Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1909 — Heidelberg, 1910

Seite: 530
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Zus. v.
3. IX. 8

Orts-
ftatut v.

7. III.8

Abdg.v.

24. X. 8

das Austlopfen Ler Teppiche und ähnlicher Gegenstände, sowie d«s Befchla-
gen von Pferden ist verboten.

Das Ausklopfen von Teppichen, Matten, Läufern, Polstermöbeln, Decken,
Bettstücken und ähnlichen Gebrauchsgegenständen auf Dächern, Balkonen, Höfen
oder sonstigen freien Räumen ist nur an Werktagen, jedoch nicht vor 8 Uhr morgens
und nicht nach 8 Uhr abends gestattet.

Ausnahmen von diefem EerLote können aus Lesonderen Gründen vom
Bezirksamt Mgelaffen werden.

§ 72. Verbot des Auslegens von Wäfche, Betten und

der glet chen*).

Es ift verboten, nach 8 Uhr morgens Betten, Wäsche, größere Teppiche
und ähnliche Gegenftände aus Straßen und öfsentlichen Plätzen, an den
Fenftern der Häuser oder sonst in öffentlich sichtbarer Weife auszuhängen
oder auszulegen.

VI. Reinigung dcr Straßen und Abfuhr des Kehrichts.

§73. Allgemeines.

Die Reinigung der öffentlichen Straßen und Plätze liegt, soweit diefelbe
nicht von der Stadtgemein.de beforgt wird, den Bewöhnern der an den Stra-
ßen und Plähen liegenden Häufer ob.

Die Verbindlichkeit des Reinigens erftreckt fich auf den ganzen Teil des
öffentlichen Weges längs der Häuser, Höfe, Gärten oder privateigentüm-
lichen Grundstücke bis in die Mitte der Straße.

Bei unbewohnten Gebäuden, sowie bei allen Stallungen, Remisen, Gär-
ten u. f. w. hat der Eigentümer, bezw. der Benützer derfelben für Las Keh-
ren zu forgen.

Die Haus- und Grundeigentümer, bezw. Leren zuvor zu 'benennende
Stellvertreter, haben dasür zu sorgen, daß diese Verbindlichkeit gehörig er-
füllt wird.

Die Eigentümer der an die Ortsstraßen grenzenden Grundstücke sind verpflichtet,
dis vor ihrem Besitztum ziehenden Straßenstrecken nach Maßgabe der darüber be-
stehenden polizeilichen Vorschriften zu reinigen und in einer den Jnterefsen der
öffentlichen Gesundheit und Ordnung dienenden Weise zu unterhalten, soweit nicht
die Stadt diefe Verpflichtung übernommen hat.

Z 74. Zeit und- Art der Gehwe gre ru i gun g.

1. Sämtliche Gehwege der Stadt (ohne Untevschied oü Haupt- und Ne-
benstrahen) sind an allen Werktagen:

rn der Zeit vom 1. Oktober bis 1. April morgens vor 9 Uhr und in der
Zeit vom 1. April bis 1. Oktober morgens vor 8 Uhr, und Samstags über-
dies auch nachmittags 6 bezw. 6 Uhr zu reinigen.

2. Das Reinigen der Gehwe-ge hat iu nachbarlichem Eiuvernehmen foviel
als möglich zu gleicher Zeit und so zu geschehen, daß die Gehwege -gehörig
reiu sind. Bei Lrockener Witterung sind die Gehwegslächen bor der Reini-
gung zur Verhinderung des Ausstäubens mit Wasser zu Legießen.

3. Alle auf die Straßen führenden Kändel und Winkel find jeden Tag
mit erfteren gleichzeitig- zu reinigen.

Der von den Gehwegen zu entfernende Schmutz dars nicht auf die Fahr-
bahn -gebracht werden.

§75. BegießenderStraßen.

Beim Eintritt der heißen Jahreszeit und anhaltender Trockenheit sind
die Straßen und Gehbahnen mindeftens einmal täglich und zwar zwifchen
6 und 8 Uhr abends mit srischem Wasser zu begießen.

Jn der Hauptftraße, der Sophien- und Leopoldftraße hat üiefes auch
voch morgens zwischen 7 und 8 Uhr zu gefchehen.

Bezüglich der Verpflichtung zum Begießen ift § 73 maßgebend.

§ 76. Befeitigung von Eis und Schnee.

Bei eintretendem Schneewetter oder bei ftrenger Kälte find die Geh-
wege vor den Häusern durch die Hauseigentümer insoweit von Eis und

Gilt für das Gebiet der früheren Gemeinde Handschuhsheim nicht.
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