Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1915 — Heidelberg, 1915

Seite: XXVI
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Jm Stadtgarten.

(An der Gartenmauer hinter dem Wirt-
schaftsgebäude):

Dem Andenken

des Stadt-Directors Frhr. von Fischer
der sinnig und beharrlich
währeud knrzer Wirksamkeit
dem Entstehen dieser freundlichen Anlage
die thätigste Theilnahme widmete.
NV600XXXI.

Sophienstraße Nr» 12.

N. Friedreich
Ehrenbürger der Stadt,
baute sich dieses Haus 1877—79
und starb daselbst am 6. Juli 1882.

Jm Seegarten.

(Granitstein)

Zum dankbaren Andenkeu
an

Gartendirektor
Joh. Metzger.

Er wirkte unermüdlich,
sinnig und erfolgreich
für die Vervollkommnung
Unseres Landbaus
nnd

für die Verschönerung
der Umgebungen
Unserer Stadt.

1851.

Rohrvacher Straße Nr. 57.

Zur Erinnerung an die Heidelberger Maler
Ernst Fries 1801—1833
Bernh. Fries 1820—1879.

Neuenheimer Landstraße Nr. 32.

Hier wohnte

Heinrich von Treitschke
1872—1874.

Am Schlößche» in Handschuhsheim.
Jn diesem Hame wurde der Maler
Karl Rottmann
Sohn des Zeichenmeister
Friedrich Rottmann
am Il.Januar 1798 geboren.

An der Neuen Schloßstraße.

Dem Andenken des Freundes und Wohl-
thäters der Stadt Heidelberg
Dr. med. Hermann Kleinschmidt
geb. in Hcidelberg 181E gest. daselbst 1869,
welcher durch letzten Wrllen sein ganzes
Vermögen zur Verbesserung und Verschö-
nerung seiner Vaterstadt schenkte, woranf
dasselbe in den Jahren 1873—1875 durch
Beschluß des Stadtraths zur Herstellung
dieses Schloßweges verwendet wurde,
widmet diese Tafel die dankbare Bürger-
schaft 1876.

Auf dem Schloß.

(Am gläsernen Saalbau.)

Dem Andenken an
Karl Graf von Graimberg
geb. zu Schloß Paar in Frankreich 1774
gest. zn Heidelberg 1861
widmet diesen Denkstein in dankbarer An-
erkennung der Verdienste, dis er sich um
diese Ruinen als Künstler durch seine bild-
lichen Darstellungen und als schützender
Freund erworben hat,
die Stadtgemeinde Heidelberg.

Auf dem Schloß.

(Jm Stückgarten.)

An diesem Orte weilte Goethe mit Vorliebe, iinnend und dichtend in den

Herbsttagen 1814 und 1815.

„Auf der Terrasse hochgewölbten Bogen
War eine Zeit sein Kommen und seinGehn;
Die Chiffer, von der lieben Hand gezogen,
Jch fand sie nicht, ste ist nicht mehr zu sehn.

O schließt euch nun, ihr müden Augenlider,
Jm Dämmerlicht der fernen schönen Zeit
Umtönen mich des Freundes hohe Lieder,
Zur Gegenwart wird dis Vergangenheit."

Marianne Willemer (Suleika) aus ihrem hier entstandenen Gedicht v. 28. Aug. 1824.

Zur Erinnerung an den !50. Geburtstag Goethes, den 28. August 1899
und die aus Anlaß desselben in Gegenwart Jhrer Königlichen Hoheit des Groß-
herzogs Friedrich und der Großherzogin Luise von Baden stattgefundene städtifche
Goethe-Feier und die von Kuno Fischer gehaltene Festrsde
am 29. Oktober 1899.
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