Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

Seite: Bruecken006
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I. pk>. K. rrintz:

nau erhalten. Die Wiedergabe der auf den
Rartuschen befindlichen Infchriften füllt 3 Sei-
ten (vergleiche Mitteilungen „des tseidel-
berger Schloßvereins III (18d6) Seite 81).
Die kseiligenfigur stand auf der Gstseite
der Brücke (m der obenerwähnten Ab-
bildung bei Gechelhäuser ist sie deutlich zu

Km 21. 4. 1744 erscheint eine neue Vrük-
kenordnung im vruck, in welcher die Stun-
denzone im Z 16 festgehalten, der lautet:

„3st ein für alle Mal die Überfahrt in
Nachen oder Schiffen bei der Stadt, dann enre
Stund sowohl ober als unterhalb der Stadt
kseidelberg bei scharfer Strafe, welche die

Ordnung/

Ueber das von Ihro Lhurfürstl. Durchleucht

zu pfaltz zu zahlen gnädigst verordnete Brücken-
Spsrr-Gelds, was nemlich jede Versohu zu erlegen
verbunden, als:

i.. lväre die gantze Lhurfürstl. L)of»Staat, alle hohe kserren Mimstri, Lavalliers und
ksof-Dames des Nachts bey Linlaß frey ein- und über die Brück zu lassen. ksin-
gegen

2. ksaben bey Einlaß über die Brücken zu zahlen, wie folget:
s. Die Post-Lhaisen seynd vor sich frey, die insitzende persohnen aber zahlt jede kr.
persohn ------------ 4

4. Line Rutsche benebst dem orcliusire Brücken-Geld zahlt ----- ^6

5. Eine Lhaise mit 2. Räder 8

6. Ein Reitender mit einem pferd 4

7. Lin LußgLnger ---------- 2

8. Ein Güther-lvagen ----------- 20

9. Lin Güther-Rarch 10

10. Ein Bchs

11. Lin Ralb ------------ 1

12. Ein ksammel 1

13. Lin Sch^ein ----------- 1

Die Brücken-5xerr ist folgendergestalt reZuliret.

1. von Martini biß Lichtmeß umb 5. Uhr des Abends.

2. von Lichtmeß biß Gstern umb 8. Uhr.

3. von Gstern biß pfingsten nmb 9. Uhr.

4. Von pfingsten biß Iacobi umb halb 10. Uhr.

5. von Iacobi biß Michaeli umb 8. Uhr.

6. Von Ulichaeli biß Nartini umb 6. Uhr.

sehen) und zwar auf dem letzten Zlußpfei-
lcr des nördlichen Lndes mit dcm Rücken
gegen den Strom gerichtei.. Bei der Erbau-
ung der jetzigen alten Vrücke fand sie in der
Nähe der Brücke (etwas stromaufwärts an
der Ziegelhäuser Landstraße) Kufstellung. Das
fein durchgearbeitete kverk wurde wieder her-
gestellt (vor allem 1885) und ist uns bis
heute an dem ebenangeführten Grt erhalten.

Lontravenierenden jedesnral zu erlegen haben
verbeten."

1750 erscheint die obenstehende Brücken sverr-
ordnung.

Um 27. Iebruar 1784 „wurde die Ueckar-
brücke durch den Eisgang und ksachwasser
gehoben, zertrümmert und hinweggeflößt".
Ulays (a. a. G. S. 13) berichtet darübcr: „Ls
war kaum ^reitag morgens 5 Uhr, so don-
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