Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1909 — Heidelberg, 1910

Seite: 532
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Fass. v
2. XI. s

Zus. v.

24. X. 8

Fass.v.
2. IX. 7

Zus.v.

31. X. 6

Bei Uebertretung dieser Vorschrift werden sowohl die Besitzer der Stein-
wagen, als die Führer derselben bestraft.

2. Es ist untersagt, den alten Schloßberg mit Droschken oder Fuhrwer-
len zu befahren, sofern nicht eines der anstoßenden Häuser selbst der Aus-
gangs- und Zielpunkt der Fahrt ist.

3. Das rasche Fahven auf der neuen und alten Schloßber-gstraße ist ver-
boten.

Z 81. Besondere Vorschristen für das Besahren

einzelner Straßen.

1. Die Kisselgasse ist sür feden Fuhrwerksverkehr gesperrt.

1a. Die vor dem Schulhaus gelegene Strecke der Vangerowstraße (zwischen
Bluntschli- und Kirchstraße) ist für jeden Fuhrwerksverkehr gesperrt.

2. Die südlich des Universitätsgebäudes am Ludwigsplatz hinziehende
Straße und

3. die Augustinergasse von der Seminarstraße bis zur Hauptstraße ist sür
den durchgchenden Fuhrwerksverkehr gesperrt.

4. Die Sandgasse dars nnr in der Richtung von der Hauptstraße aus,

5. die Florin- und Apothekergasse nur von der Jngrimstraße aus,

6. die Hirichstraße nur vom Marttplatze aus und von der Oberen Neckarstraße
her durch die Mönchgasse.

7. Lie Psasfengasse nur von der Unteren Stratze aus,

8. die Obere Faule Pelzgasse nur von der Schloßstraße aus,

9. die Schneidmühlstraße nur von der Bergheimerstraße aus,

10. Lie Bauamtsgasse nur von der Unteren Neckarstraße aus,

nicht aber umgekehrt befahren werden.

82. 'Befahren de r Bergheimer Straße.

Das Befahren der Bevgheimer Stratze uiit öen städtischen Absuhrwagen,
sowie mit den Schottersuhrwerken ist auf der Strecke von der Rohrbacher
Straße bis zur Römer- und Mühlstraße verboten, ausgenommen, wenn
innerhalb der bezeichneten Strecke die Bergheimer Straße selbst oder eine
Seitenstraße derselben das Ziel der Fahrt ist.

Die bezeichneten Fuhrwerke haben die Userstraße oder die Bahnhosstraßs
nebst den Zusahrtsstraßen zu benützen.

§ 83. Anfahren zum Theater, zu Bällen und Konzerten

u. s. w.

Das Ansahren zum Theater hat im Schritt nnd in der Weise zu ge-
schehen, daß nicht in der Theaterstrahe umgewendet wird.

Beim Abholen haben sich die Wagen oberhalb des Theaters aufznstellen
und dürsen erst dann vorsahren, wenn sich das Publikum zum grotzen Teil
entfernt hat, welchen Zeitpunkt der diensttuende Polizeibedienstete bezeichnen
wird.

Bei Bällen, Konzerten, Versammlungen und dergleichen haben sich die
Fahrenden bezüglich des An- und Absahrens nach den besonders getrosfenen
Vovschristen, bezw. den Anordnunigen!der Polizeibedienstetsn zu ri>chten.

§ 84. Sperren der Wagenräder beim Herabsahren vom

Schlohöerg u. s. w.

Das Herabfahren mit Fuhvwerken ohne Sperre von dem Schloßberg,
von dem Klingentor an aus dem Wege über die Eisenbahn bis zur Ecke der
Grabengasse und Seminarstraße, von der alten Neckarbrücke, von der Bre-
mcneckgasse bis zur Oberbadgasse, von dem Philosophenweg und der Hirsch-
gaffe, serner bei den Einsahrten in sämtliche nach dem Neckar ziehenden
Gassen, namentlich in die Leyergasse, Fischevgasse, nach Lem Heumarkt, rn
die Marstallstraße, Schifsgasse, Brunnengasse u. s. w. ist ver'boten.

§ 85. Betreten der Garnison-Ilebungsplätze.

Das Fahren und Reiten über die Garnison-Uebungsplätze ist untersagt.

Während der Dauer der militärischen Uebungen i'st auf diesen Plätzen
auch das Gehen und Radfahren verboten.

§ 86. F i s ch e n.

Das Fischen von den Neckarbrücken aus ist verboten.
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