Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

Seite: Bruecken023
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1928/0087
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Feste Vrücken im kseidelberger Stadtgebiet

23

dergleichen Schädüches mehr auf der Brnck; bey Straff eiues Reichsthalers, anch befiudeudeu Diuqeu
nach, bey höherer Straff verbatteu, welche wie ack Mum. 3. besaget, auszuthcilen wäre.

5. ?eyud von deiieu Lrückengclds-Emxfaugern die Bettel-Lente jcnseits des Ncckars vou der
Brücken einfolglich von der Stadt abzuhalten; wes Ends dann

6. Eincm jedeu sc> hicsigen als frembden Schiffmann oder Fischeren, das Schlierbacher-Fahrt
ausgenommen, ein für allemahl bey einem Neichsthaler ohnnachlätziger Etraff verbotteu, nnr eiuigen
des Brückengclds ohnbefreyteu, viel wcniger ^reinbde uicht in die Etadt gehörige Bettelleute mit
einem Nacheu oder Echiff bey- oder eiue §tund sowohl ober- als unterhalb der Etadt übcrzufahren,
IVovon wie uck Xrum. 3. und befa^et, die Etadt n.- der allcnsallsigc /lelmoilistor ein- und dcr
Deuuntiuut ein Orittel zu beziehcn hätte.

2l!s wird dem Etadt Nath zu kscydelbcrg hiemit anbefohlen, solch ernsthaffte Berfüguua zu
thun, damit dieser, wegen des zu zahleu anädigsl-verordneten Bruckengclds, vcrfatzten gegcnwärtigeu
neucii Mrduung allerdings nachgelebct, darauf fest ooNaltcu, nnd in keinem Etnck darwider ge-
handelt werde.

lNannheim den 21. Nlay >"70.


Lhur-Pfältzische Negierung
Graf von ^ieser.

Nogel.

Fortsetzung von Seite 16:

kseil Ihm, dem Gütigen, Glücklickfe pfälzer,
Lr war 50 Iahre unser lvohltäter, Veschützer,
Uic gefürchtet. Uur Geliebet und bcwundert.

Wer war würdigcr, Uuperts geliebter Tochter
Iiu hohen kllter neue, jugeudliche Ueize zu
verleihen

5IIs der lveise, der Uunst und Missen liebt
uud lohnt?

Ivappenbild, sowie Bildnisse dcr vier
hauptströme von Pfalz-Bapern tUhcin, Do-
nau, Ueckar, Mosel) weisen auf dic 5lus°
dehnung des Uurfürstentums durch den peim-
fall von Vapern hin.

pallas klthene-Statue:

c/rkoi.o TlckLovoiro
p1l3'IH5l I08I'I'I'I.-XI7 000 ?/sck'iroblo
xouioooVl^uxir ülV oo^liridon
HHOKI iVlOL^NllN /V.älioo
Vl 1)0 0X0

Zu Füßen der Statue allegorische Figuren
der Hrömmigkeit, Gerechtigkeit, des Kcker-
baus und des pandels und die putenreliefs:
klstronvmie, klrchitektur, Skulptur, Malerei

und INusik. 3n seineni Gutachten vom 30. 4.
1897 bezeichnet Geh. Rat Dr. L. lvagncr,
Direktor der Großh. Sammlungen für Klter-
tums- und völkerkunde die beiden Statuen
als „anerkennenswerte decorative Ivcrke vom
Lnde des vorigen Iahrhunderts" und als
„Historischer Schmuck der Brücke und der
Stadt unzweifelhaft erhaltenswert". Infolge
von verwitteruug und Beschädigung wurden
sie schon mehrnials in Stand gesetzt. 1927
wurde ein letzter dahingehsnder klntrag ein-
gebracht. Die rotcn Teile sind «us lvert-
hcimer llotsaiidstein, die gelben aus Mühl-
bacher Rosak.

Dic Strafienbreite auf der Brücke beträgt
über den beiden stadtseitigen Landbögen
Z Iveter 90 plus beiderseitig 0,75 Meter
GeUUahn. llurz nach dem 1. Strompfeiler
verbreitert sich die Fahrbahn auf 4,50 Iveter
plus beiderseitiger Gehbahn von 1,55 Meter
bis zum jenseitigen Uker. Ursprünglich war
auch die Breite auf der Neuenheimer Seite
5,90 lUeter. Trst 1901 wurde sie im Zntercsse
der verkehrssicherheit über der äußersten
Brückenöffnung an der Ueuenheimer Seite
loading ...