Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1914 — Heidelberg, 1914

Seite: 586
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5. Ausn<Hm<m üon dcn unter Ziff. 1 bis 3 gegebenen Vorschriften können
mit Zustimmnng, des Stadtrats vom Wezirksamte zugelassen tverden, wenn
dadurch keine Gefährdung oder Weeinträchtigung des Gehwegverkehrs herbei-
geführt wird.

Ebenso bleibt es dem Bezirksccmte vorbehalten, die vorstehenden Vor-
schriften auch auf bestehende Anlagen der bezeichneten Art zur Anwenduna
zu -bringen und eine entsprechende Abänderung derselben dann zu ,verlangen.
wenn durch Lieselbe der Gehwegverkehr erheblich beeinträchtigt oder gesährdet
wird.

§ 10. H a u sn u m me r. n, S t r a ß e n s ch i ld e r und Laternen.

Jeder Hauseigentümer muß es dulden, datz die Stratzennamen, Haus-
nummern, Gas-, Wasser- und Kabelzeichen, sowie die Bezeichnungen anderer
öffentlichen Einrichtungen irgend welcher Art an seinem Eigentum durch
Einmauern oder auf andere Weise angebracht und ausgebessert, auch die zur
Stratzenbeleuchtung erforderlichen Laternen und die Rosetten der elektrischen
Stratzenbahn dort befestigt werden.

Vor Ler Anbringung ist der Hauseigentümer zu verständigen und ist
dessen Wünschen hinsichtlich der Art und Weise der Anbringung der sraglichen
Gegenstände möglichst 'Rücksicht zu tragen.

§ 11. GefahrdrohenLes Aufstellen von Gegenständeri.

Blumentöpfe und Gegenstände, welche durch Herabsallen Vorübergehende
beschädigen können, Lürfen obne ausreichende Befestigung durch Latten oder
eiserne Stangen nicht auherhalb der Fenstcr oder Balkonbrüstungen uni
Tragsteinen aufgestellt werden.

Fensterläden, seien sie geöffnet oder geschlossen, müssen fest angemacht
werden.

Die Läden des unteren Stockes dürfen in keinem Falle nur bis zur
Hälfte geschlossen werden. Das Oesfnen derselben mutz mit Vorsicht ge-
schehen, damit auf der Stratze Vorübergehcnde durch sie nicht verletzt wcrden.

§ 11a. Die Einzäumung der Grundstücke mit

Stacheldraht.

Zup v. Einfriedigungen von Grundstücken gegen öffentliche Wege und Plähe,

2. x'i. 5 insbesondere solche aus Stacheldraht, dürfen nicht auf eine Weise hergestellt
werden, dah die Sicherheit und Bequemlichkeit des Verkehrs gefährdet ist.

§ 12. Das Feilbieten von Blumen u. s. w. Lurch Kinder.

Das Feilbieten von Blumen, Obst, Backwaren, Zündhölzern und derglei«
chen auf Dtratzen und öffentlichen Plätzen durch Kinder unter 14 Jahren ist
untersagt. (§ 42 d Ws. 5 Gewcrbe-Ordnung).

Eltern, Pflegeeltern und Vormünder sind ftir die Uebertretung diescs
Verbotes durch die Kindcr mit verantwortlich.

§ 13. DerVerkauf vonBackwaren, insbesondere Fasten-

b r e tz e l n.

Den Verkäufern von Backwaren (insbesoudere Fastenbretzeln) ist das
Feilbieten ihrer Waren auf den Stratzen und öffentlichen Plätzen hiesigcr
Stadt nur an den vo'in Bezirksamt im Bene'hmen 'wit dem Stadltratc
bestimmten Aufstellungsorten gestattet, im übrigen aber, sowie insbcsondcrc
das Feilbieten der Waren aus den Stratzen im Umherzieben verbotcn.

Erg. v. Äls Ausstellungsorte sür die Verkäufer von Backwaren (insbesondere von
s.xi.ö Faftenbretzeln) sind folgende Plätze bestimmt:

1. der Wredeplast,

2. der MaVffüatz,

3. der Kornmarkt,

4. der Karlsplatz,

5. der Platz am Eingang der alten Brücke,

6. Ler Jubiläumsplatz,

7. Ler Wilhelmsplatz,

8. >Ler Platz vor dem südwestlichen Schlotzeingang,
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