Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1912 — Heidelberg, 1912

Seite: 590
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III. Die Fremdenfiihrer haben sich gegen das Publikum höflich zu betragen
und vor allem jede Ausdringlichkeit zu vermeiden.

Es ist ihnen insbesondere verboten, Fremde von der Lösung von Eintritts-
karten zur Besichtigung der Jnnenräume des Schlosses abzuhalten.

Uebertretungen der Bestimmungen dieser ortspolizeilichen Vorschrift werden
mit Geld bis zu 150 Mark bestrast.

Bei Verstößen gegen die Vorschristen in Abs. 1 und 2 dieser Ziffcr III ebenso
wie Trunkenheit im Dienst kann die sofortige Außerdienstsetzung bis zu 4 Wochen
angeordnet werden.

Bei wiederholten Zuwiderhandlungen gegcn dic Vorschristen dieser ortspoli-
zeilichen Vorschrift beim Vorhandensein von Tatsachen, die die Zuverlässigkeit des
Fremdenfnhrers in Bezug auf seinen Gewerbebetrieb in Frage stellen, oder bei
fortgesetztem unwnrdigen LZerhalten hat der Fremdensührer die polizeiliche Untcr-
sagung seines serneren Gewerbebetriebcs zu gewärtigen.

Der Nachrnverketzr auf drm Nrckar (Taxordnung).

Ortspolizeilichc Vorschrist vom 26. November 1907 unter Aufhebung der ortspoli-
zeilichen Vorschrift vom 22. Januar 1892 lTaxordnung) auf Grund der M 37, 76

Gew.-Ordg., 8 134 a P.-St.-G.-B.

ß 1. Für die Ueberfahrten über den Neckar, gleichviel von welcher Seite
aus dieselbe stattfindet, wcrden erhobcn:

I. Von den s o g e n <r n n t e n Bögen bezw. de m Vieh m <rrkt --
plah an der Neckar m ünzgasse nach der Hirschgasse (oder

nmgekehrt)

a) sür eine erwachsene Person.10 Pfg.

d) sür ein Kind unter 12 Jahren (soweit dasseübe nicht in

Gemäßheit des § 5 taxsrei zu besördern ist) . . . . 5 Psg.

c) sür einen Hund.3 Pfg.

II. Von allen andern Punkten des Neckarufers aus

a) sür eine erwachsene Person.6 Psg.

d) sür ein Kind urrter 12 Jahren (soweit dasselbe nicht in

Gemäszheit des 8 5 taxsrei zu bcsördern ist) .... 3 Pfg.

e) für einen Hund.2 Psg.

§ 2. Für sonstige Nachensahrten aus dem Neckar in Begleitung eines
Schisfers werden solgende Taxen sestgesetzt:

I. V o nd e r S ch l i e r ba che r F ä h r e

1) bis zurn Karlstor: bis zn 10 Personen ... 2 Mk. ^— Pfg.

jede weitere Person autzerdem.— Mk. 20 Psg.

2) bis zur inneren Stadt einschliehlich der Schissgasse 3 Wlk. — Psg.

jede weitere Person außerdem.— Mk. 20 Psg.

3) über die Schifsgasse hinaus bis zu 10 Personen . 3 Mk. 50 Psg.

jede weitere Person autzerdem.— Mk. 20 Psg.

II. Voin Stiftswehrle (Gasthaus zum S ch i s f) oder

Stistsmühle

1) bis znm Karlstor.1 Mk. 50 Pfg.

2) Lis zur inneren Stckdt inkl. Schiffgaffe ... 2 Mk. 50 Pfg.

3) darüber hinaus (ohne Rücksicht aus die Personen-

3«hl).

3 Mk. — Pfg.
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