Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

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Z.ph. K. Rintz:

verbreitert. Zahlreiche Kusbesserungen wur-
deu seit den Tagen der Lrbauung vorgenom-
men. Line große Arbeit wurde l90l—1903
gemacht. Ls wurden die Vrückengewölbe
verbesserh die Balkone erneuert, der eben-
erwähnte letzte Bogen verbreitert, die Gurt-
und Brüstungsquader erneuert und die venk-
mäler in Stand gesetzt. Mehrmals wurden

llach einer neuesten Darstellung (heidelberger
Tageblatt vom 16. Nov. 1927) hat der da-
malige ttommandant der Vrückenwehr und
frühere Krtillerie-Leutnant Rummer das ^äß-
chen heimlich entfernen lassen. In einem
Schreiben an den Pionierkorporal Leopold
chafner vom 29. Rov. 1849 finden wir den
durch das Loch in der Brücke entstandenen

Ranalisationen, Leitungen und Rabel einge-
baut.

Im Sahre 1927 wurde am rechten Fluß-
ufsr stromaufwärts im baulichen Knschluß
an die „kllte Vrücke" anstelle des unschönen
Llechhäuschens und der „Hängenden Gärten"
eine im Stil und Material der Vrücke ge-
haltene Terrasse erstellt, in wslcher sehr ge-
schickt eine unterirdische Vedürfnisanstalt ein-
gebaut ist.

Ls sei hier noch auf das viereck
aus blauen Steinen aufmerksam gemacht,
das nördlich vom Standbild Rarl Theodors
über dem dritten Vogen in Pflaster zu sehen
ist. lsier hatten Lreischärler ein pulverfäß-
chen eingegraben, um die Brücke beim lseran-
nahen der preußen in die Luft zu sprengen.

Schaden auf 11 fl. 52 kr. „laut inscribierter
Rechnung" nach prüfung durch den Stadt-
baumeister berechnet.

Kuch ein „verbrechen'' jüngeren Datums
findet sich aufgezeichnet.

„In der Nacht vom 18./19. Gktober 1902",
so meldet der diensttuende Straßenwart,
„wurde in das ttarl-Theodor-Denkmal ein-
gejtiegen und an der hochstehenden Figur des
Fürsten am linken Krm eine Schürze be-
festigt. vie Thäter sind auf die ^iguren hin-
aufgestiegen und haben um zu be'.ruchten
Streichhölzer und Papier angebrannt. Line
Veschädigung irgendwelcher 5lrt an den Zigu-
ren ist nicht erfolgt." Die angebrachte Schürze
wurde entfernt und der Vleldung beigelegt
mit dem Zusatz: „vielleicht kann dieselbe zur
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