Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (3. Teil, 1. Band): Monographie — Berlin, 1871

Seite: 205
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WOLFDIETRICH B. I 252 H. 205

251 [Dö huop sich ze Salnecke ein vil richer schal,

dd sich daz gesinde machte von dannen über al.
urloup nam si zer muoter, als ich iu bescheiden wil.
dö sach man vor der frouwen vil maneger hande spil.]

252 Do kouft man üf der sträze swes ie daz herze gert.

man tet da nieman schaden eines phenninges wert.

si riten zweinzic tage mit der frouwen wol getan:

dar nach des naehsten morgens sähens Kunstenopel an.

253 Dö hete herzog Berhtunc boten üz gesant

und hete ze im gewunnen manegen küenen wigant.
er reit dem herrn engegen mit manegem werden man
und enphienc in wirdiclichen und die frouwen wol getan.

254 Dö körnen si richliche üf den hof geriten.

si erbeizten von den rossen nach ritterlichen siten.
si giengen mit der frouwen üf den vil sehoenen sal:
dö huop sich allenthalben ein ungefüeger schal.

255 Vierzehen tage so lange werte diu höchzit.

man het da von ze sagen in dem lande wit.

urloup nam künic Walgunt und ouch die sinen man

da ze siner lieben tohter; dö huop er sich von dan.

256 Si riten heim ze lande, als wir haben vernomen.

an dem ahtzehenden morgen wärens gen Salnecke komen.

er erkund diu mser da heime vol gesagen nie

wie manz da ze Kunstenopel mit siner tohter begie.

257 [Dö wart ir marschalc der gräve Wülfin.

dö wart der ritter Jörge kamrare der künigin.

251 *d 1 ain vngefüger RH 2 Do dy herren von dannen tzugen H

3 namen RH, * B von der RH, öfter 4 Do hueb sich von der kunigin H
252,1 den wegen H wes ir hertze d, des {was RH) ie der forste (man RH) BRH
vgl. 69,3 2 da nur B niemant kain R vmb (gegen ä) eia(es) pfenning(s)
KHa 3 ritten übr (woll K) BR 4 An dem anderen RH 253,1 Berh-
tunc <" B pottea (pottschafft B) in das (die B) land BR Da sand h. b. auss in
seine land H, do het sich h. b. vor hin besant d 2 küenen * R Gen hoff kom
eriten maniger kuner weygaut H 3 seinem B gegen im vad empfieng seinen
herren lobesam R 4 Darnach w. die K 254,1 gar reichleich B, schon R

2 pferden H Man hup die frowen von den mulern d fürstleichem B, kayser-
lichen H, stö'lczleicben e, stolczem a 3 den R bin (hineyn R, ze kunstenopel d)
auff den sal RHö 4 sich in der purig ein H 255,1 het mann dieselben B

2 Das man in dem land dauon sagkt weit H 3 vnd alle sein (dienstiman RH

4 dö nur B 256,1 Er rait auss dem land H 2 was er haim komen H

3 vollen sagen nie d, wol (ge)sagen ye BRH 257,1 <*■ Ba Es was ir m. wor-
den H 2 Vnd ritter jorig ein kainerer der edlen k. H
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