Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1911 — Heidelberg, 1911

Seite: 538
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Z 11. Gefahrdrohendes Aufstellen von Gegenständen.

Blumentöpfe und Gegenstände, welche durch Herubfallen Vorübergehende
beschädigen Lönnen, dürfen ohne ausreichende Befestigung durch Lntten oder
eiserne Stangen nicht autzerhalb der Fenster oder Balkonbrüstungen uni
Tragsteinen aufgestellt werden.

Fensterläden, seien sie geöffnet oder geschlossen, müffen fest angemacht
werden.

Die Läden des unteren Stockes dürfen in keinem Falle nur bis zur
Hälste geschlossen werden. Das Oeffnen derselben muß mit Vorsicht ge-
schehen, damit auf der Straße Vorübergehende durch sie nicht verletzt werden.

§ 11a. Die Einzäumung der Grundstücke mit

Stacheldraht.

Zus.v. Einfriedigungen von Grundstücken gegen öffentliche Wege und Plätze,
L.xi.5 insbesondere solche aus Stacheldraht, dürfen nicht auf eine Weise hergestellt
werden, daß die Sicherheit und Bequemlichkeit des Berkehrs gefährdet ist.

§ 12. Das Feilbieten von Blumen u. s. w. durch Kinder.

Das Feilbieten von Blumen, Obst, Backwaren, Zündhölzern und derglei-
chen auf Straßen und öffentlichen Plätzen durch Kinder unter 14 Jcchren ist
untersagt. (§ 42 d Ws. 5 Gewerbe-Ordnung).

Eltern, Pflegeeltern und Vormünder sind für die Uebertretung dieses
Verbotes durch die Kinder mit verantwortlich.

§ 13. DerVerkauf vonBackwaren, insbesondere Fasten-

b r e tz e l n.

Den Verkäufern von Backwaren (insbesondere Fastenbretzeln) ist Las
Feilbieten ihrer Waren auf Len Straßen und öffentlichen Plätzen hiesiger
Städt n«ur an den vom 'Bezirksantt im Benichmen >rnit dem Stadtrate
üestimmten Aufstellungsorten gestattet, im übrigen aber, sowie insbesondere
das Feilbieten der Waren auf den Straßen im Umherziehen verboten.

Zus. v. Als Aufstellungsorte für die Verkäufer von Backwaren (insbesondere von
L.xi.8 Fastenbretzeln) sind folgende Plätze bestimmt:

O der Wredeplatz,

2. der Marktplatz,

3. der Kornmarkt,

4. der Karlsplatz,

5. der Platz am Eingang der alten Brücke,

6. der Jubiläumsplatz,

7. der Wilhelmsplatz,

8. der Platz vor dem südwestlichen Schloßeingang,

9. der Bismarckplatz (mit Ausschluß des Gartens),

10. der Platz vor der neuen Brücke,

11. der nördliche Teil des Bahnhofvorplatzes, Platz vor dem Main-

Neckar-Bahnhof

Erg.v. 12. der Platz am Klingentor,
i.xi.8 iz dje Umgebung der Molkenkur,

14. die Ecke der Leopold- und Rohrbacher Straße,

15. die Ecke der Römer- und Bergheimer Straße.

An den Plätzen von 12—15 darf nur ein Verkäufer sich aufstellen; den
Bäckermeistern ist eine Einigung über die Benutzung dieser 4 Plätze überlassen.

Die Aufstellung der Verkäufer an den Aufstellungsorten hat in einer
Weise zu erfolgen, daß durch dieselbe der Verkehr nicht gehemmt ist.

§ 14. Vornahme von Versteigerungen, Ausrufen von

Waren u. s. w.

Abd^v. Den Kohlenfuhrleuten und anderen Gewerbetreibenden, welche durch Pfeifen,
r«. ix. s Läuten und dergleichen ihre Anwesenheit anzukünden pflegen, ist der überlaute
oder anhaltende Gebrauch der Pfeife, Glocke und dergleichen untersagt. Vor
morgens 8 Uhr ist solches Pseifen und Läuten überhaupt nicht gestattet.

Das Hausicrcn unter Bcnützung von Fuhrwerken in den von der elek-
trischcn Straßcnibahn bcrührcndcn Straßcnstrcckcn ist verboten.
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