Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

Seite: XXXII
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1690-1716 Joliann WilhelttU M'b. 1688.

Berloot den Hof nach Dlisseldorf.

Abermaligcr Etnbrnch der Franzosen 1693.

1698 kehrt er zurück. Unter ihm erhebt sich das neue Heidelberg samt Rathaus,
Jesuitenkirche, Hospital St. Anna »nd Universität, dte nach ihm „Uomus
^Vilbelmiaim" heipt. Seine großen Residenzpläne in der Ebene bleiben
unausgesührt. Religionskämpfe und Auswanderungen nach Amerika in
Folge der Kriegszeiten.

Gemahlin: 1) Marta Anna von Oestcrrelch, Schwester des Katsers Leopolds I-,
2) Anna Josepha, Tochter des Grostherzogs von Floreuz.

1716-1742 Karl Philipp, geb. 1661.

Errichtet die Marienstatue auf dem Kornmarkt 1718, weiterer Ausbau der Stadt,
dte Pläne für den Wiederaufbau des alten Schlosses, der grosten Zu-
fahrtsstraste dazu und für den Bau des Dikasterialgebäudes für die
Ministerien müssen wegen dem Fortzug unterbleiben.

Verlegt 1720 den Hof nach Mannheim.

Gemahlin: 1) Eharlotte von Radziwtl, Witwe des Markgrafen von Brandenburg,
2) Theresta Katharina Lubomirska von Polen.

1742—1799 Karl Theodor, geb. 1724.

1764 Blitzschlag ins Schlost.

1778 81 sv>.t>.t-Tl!eodor(Karls-)Tor.

1786/88 „Alte Brücke" (Karl-Theodor-Brücke). Gründung zahlreicher Jndustrien
(Savonneriefabrik, Krappfabrik, Seidenfabrik usio.).

Nach der 1777 erfolgten Wtederveretnigung von Pfalz und Bayern regiert er
in München.

Gcmahltn: 1) Maria Elisaüetha Augusta von Sulzbach,

2) Marta Leopoldine von Oesterreich.

Mit ihm erlischt die Linie Pfalz-Sulzbach.

1799—1803 Max(imiltan) Josef von Pfalz-Birkenfeld-Zwetbrücken, geb. 1756.

f 1825 als Köntg von Bapern.

Gemahlin: 1) Maria Wilhelmina Auguste von Hessen-Darmstadt,

2) Frederike Wtlhelmtne Karoline von Baden.

1803 ging dte rcchtsrheintsche Pfalz mit Heidelberg und Mannheim an Baden über.
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