Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1912 — Heidelberg, 1912

Seite: 604
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b) Die untcr u Ziffer 1—7 verzcichnetcu Gcwcrbetreibcnden dürfen auch an
deu drei höchsten Feiertageu (Ostersonntag, Pfingstsonntag,
Christtag) Gehilfen, Lehrtinge und Arbciter beschästigen bezw. ihre Verkauss-
stellen offen halten, aber nur während der Stunden von 6—9 Uhr vormittags.
Emschl^ Dcn Milchhändlern iu der Stadt Heidclberg ist es gestattet, am 1. Weihnachts-
v 14 II.7 seiertag, Oster- und Pfingstsountag, Gchilfen, Arbeiter und Lehrlinge statt wie bisher
von 6—9Uhr vormittags, vanO UHr vormittags bis 1 Uhr uachmittags zu beschäftigen.
Entschl. Durch Entschließung des Bczirksrats vo'm 24. Juni 1909 ist es auch deu Milch-
^LÄ oq h^dtern im Stadtteil Handschuhsheim gestattet, am I. Oster-, Psiugst-und Weih-
' uachtsfeicrtag Gehilfen, Arbeiter und Lehrlinge, statt tvie bisher von 6 — 9 Uhr
vormittags, von 6 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags zu beschäftigen.

3us- v. Das Anstrageu vou Backwaren ist an dcn Tagen, denen durch die Anordnungen
" ' ' des Bezirksrats vom 17. Mai 1906 bezw. 25. Jnli 1907 eine Freinacht folgt, d. i. am

Oster-, Pfingst- und Weihnachtsseiertag, bis vormittags 10 Uhr gestattct.

An denjenigcn Sonntagen, an denen die übrigen Gewerbetreibendcn bis
' ' "'7 Uhr Abends ihr Ladengeschäft offen halten dürfen (I. U. der bezirksamttichen
Anordnung vom 24. Mai 1893) ist auch den Metzgern und Wnrstlern der Verkauf
ihrer Waren für die gleiche Zeit gestattet.

wGr*B.i e) Den Bierbrauereien und Bierniederlagen ist die Zusuhr von Bier und Roh-
Amts v. eis an Massenabnehmer (Wirte, Vereine und dergl.) und ebenso den Eishändlern die
Versorgung ihrcr Kundschaft mit Roheis an allen Sonn- nnd Festtagen mit Aus-
nahme des ersten Oster-, Pfingst- und Weihnachtsfeiertages iu der Zeit von 6—11 Uhr
vormittags gestattet.

Handelsgewerbe der Varbiere und Friseure.

1. Auf Grund von § 105 d, 41a der Gewcrbeordnung und gemätz
Art. III Ziff. 2 ber VollzügsvLrordnuug hierzu wird beKirlsamtlich verfügt:

Die fünf Stuuden, während welcher in den Verkaufs »
geschäften üer Varbiere und Friseure Gehilfen, Lehr-
linge und Arbeiter beschäftigt werden dürfen, und ein Verkehr in
offenen Verkaufsftellen stattfinden darf, wird für die Stadt
Heiüelberg für das ganze Jahr auf 7 bis 9 Uhr vor-
mittags und 11 bis 2 Uhr sestgcseht.

8.

Die sämtlichen untcr III iV vcrzeichneten Ausnahnien werden an die
Bcdingung geknüpst, datz im handclsgewcrbkichcn Teil dcr betr. Bekriebe
Gehilsen, Lchrlinge und Arbciter über die in I ^ oben sestgesehten Stundcn
hinaus nur üanu beschäskigt werden dürfen, wenn jcder derselben:

1. entweder an jedcm zweiten Sonntag von morgens 8 Uhr bis abends
8 Uhr,

2. oder tn jeder zweitcn Woche an einem Werktag volle 24 Stunden von
der Aübeit freigelassen wird.

IV.

Am Oster- und Pfingstsonntage, sowie am ersten Weihnachksfeiertage
dürscn, abgesehen von den Ausnahmen unter II 8 Zifs. 2 und III iL b Ge-
hilsen, Lehrlinge und Arbeiter im Handelsgewerbe überhaupt nicht beschäf-
tigl werden.

Jnsoweit eine Beschästigung von Gehilfen, Lehr-
lrngen und Arbcitern i m H a n d e l s g e w e r b e nicht zu -
Iässig i st , darf ein G e w e r b e b e t r i e b in ofsenen Ver -
kaufsstellen übcrhaupt uicht stattfindcn.

Die Läden und s o n st i g c n V e r k a u f s st e 11 e n sind
autzer der zugeIassenen Verkaufszeit geschlossen zu
h a I t e n.

V.

Festtage im Sinne obigcr Anordnungen sind: Neujahr, Ostermontag,
Him'inelfahrtstag, Pfingstmontag, Christtag und Stephanstag, ferner in
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