Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1913 — Heidelberg, 1913

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Harlptstraße Nr. 97 (Stiidt. Sammlg.).
Hier wohnte

Maximilian Josef v. Chelirls
von 1830-1876.

Hanptstrnße Nr. 78.

Jn diesein Hause wohnte
Robert von Mohl,

Lehrer der Staatswissenschaften an dcr
Heidelberger Ho ch schule
in den Jadren 1847—1861.

Märzgnsse Nr. 18.

C. A. v. Vangerow
1840—1870.

Plöck N'r. 65.

Jn dieseur Hanse wohnie
David Friedrich Strauß
von 1854 bis 1860.

Plöck Nr. 55

am Chcmischen llniv -Laboratorinm.

In diesem Hanse wohnte der Chemiker
R. W. Bunsen von 1855—1888.

Leopoldstrastc Nr. 41.

Hier wohnte
Richard Nothe

von 1861 bis zu seinem Dode 1867.

Lcopoldstraße Nr. 5.

Georg Gottfricd Gervinus
bewohnte dieses Haus in den Jahren
1860-1871.

Sophienstrnstc Nr. 12.

N.Friedreich
Ehrenbürger dcr Stadt,
bante sich dieses Haus 1877—79
»nd starb dajelbst am 6. Juli >882.

Rshrüacher Strasre Nr. 57.

Zur Erinrrernnq an dic Heidelberger Dtaler
Ernst Fries 1801—1833
Berrrh. Fries 1820—1879.

Neucnheimer Lnudstrnße Nr. 32.
Hicr wobnte

Heinrich vorr Treitschke
1872—1874.

Nm Schlvßcheu 'rn Handfchnhsheim.
Jn diejenr Hame wnrde der Maler
^ Karl Rottman n
Sohn des Zeichenmeister
Frredrr ch N ottrrr a rr n
am I I.Jaimar 1798 geborcn.

An der Nenen Schloststrasts.

Dem Anderrken des Freundes und Wohl-
thäters der Stadt Heidelberg
D r. med. He r m a n n Klei n s ch rnidt
geb. in Heidelberg 1816, cwst. daselbst 1869,
welcher durch letzten Wrllen sein ganzes
Bcrmögen zur Berbcsserung mid Verschö-
ncrnng seruer Vaterstadt schenkte, woranf
dasselbe in den Jahren 1873—1875 durch
Beschlust des istadtraths zur Herstellung
diescs Schloßwcges verwendet wurde,
widmet dicse Tafel die dankbarc Bürger-
schaft 1876.

Auf dem Schloß.

(Am gläserncn Saalban.)

Dem Andenkcn an
Karl Graf von Grainrberg
geb. zn Schlos; Paar irr Frankreich 1774
gest. zn Heidelberg 1864
widmet diesen Dcnkstein in dankbarer An-
erkcnnung der Verdienste, die er sich UNI
diese Ruinen als Knnstler dnrch serne bild-
lichen Darstellungen und als schützender
Fremid erworben hat,
die Stadtgemcinde Heidelberg.

Auf dcm Schlsst.

(Jm Stückgarten.)

Nn diesenr Orte weilte Goethe mit Vorliebe, sinnend und dichtend in den

Herbsttagen 1814 und 1815.

„Auf der Terrasse hoäigcwölbten Bogen O schließt euch nnn, ihr nmden Augenlider,
War eine Zeit sein Liommeii und sernGehn; Jm Däuruierlicht der fernen schönen Zeit
Die (fhlffcr, von der licben Hand gezogen, Umtönen mich des Freundes hohc Lieder,
Jch fand sicnicht, sie ist nichtmehrzu sehn. Zur Gegcnwart wird die Vergangeuheit."

Marianne Willemer (Sulcika) aus ihrem hrer entstandenen Gcdicht v. 28. Ang. i824.

Znr Ennirerung an den >50. Gebnrtslag Goethes, den 28. August 1899^
mrd die aus Anlaß desselben in Gegenwart Jhrer Königlichen Hoheit des Groß-
herzogs Friedrich und der Großherzogin Lnisc von Baden stattgesnndene nädtische
Goeihe-Feicr und die vou Kmw Frscher gehalterre Fcstrede
anr 29. Oktober 1899.
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