Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (3. Teil, 1. Band): Monographie — Berlin, 1871

Seite: XXVII
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ZUM ÖKTNIT XXVII

113,13. 115,5. 117,19. Tit. 4521) versammelt, die angekommenen schiffe
Ortnits mit posaunenschall in den hafen geleitet 251—259. saracenisch
sind freilich die bemannten roupgaline die zuerst den schiffen entgegen-
fahren und sie mit wildem viure zu verbrennen drohen 221. 236.
249:—254;! italiänisch dagegen wieder die barken, deren Albrich fünf-
hundert am strande, unter der burgmauer findet 291.2 dass Tyrus sehr
stark befestigt war konnte der dichter wissen auch ohne die Stadt selbst ge-
sehen zu haben, vielleicht wüste er auch dass der hafen allein von einer
seile, von norden her, zugänglich war: bei der ankunft vor demselben gibt
Ortnits marnaere der der seheffe phlac den knechten sogleich befehl die
segel niederzulassen, weil wie er sagt 219

der wint sieht uns ze verre, so kom wir nimmer wider.
aber ich bezweifle ob die grosse hole und das in fels gehauene gewölbe,
wohin sich lausend Saracenen und viele weiber flüchten 325—331, zu der
localität und nächsten Umgebung der auf einer kleinen insel an der küste
erbauten Stadt passt. dass Was hier die wehrlosen gefangenen, männer
wie weiber, mordet, Ortnit aber die wenigen erretteten ohne weiteres tauft,
sind dinge wie sie in den kreuzzügen oft genug vorkamen: Wilken 2,572,
beil. IX; 6,627; Raumer Hohenslaufen 3,43; vergl. Grave Ruodolf einl.
s. 41. der dichter kannte den boden Palästinas als bergicht 266. 354, und
wüste dass man dort zur kühlung grotten anlegte 268. er weiss auch dass
man im günstigsten falle in etwa vierzehn tagen8 von Messina nach Suders
gelangen kann, aber dass er selbst die fahrt einmal mitgemacht erhellt
nicht; er war ein aufgeklärter, der mit sichtbarer ironie die Walche sich
segtien und bekreuzen lässt über das wunder als Albrich unsichtbar mit der
fahne dem beere voranreitet, und der die könige lachend versichern lässt,

1 auch der markgrafKonrad von Moniferrat, als er im j. 1187 wider erwarten
Ackers von den Saracenen besetzt findet, gibt sich und seine leute für kaufleute aus,
die nur des handeis wegen die fahrt unternommen hätten, und da das schiff' nicht in
den hafen kommt, sollen die Saracenen anstatt gemacht haben, es mit gewalt aufzu-
bringen. Wilken, gesch. der kreuzz. 4, 223. nach Imddeddin al Ispahani, dem be-
gleiter und geschichtsschreiber Saladins {cap. 18) verlangte und erlangte der mark-
graf einen sicherheitspass mit dem Siegel des sultans um seine waren ans land
schaffen zu können; dann verlangte er aber auch noch des sultans eigene Unterschrift
und zog so die Verhandlung- hin, bis ein günstiger wind ihm erlaubte nach Tyrus
abzusegeln, das von den Saracenen nicht erobert war.

2 derführerder roupgaline keifst 250. 252 barkenaere, 254 galinaere; nöklier
258 der maraer Ortnits 217, der in der keibe saz.

3 Ortnit kommt am zwölften morgen vor Suders an 217, und in achtzehn ta-
gen wieder nach Messina 482. Philipp August gelangte 1191 in vierzehn tagen von
Messina nach Ackers, Räume)* Hohenslaufen 2, 478; Leopold von Österreich 1217
von Spalatro aus in sechzehn tagen, Wilken 6, 136. — schol. 96 zu Adam Brem.
4,1 de Mezcia ad Accharon 14 diebus et totidem noetibus.
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