Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1913 — Heidelberg, 1913

Seite: 540
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1913/0605
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
facsimile
540

Gebühren-Taris sür die GepäcküefiäLterei

am Bad. Hauptvahnhof in Hcidelherg (cmch giltig für die Main-Neckar-Bahn).

Die Gebühren, welche die Gepäckbestätterei für die Bestcllung des Reisegepäcks rc.
und des Expreßgutes erheben darf, sind für das Bestättereigebiet^) Heidelberg wie
folgt festgesetzt:

I. Iür dcrs Wenbnirrgerr öe^'. Kepäcks
vom Aussteige-Perron oder von der Gepäckniederlage nach der Stadt und nmgekehrt:

1. für einen Koffer.30 ^

2. für mehrere Koffer, das Stück 20 A

3. für sonstiges Gepäck „ „ 10 ^

Für ein einzelnes Stück darf eine Minimaltaxe von 20^ erhoben werden.

F-ür das Abladen und Abtragen des Gepäcks von dem Omnibus, Hotelsnhrwerlen
nnd Droschken nach dem Gepäckbnreau, sowie für das Abtragen des Gepäcks von den
Zügen Zu den Omnibus, Hotelfnhrwerkcn und Droschken und Aufladen dersclben,
ferner für das Verbringen dcs Handgepäcks von einem Zuge znm andern w., darf für
jedes Stück eine Gebühr von 10 ^ erhoben werden.

Exprcßgut-Vcrkrhr der Großh. Sadischen Lahn.

Gegenstände, die sich zur Befördernng im Packwagen eignen, werden mit den nach-
stehenden Ausnahmen bei den Gepäckabfertigungsstellm zur Beförderung als Expreß-
gut von und nach solchen Stationen der deutschen Eiscnbahnen angenommen, die für
den Gepäckverkehr eingerichtet sind und zwischen denen in den Tarifen direkte Sätze
bestehen.

Das Expreßgnt wird aus Eisenbahn-Paketadresse abgefertigt. Die Ausfüllung
der Eisenbahn-Paketadresfe licgt dem Äbsender ob. Auf eine Eisenbahn-Paketadresfe
können bis zu 5 Stücke abgeliefert werden.

Die Annahme ist ansgeschlossen:

a. hinsichtlich der im § 50 II 1, 3 und 4 der Verkehrsordnung verzeichnetcn
Gegcnstände;

b. nach Stationen jenseits einer Grenzzollabfertigiingsstelle;

e. wenn an dem Beförderungswege Orte mit getrennten Bahnhöfen gelegen sind,
zwischen dencn von der Eisenbahn Gepäck nicht überführt wird.

Die im 50 II der Verkehrsordnung verzeichneten Gegenstände wcrden unter
folgenden Bedingungen zur Expreßgutbeförderung zngelassen:

a. die Stücke müssen fest verschlossen sein;

b. derJnhaltder Stückennd der Wert, welcher den Höchstbetrag für die zu zahlende
Entschädigung bilden soll, sind anzugeben und auf der Eisenbahn-Paketadresse zn ver-
merken.

Wird der Wert oder das Jntereffe an der Liefernng anf mehr als 500 Mark an-
gegeben, fo werden die Gegenstände zur Expreßgutbeförderung nicht angenommen.

Von Stationen innerhalb des deutschen Neichs nach badischen Stationen anf
schweizerischein Gebiet und nmgekehrt kann Expreßgut nur ini Verkehr mit Basel Bad.
Bahnhof und Schaffhausen Badische Bahn abgssertigt werden. Die Absender oder
Empfänger müsfen die Zollbehandlung perfönlich oder dnrch Beanftragte bei den Zoll-
stellen der Bahnhöfe in Basel und in Schaffhauseu vornehmen lassen.

Jm Verkehr der aus schweizerischem Gebiet gelegenen badischen Stationen unter
sich kann Expreßgut abgefertigt werden.

Ferner kann Expreßgut im Verkehr zwischen badischen Stationen innerhalb^des
deutschen Reichs und den badischen Bodenfeeuferftationen Dingelsdorf, Hagnau, Jm-
menstaad, Mainan, Meersburg, Staad bei Konstanz, Unteruhldingen und Ueberlingen
Stadt, außerdem zwischen den änf schweizerischeinGebietgelegenen badischenStalioneii
Basel uno Schaffhausen und den genannteii Bodcnseeuferstationen abgefertigt werden.

Z Das Bsstättereigebiet umfaßtl Dis Stadt Heidslbsrg sinschl. des StadtteilZ Neusnhöiin bis
zur Moltie- und Gabslsbergerstraßs, zum Hause Nr. es'der Ziegelhnuser Landstraße, zum Knrlsior, zum
Mresenweg uud Schlatzbsrg, zur erstsu Bisguug am Klingsntsichweg lbeim Wassersalll, zur Alleestratze,
NA ffff^Prweg und zum Fuhrhosweg einschl. (Bei Sendungen nach den in die Neueuheimer- uud
^isgelhauser Laudstratze vom Berge her einmündenden Seitenstraßen wird ein Zuschlag von S Psg. uro
Senduug erhoben.) ^
loading ...