Stadtbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Handschuhsheim, Kirchheim, Wieblingen, Rohrbach und den zur Stadt gehörenden Siedlungen für das Jahr 1928 — Heidelberg, 1928

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2tt

Z. ph. 5l. Uintz: Feste Brücken im kseidelberger Staütgebiet

Straszenbreite 6,0 Nleter
Gehwegc 2,86 Nleter breit
Straszenböhe 107,00 Meter ü. X.

b) für Bogenöffnung 8,0 sind beine vor-
schlägc gemacht worden.

II. Lntwurf dcs Städt. Tiefbauamtes lsei-
delberg:

a) Vogenöffnuug 11,70 Meter

Scheitelhöhe 5,0 INcter
Schcitelstärkre 80 Aentimeter (dics

Matz cbenfalls für den ganzcn tve-
wölbeboge» bcibehalten)
ltbermaucrung 90 Zentiiiicter

Straßenbrcite 7,0 INeter

Gehwege 2,65 Nictcr breit
Stratz^ill.^ge 107,00 Nleter ü. X. bl.

b) Bogenöffnuiig 8,0 Meker

Lcheitelhöhe 6,80 Mctcr
Scheitclstärke 80 Aentiincter (dics

Maß ebenfalls für den ganzen Ge-
wölbebogeii bcibehalten)

Ubermauerung 1,10 Mctcr

Straßciibreite 5,00 Meter
Gehwege 1,50 Mcter brcit
Straßcnhöhe 107,00 Meter ü. X. X.

Ls läßl sich nicht abschen, was Iioiiimcn
wird. Lines aber ist gewiß, wemi dcr Lrücke
cin Leid geschieht, so wird das löerz dcs wah-
rcn kseidelbergers sclbst getroffen. kvir ha-
ben dic warnenden Stiiumen gehört. lvir
wollen auf chut sein. (lvährcnd ich diese
Aeilen schreibe, lcse ich. datz bercits cine
öfsentliche versammlung mit dem Gegcnstand:
„Ufcrstraße und 5lltc vrücke" in dcr presse
ongeliündigi wird.)

vielleicht kommt auch noch der Tag, an
dem der „angestammte Hehler d:r vrückc",
oie hcuic nichl mehr begründetc cugc
Tordurchfahrt und dar cine schmale Stück
übcr den beiden erstcn taudbögen durch
cine gute tösung beseitigt wird. lvcnu dies
im Ausammcnhang mit dem Uferstratzcnbau
geschähe, so würden wir uus darüber freueu.

Uls Ubschlus; der klusführuugen über die
„Ulte Vrücke", drängt es uns, uoch ein-
mal zu deren Lrbaucr zurückzukehrcn.

Der Vrückenbaumeijter Matth. Maucr hat
uns ein veukmal seiner Uunst hinterlassen,
das die Bewunderung Vllcr jederzeit ausgc-
löst hat und uoch auslöst. klud weun der
amerikanische votschaftcr Schurmann, dcr in
diescu Tagen uuserer Stadt cin Gcschcnk von
400 000 Oollars für ucu zu erstellende Uni-
versitätsbaulichkeiten aus eigencr Sammluug
übersandte, begeistcrt lzcidclbcrg deu „schöu-
stcn Grt auf Lrden" uennt, so hat uusere
gute „Vlle vrückc" daran eincn bcrcchtigteu
klntcil. vie Stimmeu uuscrer Grofzcn über
unscrc vrücke habe ich an andcrcr Stelle ge-
sammelt. (veutsche Illustriertc Aeitung 1927,
Sondcrheft lzeidelberg: „vie kseidelberger klltc
Vrückc im Spicgcl dcr deutschcn vichtung".)
11 ur wcnigc Sahrc hat Maner sciu großcs
kvcrk überlebt (l' 1791), in allcr Stille
wurde cr bestattct und heute weisz kciuer
mehr scin Grab zu finden. Ls wäre cin Vei-
spiel vcrständuisvoller vaukbarkeit, wenu uu-
sere Ztadtväter dieses groszeu Sohucs sich
erinucrud, bei dcr Venenuuug der zahlrcicheu
Straszcn, wclche dic Lrweitcrungcu uuscrcr
Stadt mit sich bringcu und iu uoch crhöhtercm
Masze briugeu werdeu, ihm zu Lhrcn cine
„Matthias - Mager - Strasze" an beachtbarcr
Stclle uns schcukcu würdcn. vie beste Lö-
sung wäre freilich dic klmbeireunuug ciner
Straße iu dcr lkähe der vrückc. Ls würde sich
danu aber empfehlen, uutcr dem Ikamen
„Malthias-Maver-Straße" vielleicht mit eineni
ganz cinsachcu Täfelchcn (wie dics z. v. iu
lzildeshcim iu ähulichcn Zällcu zu sehen ist)
darauf hinzuweiscu, dasz M. M. der Lrbauer
dcr „tkltcu vrücke" war. k)ci dicser Gelc-
legeuheit sei auch der kvunsch sestgelegt, doch
cndlich eiumal das Straßeubezeichnuugsge-
wirr: „Untere Strafze", „Unterc Ikcckarstraßc",
„Gberc lkeckarstraße", „lkeckarstadcn" aufzu-
lösen.
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