Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, den Siedlungen Pfaffengrund und Pfädelsäcker sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1924/1925 — Heidelberg, 1924

Seite: XXXIV
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Stadtteil Handschuhsheim.

SLand auf 31. Dezember 1923:

Zahl der Gebäude: 2818
und zwar 1892 von Stein,

„ „ 329 „ Steinriegel,

„ „ 597 „ Holz.

Feuerversicherungsanschlag: 20,897,600 Mark.

Jm Jahre 1810 betrug die Zahl der Häuser in Herdelberg (d. h. ausschließlich der
Kirchen, Tore nnd Türnie) 1191 mit einem Feuerversicherungs-Anschlag von
2,126,800 Gulden.

Anfang 1922 haben in Heidelberg, einschl. Neuenheim, Schlierbach und

Handschuhsheim:

4431 Häuser die Wasserleitung eingerichtet. Außerdem stnd 61 öffeutliche
Brunnen, 12 öffentliche Springbrunnen, 2 hydraulische Aufzüge, 57 Hydrant-
kandelaber, sowie 858 Hydranten vorhanden.

Gtmarknng.

Die Gemarkungsfläche der Stadt Heidelberg (einschl. der Stadtteile Neuenheim,
Handschuhsheim, Wieblingen und Kirchheim) beträgt nach der neuesten Feststellung
7710 lla 67 L 06 gm und verteilt sich auf die einzelnen Kulturarten wie solgt:

1) Hosreiten.

2) Hausgärten ......

3) Gartenland.

4) Ackerland .......

5) Wiesen, Grasland und Grasrain

6) Weinberge.

7) Kastanienpflanznngen .....

8) Unüberbaute Haus- und Arbeitsplätzc .

9) Fischweiher und Teiche ....

10) Steinbrüche, Kies- und Lehmgruben .

11) Wald und dazu gehöriges Gelände

12) Felsen, Steinriegel und Odungen

13) Märkte, Spazierwege, Kirchhöfe, Staats- und

andere Straßen, Feldwege und Eisenbahnen

14) Neckarhälfte mit Vorland, Kanäle und Leinpsade

ba a gm
262 79 71
149 80 51
180 47 51
3089 20 04
228 12 13
105 76 90
51 64 11
42 85 58
11 70
8 49 11
2803 14 48
19 27 68

554 16 12
194 80 48

Summa 7710 67 06

Die Gemarkung setzt sich aus 25,147 Eigentumsstücken zusammen.

Waldungen.

Distrikt I „Heidelberger Wald". 1839,1890 lla

Distrikt II „Reuenheimer WaSd". 203,7794 im

Distrikt III „Haudschuhsheimer Wald". 732,0443 lla

Die Erhebung über dis Mseresfläche geht von 120—570 Meter und be-
trägt im Mittel ca. 350 Meter.

Boden: Buntsandftein auf Granit, an wenigen Orten nur Granit, in
Distrikt III etwas Porphyr.

Holzarten. Distrikt I: Buche37°/<>, Forle bo/», Eiche 13°/o, Fichte 22°/o,
Tanne8°/o, Kastanie 3°/o, Birke3°/o, Lärche 2°/o, Stroba, Douglasie und andere
Exoten 4°/».

Distrikt II u. III: Buche 15°/o, Eiche 11°/«, Hainbuche 4°/«, Kastanie 2°/«,
sonstiges Laubholz 4°/», Forle 50°/o, Lärche 3°/o, Fichte 8°/o, Tanne 2°/°, sonstiges
Nadelholz 1°/o.

Betriebsart: Der ganze Wald wird als Hochwald mit lOOjähriger Um-
triebszeit bewirtschaftet.
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