Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

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I. ph. K. rrintz:

errichtet und die Schiffbrückenorduung vvn
1689 durch liurfürst Iohann wilhelm hier-
für erneuert. 1708 mußte sie der neuen festen
Vrücke weichen und mit ihr verschwand die
letzte Schiffbrücke aus dem Stadtgebiet kfei-
delberg.

Mit den verhandlungen die Schiffbrücken
betreffend, gingen Lrroägungen über die
rvicderherstellung der „ruinierten" feften fdrit-
tens Brücke parallel. Schon am 20. Vovember
1689 hat infolge erhaltenen Kuftrags S. UI-
manii die Untersuchung der Brückenpfeiler
vorgenommen und dabei festgestellt. das; sie

mehrigen ^assung: cholzbrücke oder Stein-
brücke?

Ls wurde eine ganze Ueihe von vorschlä-
gen ausgearbeitet. Unter den „modellen und
überschläg" liegen solche von Martin, Laub,
Lngler und Sartorius, letzterer entwarf als
erjter eine steinerne Brücke. Man entschied
sich aber für eine hölzerne auf steinernen
lviderlagern, weil „wenn das lvasser auch
eininal ein Ioch wegnähme, doch nicht die
ganze Lrücke zusammenfalle, wie dies bei
ciner gcwölbten steinernen der ^all sei."
5luf allerhochste Unfrage aus vüsseldorf, mo

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Plan der 1/08 erstellten <vierten> festen Brücke

durch die Sprcngungen bei der Öerstörung
so erschüttert wordcn waren, das; man sie
nur durch Säubern des Ueckarbettes von den
darinliegenden Trümmern und die dadurch
bedingte verminderung des wasserdruckes er-
halten könne. Sie mützten aber vor einer
liünftigen lvicderverwendung, soweit sic er-
schüttert, abgenommen und darauf „mit Be-
stand" neu gebaut weroev. Lr schlägt cine
bolzkonstruütion vor. Die Stadt, welche dazu
gehört wird, bedauert, nicht imstande zu
sein, jetzt eine Brücke zu bauen. Lrst 1701,
nachdem lheidelberg wieder etwa; aufgebaut
war, wurden die verhandlungen wiedcr auf-
gegriffen. vic Srage lautete in der nun-

Sohann IVilhelm bis zum wiederaufbau der
zerstörten Stadt rcsidicrte, kann die Stadt
berichten, datz sie bcreits mit einem Unter-
nehmcr verhandle. vas vertragsprojelrt wurde
am 16. März 1705 fertiggestellt. Ls wird
hier zum ersten Male veröffentlicht. ver
Unternehmer ist der uns bereits bekannte
Maper.

Die von Maper selbst beigcschriebcne Ls-
gendc lautet:

Numeration der benandtigen peiler und
Mauern von der heydelbcrger Neckcrbrück,
wie auch der Soch und hackwerken.

a) Das Ufer der andern Seite dcs Ueckers.
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