Adreßbuch für die Städte Heidelberg, Wiesloch und Umgebung — Heidelberg, 1940

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Shronslogische Zusammrnstrllung wichtiger Degebrnheiten

XXI

1633. is. Mai: Linnahme d«k Stadt bnrch die schwrdischm Trup-
prn «nter Obrrst Abel Moda.

1634. 3. Dezrmber: Einnahme der Stadt durch d,e kaiserlichm
Truppen unter Graf Gallas.

1648. Jm Reich mird die 8. Ksr rrnchtet und dem Psalzgrafen
bei Rhein übertragen, da die PfälM Kur (Erztruchseßamt)
1623 an Bayrr» übergegangen war.

1649. 7.Okt°ber: Karl Ludwig zreht mit semem Bruder Philipp
nach M jLhriger DerbaKNUNg in Heidelberg «in und rvohnt
zunächfi im Landcskommissariat am Markt.

27 Oktober: Feierlichr Ueöergabr der an Rechten und Land.
besitz geminderten rheinifchen Pfalz (Unterpfalz) vor drm
kaiserlichen Kommissar an den neuen Landesherrn, Kurfürst
Karl Llldwig, Sohn des Winterkönigs-

16SS. 27.Mai: Liselotte, Karl Ludwigs Tochtrr, später Herzogin
vvn Orleans, in Heidelberg gcboren (st- 8. Dezember 1722 m
Saint-Cloud).

I6SS. 18. April: GrnndsteinlcguKg zur Providenzkirche unter Kur-
fürst Karl Ludwig.

1664. Erbauung des zweiten Grvßen Fasfes unter Kurfürst Karl
Ludwig.

1668. 17. Oktober: Trauung Ernst Allgusts, Herzog von Braun-
schweig und Lünebmg, nrit der Pfalzgräsin Sophie, der
Schwester des Kurfürsten Karl Ludwig, der Stammutter des
HauseS Hannover, in der Schloßkaxelle.

168S. 26. Mai: Mit Kurxürst Karl stirbt die Linie Pfalz-Simmern
aus. Jhr folgt die katholische Linie Pfalz-Neuburg.

1688. 24. Oktvber: Uebergabe der Stadt an die Franzosen unter
Marschall Duras.

1689. 2. März: Aerstörung deS Schlosses, dcr Neckarbrücke und
eines Teiles der Stadt durch die Franzosen unter Melac.

1693. 22. Mai: Zerfiörung der ganzen Stadt Mld des Schlosscs
durch die Franzvsen.

1701. Grnndfieinksgung zu dem jetzigen Rathaus untcr Kurfürfi
Johann Wilhelm.

1702. Zuli bis Dezember: Aufcnthalt der römischen Königin, spä-
teren Kaiserin, Wilhelmine Amalie, während ihr Gemahl
Joseph I. Landau bclagcrte.

1702. Anlagc des Judenkirchhvfes im Klingmteich.

1703. Grundfieinlegung zu dem Jcsuiten-Kollegium (jetzt Dekanei
und Ober-Rcalschule) unter Kurfürst Iohann Wilhelm.

1705. 21. Novcmber: Religionsdeklaration des Kurfürsten Iohann
Wilhelm, nach welcher die reformierte Landeskirche der Pfalz
zwei Siebentcile ihres BesikeS an die Römisch-Katholischen
geben mußte.

1706. Errichtimg emer Scheidemauer in der Hciliggeistkirche: den
Chor erhalten die Katholrken, das Schiff die Refvrmierten.

1707. 10.—29. Juli: Heidelberg von den Franzosen besetzt (Spa-
nischer Erbsolgekrkeg).

17M. Wiederherstellung der Ncckarbrücke unter Kurfürst Johami
Wilhelm.

1712. Grundsteinlegung zu der Iesuitenkirche unter Kurfürst 2v-
hann Wilheim.

Gmndsteinlegung zu dem Univcrsitäts-Gebäude unter Kur-
fürst Johaim Wilhclm.

Lrbauung des hcutigen Kurpfälzischen Museums.

1714. Lrbauung des Bürgerspitales (jetzt Altersheim St. Anna)
und der St. Anna-Kirche unter Kurfürst Zvhann Wilhelm.

I7is—1717. Erbauung der alten Universitäts-Bibliothek als katho-
lisches Gymnasium untcr Kurfürst Johann Wilhelm.

1718. Die Mariensäule auf dem Kvrnmarkt wird errichtet.

1719. 4. September: Kurfürst Karl Philipp nimmt den Reformier-
ten das Schiff der Heiligaeistkirche gewaltsam weg. Abbruch
der Scheidemauer. Kvnflikt des Kurfürsten mit der Bürger-
schast.

1720. 12. April: N-stegung der Residenz vvn Heidelberg nach
Mannheim durch Kurfürst Karl Philipp.

19. April: Nach Wrederaufrichtung der Scheidemaurr Besitz-
nahme des SchifseS der Heiliggeistkirche durch die Refor-
mierten.

1724. Errichtung eines Dominikanerinncnklosters. Die Kirche diente
1847—1S14 dem anglikanischen Gvttesdienst. Ietzt altkatho-
lische Kirche.

1734. August bis Okiober: In uvd um Heidelberg liegt eine ge-
ivaltige Truppmmacht dcr Kaiserlichen unter Prinz Eugen,
der in der Stadt sein Hauptquartier hat (Polmscher Erb-
fvlgekricg). 2m Lager weilt neben vielen deutfchen Fürsten
auch Friedrich von Preußen, der späterr Friedrich der Große.

