Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1914 — Heidelberg, 1914

Seite: 597
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Bei Uebertretung dieser Vorschrift werden sowohl die Bcsitzer der Stein-
wagen, als die Führer üerselben bestraft.

iZ. Es ist untersagt, den alten Schloßberg mit Droschken oder Fuhrwer-
lcn zu befahren, sofern nicht eines der anstotzenden Hnuser selbst der Aus-
gangs- und Zielpunkt der Fahrt ist.

6. Das rasche Fahren auf der neuen und alten Schloßbergstratze ist ver-
öoten.

Z 81. Besondere Vorschriften sür das Befahren
einzelner Stratzen.

1. Die Kisselgasse ist für jeden Fuhrwerksverkehr gesperrt. Kass. v.

1a. Die vor dem Schulhaus gelegene Strecke der Vangerowstraße (zwischen

Bluntschli- und Kirchstraße) ist für jeden Fuhrwerksverkehr gesperrt. 24.x.8

2. Die südlich des Universitätsgebäudes am Ludwigsplatz hinziehende
Straße und

3. die Augustinergasse von dcr Seminarstraße bis zur Hauptstraße sowie FstT-

3a. die Mittelstraße zwischen der Lindengasse und der Dossenheimer Landstraße Erg.v.

ist für den durchgehenden Fuhrwerksverkehr gesperrt. s. xi'. 12

4. Die Sandgasse darf nur in Ler Richtung von der Hauptstrahe aus,

5. die Florin- und Apothekergasse nur von der Jngrimstratze aus,

6. die Hirschstraße nur vom Marktplatze aus und von der Oberen Neckarstraße Zust v.
her durch die Mönchgasse,

7. die Pfaffengasse nur van der Unteren Straße aus,

8. die Ober-e Faule Pelzgasse nur von der Schlotzstratze aus,

9. die Schneidmühlstratze nur von der Bergheimerstratze aus,

10. die Bauamtsgasse nur von der Untererr Neckarstratze aus, Fass- v.

nicht aber umgekehrt befahren werden.

§ 82. Befahren der Bergheimer Stratze.

Das Befahren der Bergheimer Stratze mit den städtischen Abfuhrwagen,
sowie mit den Schotterfuhrwerken ist auf der Strecke von der Rohrbacher
Stratze bis zur Römer- und Mühlstratze verboten, ausgenommen, wenn
mnerhalb der bezeichneten Strecke die Bergheimer Stratze selbst oder eine
Seitenstratze derselben das Ziel der Fahrt ist.

Die bezeichneten Fuhrwerke haben die Userstratze oder die Bahnhosstraße
nebst den Zufahrtsstratzen zu benützen.

Z 83. Ansahren zum Theater, zu Bällen und Konzerten

u. s. w.

Das Anfahren zum Theater hat im Schritt und in der Weise zu ge-
fchehen, datz nicht in der Theaterstratze umgewendet wird.

Beim Aöholen haben sich die Wagen oberhalb des Theaters aufzustellen
r.nd dürfen erst öann vorfahren, wenn sich das Publikum zum grotzen Teil
cntfernt hat. welchen Zeitpunkt der diensttuende Polizeibedienstete bezeichnen
wird.

Bei Bällen, Korizerten, Versammlungen und dergleichen haben sim die
Fahrenden bezüglich des An- und Abfahreirs nach den besonders getroffenen
Vovschriften, be.zw. den Anordnlungen der Polizeibediensteten zu ri-chtet^.

§ 84. Sperren der Wagenräder beim Herabfahren vom

Sch10 ßberg u. f. w.

Das Herabfahren mn -Fuhr-Werken ohne Sperre von dem Schlotzberg,
von dem Klingentor an auf dem Wege über die Eifenbahn bis zur Ecke der
Graoengasse und Seminarstratze, von der alten Neckarbrücke, von der Bre-
meneck-gasse bis zur Oberbadgasse, von dem Philosophenweg und der H'rsch-
gasse, ferner bei den Einfahrten in sämtliche nach dem Neckar ziehenden
Gassen, namentlich in die Leyergasse, Fischergasse, nach dem Heumarkt, rn
die Marst^llstratze, Schifsgasse, Brunnengasse u. s. w. ist verboten.

§ 86. Betreten der G a r r: i s 0 n - U e b n n g s p l ä tze.

Das Fahren und Reiten über die Garnison-Ucbungsplähe ist untersagt.

Während der Dauer der militärischen Uebungen ist aus diesen Plätzen
auch das Gehen und Radsahrcn verboten.

8 86. F i s ch e n.

Das Fischen von den Neckarbrücken aus ist verboten.
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