Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1912 — Heidelberg, 1912

Seite: 572
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Abbg. v
3. IX. i

Fafs.v.
10. V. 7

8 8. Vorbchaltlich ber weitcrgehen'den Strnfvorschriften der 88 305,
3t5> und 816 des N.-St.-G.-B. ist es uniersagt, die Bergbahnen und die
zugchorigcn Anlngcn und Bctrieibsinittel zu beschädigen. Desgleichen ist
jede Handlung strnfbar, welche — ivie die Anbringung von Fahrhindernisfen,
nnbefugter Gebrauch der Bremsvorrichtung, Nachahmung der Signale
u. dgl. — den Bahnbetrieb gefährden oder stören könnte.

§ 9. Alles Lärmen und Singen in den Wagen ist untersagt und das
Tabakrauchen nur auf den Außcnplätzen und in den als Rauchcoupü be-
zeichneten Wagenabteilungen geftattet.

8 lO. Personen, welche wegen ciner sichtlichen Krankhcit oder aus an-
deren Gründen den Mitfahrenden augenscheinlich lästig werden, sind von der
Fahrt ausgufchließen. Etwa schon bezahltes Fahrgeld ist denselben zurück-
zugeben. Personen, welche beirunken sind oder sich unanständig benehmen,
sind vor der Fahrt auszusehen und haben keinen Anspruch auf Nückgabe des
Fahrgeldes.

§ 11. Größerc Hunde dürscn bei den regelmäßigen Fahrten nur im
Gepäckraum und nur in Beglcitnng von crwachsencn Personen gegen Ent-
richtung der tarifmäßigen Gcbühr miigcnommen werden. ischoßhundc werden
dagegen frei und anch im Jnnern des Wagens befvrdert, wenn sie auf den
Schoß genommcn werden.

§ 12. Ein Abdrnck der W 7—11 nnd l3 diescr Bergbahnordnnng ist
in den Einsteigehallen unb im Jiiueru eines jeden Wagens an geeignetcr
Stclle anzuheften.

8 13. Itebcrtretungen dicser Vorfchriften werden gemäß § 366 Ziff. 10
dcs Reichsstrafgcfetzbuchcs mit Gcld bis zu 60 Mark odcr mit 'Haft bis zu
14 Tagen bestraft.

Der Veekelzr auf der Friedrichsbriirste.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 2. Jaimar 1908 anf Grnnd des Z 366 Ziff. 10

N.-St.-G.-B.

Die Benutzung der Friedrichs- (neuen) Brücke durch gefchlosseiie Abteilungen betr.

Einzige Bestim m n n g.

Fußgänger in geschlosseneii Abteilnngen dürfen die Brücke nicht im Tritt
passieren.

Dics gilt auch von Militärabteilungeii.

Die Handhabung der Slrastenpolixvr inr Grbiete dos Heidel-

berper Stadttvaldrs.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 23. Okiober 1880 auf Grnnd des 8129 P.-St.-G.-B.,

8 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B.

8 1. Zum Hemmen der Fuhrwerke darf iiur der hölzerne Nadschnh oder
die Mncke verwendet werdcn.

8 2. Das Fahren, Reiten und Viehtreiben auf Fuß-, sowie auf Geh-
wegcn ist rmtcrsagt.

8 3. Das Vcruwreinigen der Wcge, freieu Plätze, Schutzhäuscheu, fowie
der an deu Wegen anfgestellten Tifche nnd Bänke ist verboten.

8 4. Itebertretungen der 88 ^ und 2 werden gemäß 8 366 Ziff. 10 R,-
St.-G.-B. an Gcld bis zu 60 Mark oder mit Hast bis zu 14 Tagen, Ueber-
tretungen dcs § 3 gemäß 8 l29 P.-St.-G.-B. mii gleicher Strase geahndet.

Der Schnh der öffentlichrn Nnlagen.

Ortspolizciliche Vorschrift vom 9. Fcbruar 1907 nnter Aufhebnng der ortspolizei-
lichen Vorschrift vom 19. Juni 1888, die Ordiiung in den Anlagen, im Stadt- u.
Neptuiisgarten, sowie auf dem Bismarckplatze bctr., nebst den Zusäkcn vom 4. Juni
1897 nnd 22. Scpl. 1905 anf Grmid des 8 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B. nnd der

88 129, 144, 145 P.-St.-G.-B.

Jn den öffcntlichen Anlagen dcr Stadt ist außer dem, was durch allgemcine
polizeiliche Vorschriftcn nntersagl ist, insbesondere noch verbotciw
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