Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1914 — Heidelberg, 1914

Seite: 571
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A 9. Das Einwerfen von Stratzenkehricht oder Hcrushaltungsrchsällen
in die Abortgruben und Abtrittonnen ist strenge verboten.

§ 10. Wegen der Abfuhr des Schnees wird jeweils scitens Ler städtischen
Absuhrnnstalt von Fall zu Fall Las Nötige vorgetehrt werden. Das Aus-
hauen und Sammeln des Schnees und Eises bleibt Sache der Hauseigen-
tümer.

Z 11. Zuwiderhnndlungen gegen die Vorschrist werden gemäß A 87u des P.-St.-
G.-B., Z 8 der Gesundh.-Verordg. vom 23. Dezember 1908 u. Z 366 Zisf. 10 des R.-St.-
G.-B. mit 'Geldstrafe bis zu 60 Mart oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestrast.

§ 12. Diese Borschrift tritt rmt Lcm 1. Januar 1889 in Kraft.

Transpvrk von KohlenfäurLbehälkern und drrgleirhen.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 1. März 1909 auf Grund des H 108 Ziff. 5 P.-St.-
G.-B. und des 8 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B.
ß 1. Behälter, die mit verdichteten oder verflüssigten Gasen gefüllt sind,
dürfen auf den zur öffentlichen Personenbeförderung bestimmten Verkehrseinrich-
tungen nicht befördert werden.

Z 2. Zuwiderhandlungen werden an Geld bis zu 150 Mark oder mit Haft
bestraft.

Dre Rernhalkung der Schlanrrnsannnlep.

Ortspolizeiliche Vorschrift Vom2. September1876 auf Grund des887aP.-St.-G.-B.,
ß 6 der Gesundh.-Verordg. vom 23. Dezember 1908, ß 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B.

§ 1. Das Ablagern von Stratzenkehricht, linrat, Staub, Schutt und Ab-
iällen jeder Art in die städtifchen Kanaleinläufe und Schlammfammler ist
untersagt.

8 2. Uebertretungen wcrden an Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis
zu 14 Tagen bestraft.

Brlastrgung drrrch Rauch, Ruh und üble Nusdnnflungen.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 14. November 1890 auf Grund des 8 366^

R.-St.-G.-B.

§ 1. Die Besiher gewerblicher Anlagen, die bei ihrem Geschäftsbetriebe
nach sachvcrständiger Feststellung durch starkeu Rauch, Dampf oder üble
Gerüche die Luft in einer Lie Gesundheit gesährdenden oder in erheblichem
Grade belästigenden Weise verunreinigen, sind gehalten, auf AnforLern Ler
Polizerbehörde Liejenigen Vorkehrungen zn treffen, die zur Beseitigung
dieser Verunreinigungen als dienlich erscheinen, und sind strafbar, wenn sie
den hierauf bezüglichen Anordnnngen Ler Polizeibehörde nicht oder nicht
vcllständig innerhalb der bestimmten Frist nachkominen.

§ 2. Zuwiderhandlungen werden gemätz K 866^° R.-St.-G.-B. an Geld
bis zu 60 Mk., eventuell mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

Das Badrn im Nerstar.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 1. Mai 1890 in der Fassung vom 10. Oktober 1892
aus Gru"^ der M 92,108 Ziffer 5 P.-St.-G.-B.

Auszug (s. Mitsch, Orts- und Bezirkspolizeiliche Vorschriften S. 42, Verlag

von I. Hörning).

BaLen im offenen Neckar.

8 1. Das Baden im ofsenen Neckar längs der Stadt Heidelberg und des
Ortes Schlierbach mit oder ohne Begleirung eines Fahrzeuges ist nur inner-
halb der durch Pfähle abgegrenzten Badeplätze und unter den durch die
Warnungstafeln festgestellten Beschränkungen gestattet.

§ 12. Jn jeder Anstalt sind gceignete Rettungsgegenstände, mindestens
Stange und Wursleinen, in gutem Zustande bereit zu halten.

An zugänglicher Stelle der Autzenseite der Anstalt ist ein mit Fahrge-
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