Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim, Schlierbach und Handschuhsheim sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1915 — Heidelberg, 1915

Seite: 595
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ß 7L. Verbot -es Auslegens von Wäsche, Betten und

de r gl e i che n*).

Es ist verboten, nach 8 Uhr morgens Betten, Wäsche, grötzere Teppiche
und ähnliche Gegenstände aus Straßen und össentlichen Plähen, an den
Fenstern der Häuser oder sonst in össentlich sichtbarer Weise auszuhängen
oder auszulegen.

VI. Neinigung der Straßen und Abfuhr des KehrichLs.

^ 73. Allgemeines.

Die Reinigung der össentlichen Stratzen und Plätze liegt, soweit dieselbe
nicht von der Stadtgemeinde besorgt wird, den Bewohnern der an den Stra-
tzen und Plätzen liegenden Hauser ob.

Die Verbindlichkeit des Reinigens erstreckt sich aus den ganzen Teil des
ösfcntlichen Weges längs der Häuser, Höfe, Gärten oder privateigentüm-
lichen Grundstücke bis in die Mitte der Stratze.

Bei unl>ewohnten Gebäuden, sowie bei allen Stallungen, Remisen, Gär-
ten u. s. w. hat der Eigentümer, bezw. der Benützer derselben sür das Keh-
ren zu sorgen.

Die Haus-- und Grundeigentümer, beziv. deren zuvor zu benennende
Ztellvertreter, haben dasür zu sorgen, datz diese Verbindlichkeit gehürig er-
süllt wird.

O r t s st a r u t.

(Diesem für den Gemeindebezirk der Stadt Heidelberg mit Zustimmung des
BürgerausschusseS vom 30. Dezember isor auf Grnnd dss K 96 der Städteordnung über
die Straßenreintgungspsticht crlassenen Ortsstatnt wurde durch Erlaß Großh. Mini-
steriums des Jnnern vom 26. Fsbruar 1908 Nr. 8806 die Genehmigung erteilt.)

Die Eigentülner der an die Ortsstratzen grenzenden Grundstücke sind ver-
pslichtet, dis vor ihrem Besintunr ziehenden Slraßenstrecken nach Maßgabe
der darüber bestehenden polizcilichen Vorschriften zu reinigen und in einer
deil Jnteressen der öffentlichen Gesundheit i-nd Ordnung dienenden Weise zu
unterhalten, soweit nicht die Stadt diese Verpsiichtung übernommen har.

8 74. Zeit und Art der Gehwegre:nigung.

1. Sämtliche Gchwege der Stadt (ohne Unterschied ob Haupt- und Nc»
Lenstratzen) sind an allen Werktagen:

m der Zeit vom 1. Oktober bis 1. April morgens vor 9 Uhr und in der
Zeit vom 1. April bis 1. Oktober morgens vor 8 Uhr, und Samstags über-
oies auch nachmittags 5 bczw. 6 Uhr zu reinigen.

2. Das Reinigen der Gehwege hat in nachbarlichem Einvernehmen soviel
als möglich zu gleicher Zeit und so zu geschehen, datz die Gehwege gehürig
rcin sind. Bei trockener Witterung sind üie Gehwegflächen Vor der Reini-
gung zur Verhinderung des Ausstäubens mit Wasser zu begietzen.

3. Alle auf die Stratzen führerrden Kändel und Winkel sind jeden Tag
:nit ersteren gleickHeitig zu reinigen.

Der von den GehWeaen ^u
bahn gebracht werben.

^n^^ernenbe ^chnrnH barr nichl an^ nle


§ 75. Begietzen der Stratzen.

Beim Eintritt der heißen Jahreszeit und anhaltenüer Trockenheit sind v.
die Straßen und Gehbahnen mindestens einmal täglich unD zwar zwis^n
6 und 8 Uhr abends mit srisckfem Wasscr zu begießen.

Jn der Hauptstratze, dcr Sophien- und Leopoldstraßc hat dieses auch
noch morgens zwischm 7 und 8 Uhr zu aeschchcn.

Bezüglich der Vcrpslichtung zum Begicßen ist § 73 matzgebend.

8 76. Beseitigung von Eis und Schnee.

Bei eintretendem Schncewctter oder bei strenger Kälte sind die Geh>
wcge vor den Häusern durch die Hauseigeiltümer insoweit von Eis uud

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°) Gilt sür das Gsbiet der früheren Eemeinde HandsKn.hsheim nicht.
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