Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1909 — Heidelberg, 1910

Seite: 572
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Die Sonntagsruhe im Wandelsgewerbe.

Bezirksamtliche u. Bezirksrätliche Anordnungen für den Amtsbezirk v. 24. Mai 1893.

I.

-H.. Jm Handelsgewerbe dürfen an Sonn- und Festtagen (vergl. Ziff. 5)
Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter, vorbehaltlich der nachstehend verzeichneten
Ausnahmen, nur wührend höchstens fünf Stunden befchäftigt werden, und
zwar:

1. In den Städten Heidelberg (ansschlietzlich Handschuhsheim), Neckar-
gemnnd und Schönan:

a) Jm Gewerbebetrieb der Kolonialwaren-, Delikatessen-,
Wildpret- und G e f l ü g e lh ä n d le r

während der Monate März bis einschließlich Oktober
von 7—9 1lhr vormittags und von 11—2 Uhr nachmittags,
während der Monate November bis Februar
von 8—9 U h r v o r m i t t a g s und v o n 11—8 U h r n a ch m i t t a g s ,

b) in den anderen handelsgewerblichen Betrieben während des ganzen
Jahres

von 8—9 Uhrvormittags und von 11—3 Uhrnachmittags

2. Jn alleu übrigen Gemeinden des Amtsbezirks (einschließlich Handschuhs-
heim) allgemein von 7—8 Nhr vormittags und von 11—3 Uhr nachmittags.

8. Ausnahmen

hiervon werden auf Grund des § 105 b Gewerbe-Ordnung infofern hiermit
zugelassen, als die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern im
Handelsgewerbe

von 7—9 Uhr vormittags und 11—7 Uhr abends
gestattet wird,

1. in den Städten Heidelberg (ansschließlich Schlierbach, Neuenheim und
Handschuhsheim) nnd Neckargemnnd:

3) an den Metz- bezw. Marktsonntagen,

b) an den vier letzten Sonntagen bor Weihnachten,

c) am Sonntag vor Ostern.

2. in allen übrigen Gemeinden (ernschließlich Schliervach, Nenenheim und
Handschuhsheim):

3) an den Kirchweihfonntagen,

b) an den vier letzten Sonntagen vor Weihnachten,

c) am Sonntag vor Ostern.

Bezirksamtliche Anordnung vom 25. April 1907,
Nr. 19847 II auf Grnnd des § 105 b Abs. 2
Gew.-Ord.

Auf Antrag der beteiligten Geschäftsinhaber tritt an Stelle der seiiher geltenden
Bestimmungen obigen Vetreffs für die Gemeinden Neckargemünd undHeilig-
kreuzstei'nach folgende Vorschrift:

Jm Handelsgewerbe dürfen an Sonn- nnd Festtagen Gehilfen, Lehrlinge und
Arbeiter, vorbehaltlich der bisher bestehenden Ausnahmen, nur während höchstens
5 Stunden beschäftigt werden, und zwar:

von 8—9 Uhr vormittags und von 11—3 Uhr nachmittags.

Bekanntmachung Gr. Bezirksamts v. 19. Febr. 1908,
Nr. 6813II auf Grund des 8 105 b Abs. 2 u.
8 41 a Gew.-Ord. u. Art. II der Vervrdnnng
0. 24. März 1892.

Für die Gemeinde Kirchheim wird die Beschäftigungszeit im Handels-
gewerbe fnr Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter an Sonn- und F-esttagen wie
folgt festgesetzt:

a) Jm Gewerbebetrieb der Kolonialwaren-, Delikatessen-, Wildpret-
und Geflügelhündler

während der Monate März Lis einschließllch Oktober

von 7—9 Uhr vormittags und von 11—2 Uhr nachmittags,

^ während der Monate November bls Febrnar

v 0 n 8—-9 Uhr vormittags und von 11—3 U h r nachmrttags,
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