Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

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Z. ph. K. Uintz:

schlossen war, löste der damalige Rektor unse-
rer Universitüt, prof. Dr. panzer, den Zweck-
verband auf und dankte dem ,,8piritu8 reo
tor", prof. Tboma, mit einem schönen vank-
schreiben. Oer Ueckarkanal kam und die
„Ulte Vrücke" war gerettet. Kber sie 'mußte
sich allerhand Eingriffe gefallen lassen. Zur
Schaffung der für die Grotzschiffahrt erfor-

das Vurchflußprofil auf ctwa 20 Uteter zu
verbreitern.

vie alte Ummantelung wurde abgebrochen
und um die drei pfeiler geschlossene Ring-
konstrukrionen aus Lisenbcton herumgefübrt,
sowie eine 80 Zentimeter starke Vetonsohle
zwischen die pfeiler eingczogen. vie genann-
ten Bauarbeiten wilrden in einer 4700 Gua-

Baugrube zur Erstellung der neuen Pfeilerfundamenke

derlichen großen Schiffahrtsstraßen mußten an
der Vrücke seldst und im Vrückengebiet bau-
liche veränderungen vorgenommen wcrden.
Onf Grund der 5lufzeichnungen des Baube-
richts seien die chauptdatcn festgehalten wie
folgt:

Der neue Schiffsweg für die Großschiff-
fahrt verläuft oon der Schleuse am Varls-
tor linksufrig durch die 2 und Z. ksaupt-
öffnung der llarl-Theodor-Brücke. Um den
für das 1200-Tonnen-Schiff erforderlichen
Ivasserquerschnitt Herzustellen, war in diesen
beiden Bffnungen, also zwischen den pfeilern
3 und 4, sowie 4 und 5 vom Imken Ufer
gerechnet, die Flußsohle wagrecht auf chöhc
102,50 Uieter -j- X. X. auszuräumen und

dratmeter großcn, durch eiserne Spundwände
abgeschlossenen, trockengclegten Vaugrube vor-
genommen. vie Spundeisen, 5 und 6 lUeter
lang, wurden mit 2 großen schwimmcnden
vampframmeu 2 lUeter tief in den Boden
eingerammt. ver Uushubboden wurde von
band gelöst und geladen, mit Lokomotivc
auf 60 Zentinie^^-Spurweite aus der Vau-
grube gefördert und in die Kufschüttung der
neuen Uferstraße westlich und östlich der
„Bleiche" eingebaut. ver Beton wurde von
den kseidelberger Lementwerken gcliefert.

Uach Veendigung der Urbeit wurde die
Spundwand im Gber- und Unterwasser durch
jc einen schwimmenden mit vanipf betricbc-
ncn pfahlzieher wieder ausgezogcn. von der
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