Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1911 — Heidelberg, 1911

Seite: 524
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8 15. Das Mitbringen von Hunden in die Anstalten ist verboten. Dies
ift dürch Anschlag an der Autzenseite der Anstalt den Besuchern bekannt zu
geben.

H 18. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden gemätz Z 92
P.-St.-G.-B. mit Geld bis zu 150 Mark bestraft.

Das Vaden im Neckar.

Bezirkspolizeiliche Vorschrift vom 6. September 1909 auf Grund der M 75, 108

Ziff. 5 P.-St.-G.-B.

L- 1. Das Baden im offenen Neckar längs des Ortes Wieblingen nnd des
gegenüberliegenden Neckarufers auf Gemarkung Heidelberg-Handschuhsheim ist
außerhalb des durch Pfahle abgegrenzten Badeplatzes am linken Neckarufer unter-
halb des Wieblinger Mühlkanals verboten.

8 2. Zuwiderhandlungen werden auf Grund der W 75, 108 Ziff. 5 P.-St.--
G.-B. mit Geld bis zu 10 bezw. 150 Mark bestraft.

Das städtische Wlum'sche Freibad.

Ortsvolizeiliche Vorschrift vom 5. September 1908 auf Grund des 8 92 P.-St.-G.-B-
an Stelle der ortspoliz. Vorschrift „Das stadtische Freibad" vom 8. Juni 1896.

Z 1. Die städtischen Badeanstalten unterhalb der Friedrichsbrücke (Blum'sches
Freibad) stnd vom 15. Mai bis 15. September von morgens 5 Uhr an bis zur
Abenddämmerung zur unentgeltlichen Benützung geöffnet, und zwar:

1. Das Männerbad für Personen männlichen Geschlechts jeden Tag mit Aus-
nahme folgender Stunden:

Montags und Mittwochs von 5 bis 9 Uhr vormittags,

Freitags von h/sl bis 4 Uhr nachmittags.

2. Das Frauenbad für Personen weiblichen Geschlechtes jeden Tag.

2. Kuroern unter 9 Fahren rst der Emtritr rn dre Anstalr nur in Be-
gleitung Erwachsener gestattet.

Schulpflichtige Kinder dürfen die Anstalt nicht Während der Schulzert
und nicht nach 6 Uhr des Abends besuchen.

§ 3. Die Badenden rnüssen mit geeigneter Kleidung versehen sein.
Ohne solche Beklerdung zu daderr, rst verboten. Autzerhalb der Anstalt darf
rriemand enttleidet herrrurgeberr oder sich rus Wasser begeben.

8 4. Niemarrd soll baden, ohne gehörrg abgetühlt zu seirr urrd ohne auf
die sonstigerr allgeiuein betannten Gesundheitsregelrr gehörig Nücksicht ge-
nomrnen zu habeu
8 5. Das

gestattet, die des Dchwuuiueits t'urrdrg srnd.

8 6. Einzelüäder werderr nrrr an Erroachserre nach vorheriger Anmeldung
beim Bademeister, bezw. der Bademeiüerirr abgegeben.

8 7. Es rst verboterr, durch lüärrueu, üoeriuatziges Schrererr, E-pritzen,
Stotzen urrd gegenseitiges Untertauchen Unfug zu verüben.

Das Einseifen ist nur anr unteren Ende des Bassins gestattet.

8 8. Bei starkern Andrang dürsen die einzelnen Baderrden nicht länger
als eine balbe Stunde in der Arrüalt verweilen.

8 9. Die Aufsicht über dic Arrstalt urrd dererr Beniitzurrg führen der städtische
Bademeister bezw. die üädtrsche Bademcrsteriu oder deren Stellvertreter. Deren
Anordnung ist unbcdingt Folge zu leisten.

Dnü'lvru töurrrrr Parsorwrr, wclchv sich uuauftärrdig bcrrahmeu, sofort
ausivciscrr. Dieie Auslveisurrg lauu iu Wiederholuugssälleu auf mehrere
Tage nud selvst Wocheu ausgedebrrt werdeu.

8 lO. Das Tabatrauchcu iu der Austalt, sowie das Mitbriugeu vou
Bunden iü itrengstens nntersagt.

8 ll. Wertsachen können am Schalter unenlgeltlich znr Verwabrung ab-
aegeben iverden.

8 i2. Beichlveeden gegen die Badeam'sicht lönnen beim Bingernreister-
arule <inirevra>>.'!n nxaden.

^8 ba ^ lieGrlretnngen dieieo Badeordnnng werden gernätz 8 02 des

P.- ^t.-G. B. au G.'w lns en lä'r gch'aet lx'üratl.

8 a. ^as Benützeu der tieseu Baisins ist nur denjemgeu Personen
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