Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach un den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1927 — Heidelberg, 1927

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1662. Erster lutherischer Gottesdienst in der Providenzkirche.

1664. Erbauung des zweiten Großen Faffes unter Kurfiirst Kar! Ludwig.

24.Oktbr. 1688. Uebergabe der Stadt an die Franzosen unter Marschall vurus.

2. März 1689. Zerstörung des Schlosses, der Neckarbrücke und eines Teiles der Stadt durch die Franzosen
unter Nelao.

22. Mai 1693. Zerstörung der ganzen Stadt und des Schloffes ducch die Franzosen.

1701. Grundsteinlegung zu dem jetzigen Rathaus unter Kurf. Joh. Wilhelm.

Juli—Dez. 1702. Aufenthalt der Römischen Königin, späteren Kaiferin, Wilhelmine Amalie, während ihr
Gemahl Joseph I. Landau belagerte.

1702. Anlage des Judenkirchhofes im Klingenteich.

1703. Grundsteinlegung zu dem Jesuiten-Kollegium (jetzt Dckanei und Ober-Realschule) unter
Kurfürst Johann Wilhelm.

1705. Errichtung einer Scheidemauer in der Heiliggeistkirche zwischen Chor und Schiff unter
Kurfürst Johann Wilhelm.

1709. Wiederherstellung der Neckarbrücke unter Kurfürst Johann Wilhelm.

1709. Grundsteinlegung zu der Jesuitenkirche unter Kurfürst Johann Wilhelm.

1712. Grundsteinleg. z. d. neuen Üniversit.-Gebäude unter Kurfürst Joh. Wilhelm.

1714. Erbauung dcs Bürgerspitales (jetzt Frauen-Armenhauses) und der St. Anna-Kapelle unter
Kurfürst Johann Wilhelm.

1715—17. Erbauung der alten Üniversitäts-Bibliothek als katholisches Gymnastum unter Kurfürst
Johann Wilhelm.

4. Sept. 1719. Kurf. Karl Philipp nimmt den Reformierten das Schiff der Heiliggeistkirche gewaltsam weg.
dcr Scheidemauer.

12. April 1720. Verlegung der Residenz von Heidelberg nach Mannheim durch Kurfürst Karl Philipp.

19. April 1720. Nach Wiederaufrichtung der Scheidemauer Besitznahme des Schifses der Heiliggeistkirchr

durch die Reformierten.

1730. Erbauung des Karlschen Konvikts (jetzt Breitwieser) am Klingenthor.

August 1735. Hauptquartier des Prinzen Eugcn in Heidelberg.

1750. Vollendung des Baues der Jesuitenkirche unter Kurf. Karl Theodor.

1750. Erbauung dcs neuen Jesuiten-Kollegiums (Kaferne).

1751. Erbauung des Mannheimer Thores (am Westende der Hauptstraße) unter Kurfürst Karl
Theodor.

1751. Erbauung des heutigen Großen Fasses unter Kurfürst Karl Theodor.

24. Juni 1764. Einäscherung der Renaissancepaläste des Schlosses durch eincn Blitzstrahl.

2. Oktbr. 1775. Grundsteinlegung zum Karlsthor durch Kurfürst Karl Theodor.

27. Febr. 1784. Zerstörung der hölzernen Neckarbrücke durch einen Eisgang.

1786—1788. Erbauung der heutigen steinernen Neckarbrücke.

1795. Einführung der ersten Straßenbeleuchtung in der Stadt.

1799. 8. März bis 18. Mai, u. 25. Aug.bis 13. Septbr. Französische Besatzung.

16. Oktbr. 1799. Sturm der Franzosen auf die von den Oesterreichern verteidigte Neckarbrücke.

13. Mai 1803. Karl Friedrich erläßt das Organisationsedikt über die wissenschaftlichen Lehranstalten.

Wiederherstellung d. Universität durch Refkript d. Kurf. Karl Friedrich.

27. Zuni 1803. Einzug des Markgrafen Karl Friedrich von Baden in Heidelberg.

21. Nov. 1808. Du- Gymnasium wird aus dem früheren reformicrten und dem katholischen Gymnasium
neugebildet.

7. Dez. 1813. Fürst Wrede, bayr. Feldmarfchall, geboren 'zu Heidelberg im heutigen Großh. PalaiS, als
Sohn des kurpfälzischen Landfchreibers von Wreden, zieht nach feiner Wiedergenesung in Hei-
delberg ein; Bürger und Studenten ziehen ihm entgegen, die Stadt empfängt ihn feierlich.
5.-25 Juni 1815. Aufenthalt dcs Hauptquartieres der Kaiser Franz v.Oesterreich u. Alexander von Rußland und
des Königs Friedrich Wilhelm III. Von Preußen.

14. Zuni 1815. Erste festliche Beleuchtung der Schloßruinen und der Neckarbrücke mit Holzfeuer, zu

1816. Ein Teil der 1623 nach Rom verbrachten Handfchriften der Univerfitäts-Bibliothek wird
zurückerstattet.

1818. Gründung der Gefellschaft für Naturwissenschaft und Heilkunde zu Heidelberg (1847
singegangen).

1824. Großes Hochwasser.

1827. Abbruch des Mitteltorturmes (Hauptstr., an der Gr. M».Uelgasse).

25. Aug. 1828. Einweihung des Gebäudes der Museums-Gesellschast.

Septbr. 1829. Vcrsammlung deutscher Naturforscher und Aerzte.

9. Mai 1830. Einzug des Großherzogs Leopold, der Großherzogin Sophie und deS Markgrasen wcax in
Heidelberg; 10. Mai Beleuchtung der Schloßruine mit Holzfeuer.

1. April 1831. Gründung der Städt. Sparkaffe und des Städt. Leihhaufes.

19. April 1832. Grüudung der Gesellschaft „Bürgerl. Kasino", später „Harmonie".

19. Juli 1832. Gründung der „Harmonie-Gesellfchaft".

28. Sept. 1832. Grundsteinlegung zum Königsstuhlturm.

1835. Errichtung der städtifchen Bürgerschule.

12. Sept. 1840. Eröffnung der Eisenbahnstrecke Heidelberg-Mannheim.

1842. Verlegung der Jrrenheilanstalt von Heidelberg nach der Jllenau.

10. April 1848. Eröffnung der Eisenbahnstrecke Heidelberg-Karlsruhe.
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