Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, den Siedlungen Pfaffengrund und Pfädelsäcker sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1924/1925 — Heidelberg, 1924

Seite: XXIII
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Untere SLraße Nr. 16.

Jn diesem Hause hat
der Dichter

Christian Friedrich Hebbel
im S.-S. 1836 als stud. jur.

der Ruperto Carola von
April—September gewohnt.

Heumarkt Nr. 1 (Goldeues Roß).
Jn diesem Hause wohnte
zu wiederholten Malen
Berthold Auerbach.

Augustinergaffe Nr. 7.
Hier weilte und wirkte
als Gründer und Leitsr
des Archäologischen Museums
Kar! Bernhard Stark
1868—1879.

Jn den gärtnerischen Anlagen aus denr
Ludwigsplatz.

Hier

stand das um die
Mitte des 18. Jahr-
hunderts gegründete
Augustiner Kloster,

1555 in das LoIIsZiuln
Lamoiitias umgewandelt
und 1693 zusammen mit
der Stadt zerstört.

Jm Jahre 1912 sind diese
Gartenanlagen aus einer
Stiftung des 1890 ver-
storbenen Stadtrats Chr.

Heinrich Sommer
geschaffen
worden.

Grabengaffe Nr. 9.

Der Geschichtschreiber und Lehrer an der
Hochschule zu Heidelberg
Fried. Christof Schlosser
Lewohnte dieses Haus als Eigenthümer
vom Jahre 1819—1853.

Am Eck der Stützmauer der alten
Kaserne, Schloßberg Nr. 4.
Abbildung des Keltertors mit folgendem
Text:

Hier stand bis zum
Jahr 1877 ein Tor
mit Ueberbau, das
Keltertor.

Verein Alt-Heidelberg.

Plöck Nr. 68.

Zur Erinnerung an
Joh. Kaspar Bluntschli
geb. 7. März 1808 in Zürich
gest. 21. Oktober 1881 in Heidelberg
Bewohner und Eigsnthümer dieses Hauses
von 1868 dis 1881.

Plöck Nr. 50.

Hier wohnte
Adolf Kußmaul
Ostern 1888—28. Mai 1902.

Plöck Nr. 79.

Jn diesem Hause wohnte der Chemiker
Hermann Kopp
von 1867—1892.

Hauptstraße Nr. 97 (Städt. Sammlg.).

Hier wohnte

Maximilian Josef v. Chelius
von 1830—1876.

Hauptstraße Nr. 78.

Jn diesem Hause wohnte
Robert von Mohl,

Lehrer der Staatswissenschaften an der
Heidelberger Hochschule
in den Jahren 1847—1861.

Märzgasse Nr. 18.
C. A. v. Vangerow
1840—1870.

Hauptstraße Nr. 52.

Jn diesem Hause hat
Kirchhoff 1859

seine mit Bunsen begründete Spektralana-
lyse auf Sonne uno Gestirne gewandt und
damit die Chemie des Weltalls erschlossen.

Plöck Nr. 65.

Jn diesem Hauss wohnte
David Friedrich Strauß
von 1854 bis 1860.

Plöck Nr. 55

am Chemischen Univ.-Laboratormm.
Jn diesem Hause wohnte der Chemiksr
R. W. Bunsen von 1855—1888.

Leopoldstraße Nr. 41.

Hier wohnte
Richard Rothe

von 1861 bis zu seinem Todc 1867.

Leopoldstraße Nr. 5.

Georg Gottfried Gervinus
bewohnts dieses Haus in den Jahren
1860—1871.
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