Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, den zur Stadt gehörenden Siedlungen sowie dem angrenzenden Teile der Gemeinde Rohrbach für das Jahr 1926 — Heidelberg, 1926

Seite: XIX
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XIX

Jm Stadtgarten.

(An der Gartenmauer hinter dem Wirt-
schaftsgebäude):

Dem Andenken

des Stadt-Directors Frhr. von Fischer
der sinnig und beharrlich
während kurzer Wirksamkeit
dem Entstehen dieser freundlichen Anlage
die thätigste Theilnahme widmets.
NV066XXXI.

Sophienstraße Nr. 12.

N. Friedreich
Ehrenbürger der Stadt,
baute sich dieses Haus 1877—79
und starb daselbst am 6. Juli 1882.

Jm Seegarten.

(Granitstein)

Zum dankbaren Andenken
an

Gartendirsktor
Joh. Metzger.

Er wirkte unermüdlich,
sinnig und erfolgreich
für die Vervollkommnung
Unseres Landbaus
und

für die Verschönerung
der Umgebungen
Nnserer Stadt.

1851.

Rohrbacher Straße Nr. 57.

Zur Erirmerung an die Hcidelberger Maler
Ernst Fried 1801—1833
Bernh. Fries 1820—1879.

Neuenheimer Landstraßc Nr. 33.

Hier wohnte

Heinrich von Treitschke
1872—1874.

Bergstrsßs Nr. 36.

Dieses Haus baute sich 1873
Herrnann Köchly
o. Pros. dsr klass. Philologie
in Heidelberg 1864—1876
Rsformator der Bad. Gymnasien
Mitglied des 1. Deutsch. Reichstags.

Am Schlößchen in Handschuhsheim.

Jn diesem Hauis wurde dsr Maler
Karl Rottmann
sohn des Zeichenmeister
Friedrich Rottmann
am Il.Jauuar 1798 geboren.

An der Nenen Schloßstraßs.

Dem Andenken des Freundes und Wohl-
thäters der Stadt Heidelberg
Dr. med. Hermann Kleinschmidt
geb, in Heidelberg 1816, gest. daselbst 1869-
welcher durch lctzten Wrllen sein ganzes
Vermögen zur Verbesserung und Verschö-
nerung seiner Vaterstadt schenkte, worans
dasselbe in deu Jahren 1873—1875 durch
Beschluß deS Stadtraths zur Herstellung
dieses Schloßweges verwendet wurde,
widmet dicse Takel die dankbare Bürger-
schasr 1876.

Auf dem Schloß.

(Am gläserncn Saalbau.)

Dem Andenken an
Karl Graf von Graimberg
geb. zu Schloß Paar in Frankreich 1774
gest. zu HeidelbeM 1864
widmet diesen Denkstein iu dankbarsr An-
erkennung der Verdienste, die er sich um
diese Ruinen als Künstler durch seine bilo-
lichen Tarstellungen und als schützender
Freund erworben hat,
die Stadtgememds Heidelberg.

Auf dem Schloß.

(Jm Slückgarten.)

An diesem Orte weilte Goerhe mit Vorliebe, sinnend uud dichtend in den
Herbsttagen 1814 und 1815.

„Aus der Terrasse hochgewölbten Bogen ^ O schließt euch nun, ihr müden Augenlider.
War eine Zeit iein Kommen und seinGehn; j Im Dämmerlickt der fernen schönen Zeit
Die Ehiffer, von der lieben Hand gezogen, ^ Umtönen mich des Freundes hohe Lieder,
Jch sand sie nicht, ste ist nicht mehr zu sehn.! Zur Gegenwart wird die Vergangenheit."

Marianne Willemer (Suleika) aus ihrem hier entstnndencn Gedicht v. 28. Aua 1824,
Zur Erinnerung an den !50. Geburtslag Goethes, den 28. Augusl 18ck^
uuß die aus Anlaß desselben in Gegenwart Jhrer Königlichen .Hoheit des Groß-
herzogs ^riedrich und der Großhcrzogin Luise von Baden stattgcfundene städtische
Goelhe-Feier und die von Kuno Fischer gehallene Festrede
am 29. Oktover 1899.
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