Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim für das Jahr 1908 — Heidelberg, 1908

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zwar durch dcn Prinzipal zn lxzahk'n, w<?lchcm die elwaigc Verrcchnung mit
dcrn Schnler, dczin. dcsscn Pcrtrctung übcrlasscrr blcibt.

^ 8. Llllc Schülcr dcr tarrsmännischcrr Fürtbilduilgsschule hab-en die
Schulürdnung sowie deu Stundenplan pünttlich zu beachten.

^chnlordnurrg urrd Sturidenplarr werden vom Aussichtsrat festgestellt,
welllxrr dazu noch die Genehrnigung des Gros;h. Gewerbeschulrats einholt.

H 9. Die Prinzipale siud verpflichtet, ihren Lehrliugen, bezw. Gehilfen
die Zeit zu gewäbren, welche dreselbeu uach deru für rhren Jahreskurs gülti-
gen Stundenplan für den Besrrch d>er laufrnänuischen Fortbildungsschule nötig.
h<rben, sie feruer binneu einer Wocl)e nach dern Eiutrrtt in das Gcschäfr dem
Schulvorstaud auguinelden uud sie während der Dauer der Bcschäftigung
zuru Schnlbesuche anzuhalten. Lehterwährrte Verpflichtuug liegt auch den
Eiterrr und Vormünderu von Lehrlingen und Gehilfen, welche zurn Besuche
der laufruänriischen Fortbildungsschule verpflichtet sind, daun ob, wenn solche,
des Beschäftiguu'gsverhältnisses ungeachlet, tatsüchlich uoch der charnilienge-
tualt unterworfeu, insbesoudere derrr Haushalte der Eltern augehörig sind.

^ 10. Zuwiderhandlungen gegen dieses Statut seitens der Prinzipale,
Elteru und Vorrnünder sorvie seitens der Schüler werden nach Mahgabc den
bestehenden Gesetzesbestrrnlnungen (tz 150 Ziff. 4 der Gewerbeordnung, Z 2
des Gesehes vom 15. August 1898) geahudet.

i; 11. Dieses Ortsstatut tritt mit dem 1. April 1900 iu Wirksamkeit.

Ergänzung vom 18. Mai 1905:

Das Ortsstatut vom 22. Ianuar 1900, die laüsmäunische Fortbildungs.-
schule (stä'dtische Handelsschiule) betrefsend, wird aüs die iu hiesiger Stadt
irn Handelsgewevbe be>schäftigten Gehilsen uud Lehrliuge weMich)en Ge-
schlecbts, solauge sie uicht das 18. Lebeusjahr zurüchgelegt haben, mit Wirkung
von Osteru 1905 au, aüs welchen Zei'tpuult zuuächst der uuterste IahreÄurs
zur Eiurichtuug gelaugt, währeud die zwei obereu Kurse ans Ostern 1900
und aus Ostern 1907 eiugrrichtet werdeu, ni'it der Maszgade ausgedehnt,
dasz diejeuigeu Mädcheu, welch)e errreu eiujährigeu Lehrgaug mit 18 ivöchent-
lichüu Uuterrichisstüniden au der taulsluäunischerr KortbildrrrrgsschrUe des
Vereins Frauenb'il'dung-iFranenstudiurn mit Ersotg zurückgelegt habeu, vou
der Verpfl 'icptnng Zum Be'snrhe der städtisch.'u Handelsschule 'be'srert sein
sollerr, und dnp> bei den Blädchen an Stelle des Stenographie-UnterrichtA
nach Wahl die Unterweisnrig rm Väischiuenschreiben tritt.

GeMmmungen über drn Wohnungswechsel.

1. bluch dem Bürgerlicheu Gese'hbuch sirrd, weun das Mietverhältnis aus
unlx'stimmte Zeit eingegangen ist, g esehIiche K ündi g n n g ster rn i n e
(Ziele) der 8 1. M ärz , der 3 0. Inni , der 3 0. Sept e ru be r , der 3 1.
D e z e m b e r.

Die Näuiuuug der Wvhuuug hat uumittelbar uach 'Ablauf dieser Tage,
also rnit Beginn deS 1. April, 1. Jnlr, 1. Oktober oder des 2. Iannar zn er-
folgen. Fällt eines der drei erstgenannteu Ziele auf eineu Soun- oder gesetz-
licl)e'n Feiertag, so ist die Näurnnng am darauf folgenden Werttag zn boll-
ziehen.

Die Kündigung anf die gesehlichen Ziele mns; spätestens arn dritten
Werktage des betresfenden Kaleudervierteljahres erfolgeu.

Soll der Wohnungswechsel anf den 2. Iannar auSgeschlossen sein, so rnnsz
dies künftighin ansvrücklich lx'dnngen werden.

Die geseblrcben .Üirndignngslage gelten anch dann, wenn das Mietver-
hältnis ini Lanw eines Lalendervierteljahres eingegang<'n nuirde, es sei deuu,
das; die Parteun eine <inder)veite Vereinbarnng gelrossen liaben.

I I. Fsr bei einer ans unbeslimrnte Zeit vermieteten Beoennng w o nat -
liche Zablnng dee Mietzinses vereirrbart, so isr dü »ündigrrng nnr aus deu
Schlns; einee V> o I e n d e r rn o n a t s zulässig. Sie bat späleslens am 15.
deo Blonale .;n ersolgen.
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