Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1915 — Heidelberg, 1915

Seite: 570
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1915/0630
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
570

5. Für Auswechslung, Abfuhr, Entlceruug und Reinigung einer
Tonne mit tierischen Absallstoffen (Z 5 der ortspolizeilichen Vorschrist
vom 14. Januar 1890).

8- Für die Grubenentleerung:

1. Für die gewöhnliche Entleeruug der Grube mittelst

der Maschine.1 Mk.

2. Für die Entfernung des in den Gruben zurückgeblie-

benen Bodensatzes, sowie von Scherben, Schutt und dergl. . 4 Mk.

3. Für die Entleerung solcher Gruben, deren Jnhalt

aus Wasser besteht (von Wasserklosets).2 Mk.

20

Pro el uu.
Pro ebiu.
Pro ci»m.

Die Nbfuhr des Nehrichts, des Schnees und der
HsushÄltungsabfälle.

Ortspolizeiliche Vorschrift vonr 6. Dezember 1888 auf Grund des § 87aP.-St.-G.-B.,
tz 366 Ziff. 10 R.-St.-G.-B. und § 8 der Gesundh.-Verordg. vom 23. Dezember 1908

8 1. Die Abfuhr des Kehrichts und Schnees, welche sich bei der Rei-
nigung der Fnhrbahnen und Gehwege Lurch die in 8 2 der ortspolizeilichen
Vorschrift vom 22. Dezember 1865*) bezeichnetsn Personen ergeben, sowie der
Haushaltungsabsälle, besorgt Lie Stadtverwaltung, ohne hierfür ein Entgelt
zu erheben. Sie macht der Polizeibehörde einen städtischen Bediensteten
namhaft, welcher üer letzteren gegenüber für Erfüllung gegenwärtiger orts-
polizeilicher Vorschrift verantwortlich ist.

§ 2. Das städtische Abfuhrperfonal hat die Verpflichtung, nach einem
seitens der städtischen Verwaltung von Zeit zu Zeit zu veröfsentlichenden
Fahrplan die Straßen der Stadt mit Wagen zu befahren, welche zur Auf-
nahme des Kehrichts und der Haushaltungsabfälle dienen.

Die zur Abfuhr bestiiMnten Wagen müssen abfolut undurchlässig, mit
gut fchließenden Deckeln, sowie gut sichtbaren Nummern versehen fein und
stets in dichtem und brauchbarem Zustande erhalten werden.

Z 3. Die Abfuhr beginnt in der Zeit vom 1. Mai bis 1. Oktober morgens
um 6 Uhr, in der Zeit vom 1. Oktober bis 1. Mai morgens rnn- 7^ Uhr und
wird derart betrieben, Laß die Abholung in jedem Hause dreimal in der
Woche erfolgt.

Z 4. Der Kehricht und die Haushaltungsabfälle sind von den Einwoh-
neru der Stadt in befonderen Behältern bereit zu halten, welche zn den im
Fahrplan der Abfnhr festgesetzten Abholungszeiten unmittelbar hinter einem
nach der Straße gerichteten Haus-, Hof- oder Garten-Mngange (eventuell
in dem unmittelbar hinter dem Vorderhaus gelegenen Hofraum) zu ebener
Erde aufgestellt werden müssen.

8 5. Die Hausbewohner haben dafür zu forgen, daß das Abfuhrpersv-
nal die betreffenden Eingänge offen findet, daß dasselbe die Gefäße leicht
wahrnehmen, und daß das Äufladen ihres Jnhalts ohne Verzug gefchehen
kann.

8 6. Die den Kehricht nnd die Abfälle enthaltenden Gefäße müsien
vollständig dicht, haltbnr und mit zwei Henkeln versehen sein. Sie dürfen
bis zn ihrem oberen Nanbe nicht mehr als 50 Liter Jnhalt haben und höch-
stens bis zu 5 Zentimeter unter diesen Rand gefüllt werden.

§ 7. Das Abfuhrperfonal ist verpflichtet, in jedem Hause die Gesäße,
welche obigen Bestimmun-gen entsprechen, aus der unmittelbar an der Strahe
gelegenen, offenen Haus-, Hof- oder Gartenflur (eventuell aus dem- un-
mittelbar hinter dem Vorderhaus ge-legenen Hofraum) zu holen, sie zu ent-
leeren und sodann wieder an diese Stellen zurückzutragen.

Z 8. Ausgeschlossen von der unentgeltlichen Aüfuhr sind die gewerb-
lichen Abfälle der Klein- und Großindustrie und zwar fowohl Feuerungs-
rückstände, als Materialabfälle sowie Baufchutt.

*) Jstzt 8 73 Str.-Pol.-O. für Heidelberg vom 1, Juni 1902.
loading ...