Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1909 — Heidelberg, 1910

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4Vimpksn llin LerZ, vg.ed HsiävlborZ 8viröll8t6 Xussiebt sm Xselcur,
gltvrtüruüeb, wlt illterössalltsu Xirebsv 6te.; im lul üie Ltiltskirelie, 6iv6 äer
illerlcvürcüZstell Xirobell 8üä66Ut8e!iIgllä8, iv IrüIiMtigelieill Iraimösisebsn 8t^I.

5. lirkgolr mit köelist ivtsressglltor Xltsrtülliersgniilllullg, Niekolstgüt,
glt68 8tüäteli6ll, Xirolis ivit xräolitiAell OsvlNllälsill.

6. VV vI <iIoiiiill ^ 6 n, üirstlioli ksillinZsllsekes ägAclseliloss, eill6 Niuigtur-
naebbiläun^ ävs 8olilos868 2u IVinäsor. Vou 8tgtiou Xuilbgeli äureb äsn aus-
Asäebnten Vcüläpsrb über HrllSttbsI beciuem 211 erreiobeii.

7. Hruebsul wit bsrrbebsw Robobo-8obIc>8Stz.

8. Ngulbrolln übsr Lruebsgl, grösstss uuä böstorbgltslles Oistsrmenser-
Xloster 8üääeut8eblglläs, Zrosssr Xomplsx von birebliolwll, blöstsrlioben ullä
guäereu Oobüuäell aus rollianiseber unä Zotisobtzr Xeit.

9. 8pe^er (Labll übsr 8eb^6t2inA6ll). OrossartiMtsr rowinisobsr Xaiser-
äolli von Löui^ Duäwig auk äas vraobtvollsts rtzstauritzrt, wit Luäolk von 8abs-
burZs Orablluil. Orosse 8awinIullZ pröbistoriseber unä röwiseber Xltsrtüwsr.
krotestatiollsbireke.

10. ^lllliveilor lal (übor 8ps^sr oäsr buäivi88bg.ä6ll) wit ätzll ZtzvaltiZtzll
ääuilltzn äerXaiserburA älrikels, äallu äerNaäsiiburZsblsebbaobsr 8eb1oss)
ullvergleiebliebs Xussiobt eiusrseits nsob äer Hbeiuobells uuä bis RtziäsIberZ,
anäsrorssits in äas IsIsiZe VoZssellAsbirAs; äaiiii Lawbgedsr 8ebIoss unä
Dürbbsiw wit äsll kuinsn äsr ^btsi biwburF, äsr HartellburZ uuä Zross-
artiZow gItAsrwg.lli8cbsn billZwall ("beukslsmauor); bläeubobsll l8isZss- unä
brisäensäsllkwal äsr ktal^, bZI. Villa buäivigsliöbtz, 8obänMl).

11. IVorws wit sillsw äsr iutsrsssalltssteu unä ArossartiZstsu rowgllisebsu
Oonis (XibsIunZsll): ktzinsr äsw bsirlieben I.u tb orcl <;u b m:cl; äew bsrüburtsll
Ilovbscbtzll Oartell, äsr biebkra.usubiicbs nuä sinsr rsiebsn Xltsrtüwersgwwlllll»
in äer kaulusbirebs.

Chronologische ZusammensLellung
wichtiger Legebenheiten und Ereignisse m der Stadt Heidetberg.

Die Geschichte Heidelbergs reicht, wie die „städtischen Ausgrabungen" der Jahre
1898—1901 erwiesen haben, bis in die jüngere Steinzeit hinaus.

Wo heute das Bergheimer und das Neuenheimer Stadtviertel sich ausdehnen,
lagen schon in der jnngeren Steinzeit (neolithischen Zeit) blühende Dörfer, die durch
die Bronzezeit, die ältere und jüngere Eisenzeit (die Hallstatt- und La-Tsne-Periode
durch die Römerzeit und die frühgermanische Zeit bis in das späts Mittelalter bezw.
bis in die Gegenwart fortbestanden haben.

Zur Römerzeit (1.—3. Jahrhundert) bildete die Heidelberger Gemarkung einen
Teil der oivitas 8usboruw Xieistuw, eines Verwaltungsbezirkes der römischen Pro-
vinz Germania Superior. Das Nömerkastell zu Neuenheim (dessen Grnndmauern
1896 ausgkdeckt wurden) bildete als Neckarsperrfort einen wichtigen militärischen
Stützpunkt, die römische Neckarbrücke dahier ein wichtiges Bindeglied der hier sich
kreuzenden römischen Militärstraßen.

781. Erste Erwähnung des Dorfes Bergheim in einer Urkunde des
Klosters Lorsch.

Jm 9. Jahrh. Gründung eines Klosters (mit derMichaelsbasilika) auf der höchsten
Kuppe des Heiligenberges.

Ende des II.Jahrh. Gründnng des Stephansklosters aus der vorderen Kuppe des
Hetligenberges.

1196. Erste urkundliche Erwähnung der Sladt Heidelberg.

1217. Aelteste Nachricht von einer Fähre über dm Neckar,

1225. Erste urkundliche Erwähnung „der oberen Vurg" auf dem kleinen
Gaisberg (Molkenkurhügel).

1289. Erste urkundliche Erwähnnng der ältesten Heiliggeistkirche.

1303. Erste urknndlicheErwähnung der „beiden Burgen" d.h. der „oberen"
(des „altenSchlosses" auf dem kleinenGaisberg)und der „unteren"
Vurg (des heutigen Schlosses) zn Heidelberg.

1374. Gründung der Hosapotheke am Märktplatz.

25. Juli 1384. König Wenzel hält einm großen Reichstag in Heidelberg ab, um
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