünd und Schönau:

a) Jm Gcwcrbebctricb der Kolonialwarcn-, Delikatcssen--,
Wildpret- und Geflügelhändler

während dcr Monate März bis einschlieszlich Oktobcr
von 7—9 U h r vormittag § nnd von 11—2 Uhr nachmittags ,
währcnd dcr Monate November bis Februar
v o n 8 —9 U h r v o r in i t t a g s und v o n 11—3 U h r n a ch m i t t a g s ,

i)) in den andcrcn handelsgewcrblichen Bctrieben während des ganzen
Jahres

v o n 8—9 Uhrvormitt a g s und v o n 11—3 U h r n a ch m i t t a g s

2. In allen übrigen Gemeinden dcs Amtsbezirks (einschließlich Handschnhs
heim) aügemein von 7—8 Uhr vormittags und von 11—3 Uhr nachmittags.

U. Ausnahmcn

hiervon werden anf Grund dcs tz 105 1> Gcwerbc-Ordnung insofern hicrmit
zugelasscn, als dic Bcschäftiguug von Gchilscn, Lchrlingcn und Arbcitern im
Handclsgcwcrbc

v o n 7 0 Uhr vormittag s und 11—7 Uhr abe n d s
gcstattct wird,
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