Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (3. Teil, 1. Band): Monographie — Berlin, 1871

Seite: 198
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198 WOLFDIETRICH B. I 203 H.

er gedähte ob sin tohter den herrn hiet an gelogen
und den torwart od den wahter hiet über sich gezogen.

203 'Geloubet ir ez, frouwe, so tuot ir tumplich.

ir antlütze unde ir varwe was einer frowen gelich.

si was minnicliche und dar zuo wol gezogen:

ich fürhte unser tohter habe den herren an gelogen.'

204 An dem andern morgen hiez er balde gän,

den torwart und den wahter hiez er beide van.
er sprach 'ir müezt mir sagen von der tohter min,
bi wem si habe gewunnen daz schcene kindelin.'

205 Do sprach der wahtsere wider den herren sä zehant

'geloubt mir, lieber herre, so tuon ich iu bekant

wie ez si ergangen umb die tohter din,

bi wem si habe gewunnen daz schäme kindelin.

206 Hildegunt diu schoene diu nam mich bi der hant

üf dem turne an ein venster, tuon ich iu bekant,

do sagte si mir msere diu wären wunderlich,

si wser von wilden Kriechen der künic Hugdietrich.

207 Daz hiez er mich verswigen, der herre tugenthaft:

des gap er mir ze miete ein ganze gräfschaft,

lant unde bürge müest ouch min eigen sin,

daz ich im brseht min frouwen und ouch daz kindelin.

208 Do tete ich sam der tumbe und was der geheize frö:

mit minen ganzen triuwen lobt ichz dem herren dö.
sendet hinz Kunstenopel: müg ez niht also sin,
so heizt mich danne henken, vil lieber herre min.'

209 Er sprach 'lieber herre, waz hete ich schult dar an

daz ir ze iuwer tohter verspartet einen man?

3 maint H ob] vmb B, wie H hietten B 4 hiet (maint sy het H) nach und
BKH od] vnd H Den wechter oder den torwecbter bette sie sich ainen lan be-
trogen S 203,1 es vil tumplich Z?, torlich H Gelaubt ir von der frawen
tugentlich: K 2 Sein schons antlitz was H vil geleich B 3.4^/7 3 gezogen
d, getan B 4 frau vnnsr B 3. 4 Sy was wol gezogen vnd gar mynigklich Ich
fyreht sy hab den angelogen den herren haugdietreich K 204,1. 2 nach 202,4
K 1 dem morgen frwe H do begündt der künig gachen A* 2 er beide (samt) Hd,
der her vyll pald K, er do B 3 Do sprach er zu" dem wachter sag mir von R
4 Von wem Ä* schcene«Be 205,1 zw dem H 2 mir * EH 3. 4 ^ #
4 Vnd pey Re 206,2 das tue H dir B Vnd fürte mich besunder zu der (an
einz c) Steines want d1 3 dy mer H so wunderlich K 4 Er BK wilden ^ H

207,1 bat ö er «* H6 der kunig 6\ dy vil H so tugenthafft B 2 dar umb
alle gehiess R, gelopt e ze miete >*■ K Vnd kom ich gen kriechen ein // 3 Piirge
vnd lannt BK 4 ouch nur B 208,1 also die tumben d was des RH, wart

guter cT vil fro H 2 payden trewen (henden K) KHz gelobt RH3 ich dem B
3 senden BK (hin) geu KU mag es anders nit K gesein BKH 4 dann Kz,
pald H, * Bö 209,1 Sagkt mir lieber H han K 2 beschliessent Ke, ver-

schliesset H, schlussent e, liessent a
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