Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

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Feste Brücken im peidelberger Stadtgebiet

Z

l>) vcr Lingang der Brücken so mit zroeq
piramiten und einem Gatter soll verschlos-
sen werden.

c> vie zrveg gewölbte Bögen.

d) Line Kufzug Brücken.

e) ver groß pilar, darauf ein prustwehr vor
die Stück darauf zu setzen kommen soll.

f) das erste chenckwerk so mit einem Schie-
fertach über die 5 pilar soll gedeckt

werden.

g) der laiige pilar, darauf daß Zollhaus
soll gescht werden.

b) dic zwer) inwendigeu Vögen ber) eiugang
der Statt.

i) Lin großes portal nach der dorischen Grd-
nung von saubern ausgehaueuen Steinen
mit ciner runden vertachung, worunter
ihro Lhurfürstl. vurchl. lvappen soll ge°
setzt werden.

k) der inwendige porizont der Statt.

1) vie erste Maur beym Land.

2) Der 1. pilar

3) ver 2. pilar

4) Ver 3. pilar

3) vcr 4. pilar im Wasser stehende

6) vcr 3. pilar

7) vcr 6. pilar

8) ver 7. pilar

9> ver 8. pilar auf dem Land stehcnd

10) vaß Ufer der Statt.

11) vie lfenkseule mit dem Tachwerk und
Lreutzstangen.

l2> Daß alte Ulauerwerk des Uornhaus
so zum Theil ruinirt.

l3) vic dabepstehende neue paüßer.

>4) Der Vorvlak vor der Brück.

5lm 3l. Suli 1705 trat cine Uommission
zusammen, welche aus den Ulitgliedern dcr
bofkammerl Uegierungsrat §ritz und pof-
kammer-kiat Schönewetter, sowie den städti-
sä)en Behörden bestand, um den Lnrwurf zu
beraten. ^->s Lrgebnis war die Genehmi-
gung des wiedergegebenen planes und die
vcrpflichtung des „Uaiserliä)eu auch Thur-
Pfälzischen Srücken Gbrist wachtmeisters"
Philipp Lorenz Ulayer:

l. die Brücke innerhalb eines Iahrcs sofern
daz wasser nicht hinderlich, nach der vor-
gelegten Grundrißzeichnung herzustellen,

alle Materialien, Sand, Ualk, cholz, Schi-
fersteine zur Vedeckung, Lisen usw. auf
seinc Uostcn beizuschaffen, alle bandwerks-
leute zu bezahlen. Oie Stadt hat lediglich
200 Stämme Lichenholz zu stellen; die
Steine dürfen in den perrschaftlichen Stein-
brüchen gebrochen werden.
vagegen sollte:

2. dem ph. L. Maycr die neuzuerbauende
Brücke vom l. März 1706 bis dahin 1722
also 16 Sahre lang zum freien Genuß
überlassen werden und zwar sollen dem-
selbcn die Linnahmen von der Schiffbrücke
bis zur Vollendung dcr stehenden Brücke
ohne die seither bezahlten jährlichen Ue-
cognitionstare ganz überlassen werden.

Nach Beendigung der Bestandzeit am 1.
März 1722 solle die Brückc ohne irgend-
wclchen vorbehalt an die Stadt kseidelberg
abgetreten wcrden.

3m Iahre dieser wichtigen vcschlüssc, also
1705, erscheint zum ersten Malc die lZcstim-
mung über die Veschränkung der lleckarübcr-
fahrt, vor allem dcr stadtherrlichen Über-
sahrtensperrzonc von „einer Stunde Wegs
oberhalb und einer Stunde Wcgs unterhalb
dcr Stadt".

vie IZrückc murde 1708 ferriggestellt. 1724
murde sie vom Lisgang z. T. zerstört, aber
alsbald wieder hergestellt und erhiclt dabei
die Zorm, in der sie auf der Walpergenschen
Zeichnung vom Sahre 1764 und in der detail-
lierten Skizze im 4'lre5>ui>mi8 vnlZtinus fbe
Oechelhäuser a. a. O. Seite 98 in klbbildung
64 wiederaegeben) uns erbalten ist.

3m 3ahrc 1719 in seinem Streit wcgen
der Überlassung der peiliggeistkirche droht
der llurfürst llarl' Philipp falls seine For-
derungen nicht erfüllt würden, die Nesidenz

zu verlegen . die lleckarbrücke abzu-

breäsen . die Stadt soweil zu bringen,

daß sie einem Dorfe ähnlich werde und das
Gras vor den päusern wachse.

3m 3ahrc 1738 wurde dcr karholischen
Linwohnersäzaft gcstattet auf der Lrückc die
Statue des hl. Nepomuk aufzustellcn. 3m
l'besuurus pZlutinus §. I
^Ltatun klivi.sonnnis dlopomucoui suprn pon-
tenr dlieeri- in ihrer damaligen Gcstalt ge-
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