Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

Seite: Bruecken022
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I- ph. K. Rintz:

7. Alle Bessassen, welche voii Burgeren oder sonst befreyten persohnen reischickt, bie Bruck
pglZ- und i6p3Üiren, sollen gegeu Borzeigung eines Attestats von dem, so sie beftellet, oder bedungen,
frey belassen werden.

8. Alle Livü- und LZmersl-Lediente, auch dic von dem Gberjägermeisterey-Amt depeudirende
Iäger- und Foistknecht, nicht minder Schultheißen, Anwalde, Leulschöpfen, Gerichts-Persohnen, Gült-
Erhebere, und sonstige persohnen, welche in kserrschasftlichcn verrichtungen die Bruck pak- oder repMiren
müssen, scvnd gegen Borzeigung ihrer Litstioricn oder sonstigen Oocuirrenten, anderster aber nicht.
frey zu belassen.

>». Alle in tööchst-Lhursürstlicher Oivröe stehendc persohnen, wie dann auch

tO. Die Lhurpsältzischc regulirte Mannschafft zu Fns; und zu pferd, weniger nicht die Land-
militz und alle in vorwaltenden Rricgstroublen, marschircnde Trouppeu geoen Borzeignng habender
Orclres und gewöhnlicher päß, mit Ausschlus; deren Akarquctenter, wclche ihrer 1rukicfue8 halbcr das
GrdnungS'Mäsige Bruckengeld scdesmahlcn, wie eiu ^rembdcr zu Iuß, reiiend odcr fahreud, wie lVro.
l, s nud 7. gemeldet, zu bezahleu hätten.

t l- Alle sowohl inn- als ausländische ^lenNioLintcn und Vrdeuspcrsohnen, auch die, so Fahnen
proceßions-weis bcgleitcn, sollc» des Brnckciigelds dnrchaus befrcyet seyu: hingegen diejenige, die
davon sich Trennendc und in ihreu Gcschäfftcn ffch Aushaltende, haben die Gebühr zu ^uß, reitend
und fahrend wie ocl I^ro. l, ö und 7. gcmeldet, zu zahlcn.

Ein jedcr, so an Sonn odcr Feyertägen zur Airch hercinqehet, soll bis ;2. Uhr des Brük-
kcngelds frey gelassen, nach ;2. Uhr abcr unter dicscm Prätert, nieiiiaiid mehr frey paßiret werden,
wie dann auch dic hier cingepsarrten Luthcrische jenen ^ambstag, wo dahier die Bcicht gchalten wirch
uachmittags von ;2 bis Uhr vor ihre person von Brückengeld frey seyn sollcn.

Oerschiedene Oerordnungen / die L^eydelberger Neckar-Brück betresfend.

t. 5ollen zwcy Lrückengelds-Erhcbere, einer dies- der audcre jenseits des Beckars angestcllet
werdcn, welche gc^u Tinnehmung des schuldigen Brückengelds dencn pZllunten in oben cletermi-
nirtcn I>lumeri8 die Brückenzeichen zuzustcllen, wclche von dencu ?Jllonten dem anderen jenseits
scyendcn Brückcngelds-Trhebcrn lic vice verlu ausgcliefferct, imd da der poslunt kein Zeichen
hätte, solcker nicht paßiret, sondern znruck verwiesen, die sich Ulidersetzcude, oder gcgcu die angeordnctc
Lrllckengelds Trhebcrc mit anzüglichcn Morten, oder sonstigcn Thäilichkeiten sich verlauffende, durch
die an der Bruckcu bcfindliche kvacht angehaltcn, und darübcr bcy 5tadt-Bath dis Auzcige gemacht
werdeu so'le.'

2. Dahero einem zcitlichcn Nilitnire, Befehlshabcrcn oder Stadt-Tommendantcn dahicr
giiäöigst aufzugcbcn; dahiesigcm Stadi.Bath oder allenfallsigen Brnckcii-^ckmoclmton durch die
lvacht und seine au diesclbe erthcileude scharffc Orckre8, jedesmahlcu au khänden zugehcu; fort
solcheu bcy dieser Brückcu-Grdiiuug iu all- und jedc» Puucteu kräffngst zu schützeu, uud damit

5. Aller Uuterschleiff wegcn Tntrichtung dcs Biuckeugelds moglichst verhütet wcrde, so soll
ein Lesrcytcr, wann er sich hierinuen betretteu liessc, seiucr Immunitmt gänzlich vcrlustiget; hin-
gegen eiu Uubcsreyter auf Besiudcn jedcsmahleu um zehenfaches Brückcugeld angescheu uuo be-
firaffet werdcu. Borbehaltlich jcdoch vorgäugiger Oognition uud weitcrer Bestraffiiug, davon dcm
Domintiuntcn ein, der Stadt ein, und dcm allenfallsigen /iclmoclistori cin Drittel zukommen soll.

4. Ist alles Gezänk llild Schlägerey: Ilem des Benneu mid Taloppiren mit deueu pfcrdeu;
uicht mindcr das Leuer, als brenueiidc ^ackelu, odcr Uühnholtz, wie auch das Toback raucheu nnd

dergleicheu
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