Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1911 — Heidelberg, 1911

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Hauptstraße Nr. 78.

In diesem Hause wohnte
Robert von Mohl,

Lehrer der Slaatswissenschaften an der
Heidelberger Hochschnle
in den Iahren 1847—1861.

Märzgasse Nr. 18.

C. A. v. Vangerow
1840—1870.

Plöck Nr. 65.

Jn diesem Hause wohnte
David Friedrich Strauß
Von 1854 bis 1860.

Leopoldstraße Nr. 41.

Hier wohnte
Richard Rothe

von 1861 bis zu seinem Tode 1867.

Leopoldstraße Nr. 5.

(heorg Gottfried Gervinus

bcwohnte dieses Haus in den Jahren
1860—1871.

Sophienstraße Nr. 12.

N. Friedreich

Chreubürger der Stadt,
baute sich dieses Haus 1877—79
nnd starb daselbst am 6. Juli 1882.

Rohrbacher Straße Nr. 57.

Zur Crinnerung an die Heidelberger Maler
Crnst Fries 1801—1833
Bernh. Fries 1820—1879.

Neuenheimer Landstraße Nr. 32.

Hier wohnte

Heinrich von Treitschke
1872—1874.

Am Schlößchen in Handschuhsheim.

Jn diesem Hause wurde der Maler

Karl Rottmann
Sohn des Zeichenmeister
Friedrich Rottmann

am Il.Januar 1798 geboren.

An der Neuen Schloßstraße.

Dem Andenken des Freundes und Wohl-
thäters der Stadt Heidelberg

Dr. med. Hermann Kleinschmidt
geb. in Heidelberg 1816, gest. daselbst 1869,
welcher durch letzten Wrllen sein ganzes
Vermögen zur Verbesserung und Verschö-
nerung seiner Vaterstadt schenkte, woranf
dasselbe in den Iahren 1873—1875 durch
Beschluß des Stadtraths zur Herstellung
dieses Schloßweges verwendet wurde,
widmet diese Tafel die dankbare Bürger-
schaft 1876.

Auf dem Schloß.

(Am gläsernen Saalbau.)

Dem Andenken an
Karl Graf von Graimberg

I geb. zu Schloß Paar in Frankreich 1774
! gest. zn Heidelberg 1864

! widmet diesen Denkstein in dankbarer An-
! erkennung der Verdienste, die er sich um
diese Ruinen als Künstler durch seine bild-
lichen Darstellungen und als schützender
Freund erworben hat,
die Stadtgemeinde Heidelberg.

Auf dem Schloß.

(Jm Stückgarten.)

An diesem Orte weilte Goethe mit Vorliebe, sinnend und dichtend in den

Herbsttagen 1814 und 1815.

„Auf der Terrasse hochgewölbten Bogen ! O schließt euch nun, ihr müden Augenlider,
War eine Zeit sein Kommen und sein Gehn; l Jm Dämmerlicht der fernen schönen Zeit
Die Chiffer, von der lieben Hand gezogen, > Umtönen mich des Freundes hohe Lieder,
Jch fand ste nichl, sie ist nicht mehr zu sehn. Zur Gegenwart wird die Vergangeuheit."

Ncarianne Willemer (Suleika) aus ihrem hier entstandenen Gedicht v. 28. Aug. 1824.

Zur Crinnerung an den 150. Geburtstag Goethes, den 28. August 1899
und die aus Aulaß desselben in Gegenwart Ihrer Königlichen Hoheit des Groß-
berzogs Friedrich und der Großherzogin Luise von Baden stattgesuudene städtiiciie
Goethe-Feier und die von Kuno Fischer gehaltene Festrede
am 29. Oktober 1899.
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