1735. 26. August bts 4. Oktobrr: Prinz Lugm hat wicderum in
Hridelberg sein Hauptquartier.

1750. Gnmdsteinlcgung zum neuen Iesuiten-Kollegium (alte Ka-
serne).

1751. Erbaumi« des Mannheimer Tores (am Westende drr Haupt-
" ' sträße) unter Kmfürst Karl Lheodor.

Erbaumig bes heuttgen (220000 Liter fassendcn) Großrn
Fasses «nter Kurfürst Karl Thcodor.

1764. 24. Juni: Linäscherung der Renaissancepaläste des Schlosscs
burch einen Blitzstrahl.

1775. 3. Oktober: Grundsteinlegung zmn Karlstor durch Kmfürfi
-—? Karl Theodor.

Anfang Novcmbcr: Gvethe tritt vvn Heidelberg aus sttn«
Reise nach WttMar an.

1778. Karl Lhcodor verlegt seine Residmz von Mannheim nach
München.

1784. 27. Februar: Aerstönmg der hölzemen Neckarbrücke durch
eincn Eisgang.

1786—1788. Erbauung der heuttgen sterncrnen Neckarbrücke.

1795. Einfühmng -er ersten Straßcnbeleuchtmig in der Stadt.
1799. 8. März bis 18. Mai und 25. August bis 13. September:
Französische Desatzung.

16. Oktober: Sturm der Franzosen auf die von dcn Oester-
reichern verteidigte Neckarbrücke.

1303. 13. Mai: Karl Friedrich erläßt das Organisativnsedikt übcr
die wissenschastlrchen Lehranstalten. Wredcrherstellung der
Universität durch Reskript des Kurfürsten Karl Fttedttch.

27. Juni: Einzug des Markgrafen Karl Friedttch von Dadrn
in Heidelberg.

Die siebsn Klöster Heidelbergs werden säkulattsiert.
>804—1808. Drentanv, Amim, Görres, „die Hcidelberger Roman-
tiker".

1808. 21. November: Das Gymnasium wird aus dem früheren re-
fvrmierten und dem kathoiischen Gymnasium neugebildet.

1809. 19. August: Karl Chr. Nadler, der Heidelberger Mundatt-
dichter, geboren (-p 26. August 1849).

1810—1819. In dem Hause Hauptstraße 209 befindct sich die
großattige Sammlung altdcutscher Gemälde der Brüdcr
Doisseree. Bei ihnen ist Goethe 181 t und 1815 aui längerc
Tage zu Gast.

1813. 7. Dezember: Fürst Wrede, bayttscher Feldmarschall, gebvren
zu Hcidelberg im ehemaligen Großherzoglichen Palais als
Svlm des kurpfälzischm Landschreibers von Wrede, zieht in
Heidclberg ein.

Sohn des kurpfälzischm Landschreibers von Wreden, zieht
nach seiner Wiedergenesung in Heidelberg ein.

1815. 5.-25. Iuni: Aufmthalt des Hauptquattieres der Kaiser
Franz von Oesterreich und Alexander von Rußland und des
Königs Fricdrich Wilhclm III. von Preußm.

14. Juni: Lrste fcstliche Beleuchtung der Schloßruinm mit
Holzfeucr, zu Ehren der anwefmden Monarchen.

1816. Lin Tefl dec 1623 nach Rvm vcrbrachtm Handschttstm der
Universitäts-Bibliothek wird zurückerstattet.

1824. Großes Hvchwafscr.

1827. Abbruch des Mittcltorturmes (Hauptstraße, an der Großen
Mantclgasse).

1828. 25. August: Einweihung des Gebäudes der Museums-Gesell-
schast.

1829. September: Dersammlung deutscher Naturforscher und Aerztc.

1830. 9. Mai: Einzug des Großherzogs Leopold, der Grvßherzogin
Sophie und des Markqrasm Max in Heidelberg.

10. Mai: Erste bengalische Delmchtung der Schloßmine.

10. Mai: Bclmchtung der Schlvßruine mit Holzfeurr.

1831. 1. Axril: Gründung der Städtischm Sparkasse und des
sStädtischm Leihhauses.

1832. 19. April: Gründung der Gesellschaft „Bürgerlichcs Kasino",
später „Harmonie".

is. Juli: Gründung ber „Harmonie-Gesellschast".

28. Scptember: Grundsteinlegung zum Königstuhlturm.

1835. 23. November: Eröffmmg der Höherm Bürgerschule (später

Obcrrealschule, heute Philipp-Lcnard-Schule).

1840. 28. Juni: Feier der Stadt und Universrtät anläßlich drs
400 jährigen Iubiläums drr Erfindung der Duchdruckrrkuust
burch Johannes Gutenberg.

12. September: Eröffnung der Lisenbahnstrecke Heidelberg—
Mannheim.

1843. 10. April: Eröffnung der Lisenbahnstrecke Heidelbcrg—Kartt-
ruhr.

1844. 18. September: Eimveihurig des städtischm Fttedhofts <m
der Rohrbacher Sttaße.

1844—1846. Diktor v. Schefftl, der Dichter dcr Stadchymne „Ast-
Httdelbcrg du feine" studiett in Heidelberg.

1846. 1. August: LröfftlUNg ber Elftnbahnstreckc Httdelberg—FttMk-
furt bis Sachftnhauscn, 1848 bis Frankfurt.

1846-1848. Lrbauung des Anatomie-Gebäude« in der Brmrnm-
gaksc, «uf dem Boden deS ehemaligen Dominikanerklvsters.
Erbauung drs Amts- (und Land-) gerichtsgebäudes ia d«
Seminarstraße.
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