Amelung, Arthur   [Hrsg.]; Jänicke, Oscar [Hrsg.]
Ortnit und die Wolfdietriche: nach Müllenhoffs Vorarbeiten (Deutsches Heldenbuch) (3. Teil, 1. Band): Monographie — Berlin, 1871

Seite: 300
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300 WOLFDIETRICH B. VI 936 H.

ir schilte lühten schöne, ir helme wünneclich.
dö sprach gezogenliche der getriuwe Wolfdietrich

921 'Ir herren, wert iuch vaste, daz tuot iu gröze not,

ob ir niht wellet kiesen den bitterlichen tot.'

ir swert ze beiden henden truogen sin dienstman.

man sach si ritterlichen in dem strite umbe gän.

922 Dö brästen si zesamene mit vil starkem nit:

unz an den andern morgen werte da der strit.

als dö Wolfdietrich sach daz der strit niht ende nam,

er sazt daz hörn an den munt, daz blies der küene man.

923 Aht hundert und zwei tusent man [brähte im daz getwerc,

dem er wider het gewunnen den wönneclichen berc.

also nu Wolfdietrich daz getwerc ane sach,

er enphienc ez tugentliche:] do zergienc sin ungemach.

924 Dö vienc Wolfdietrich sin bruoder beide sant.

üf gäben si im ze Kriechen bürge unde ouch lant.
dö zogtens gen den porten, die warn in üf getan,
dö wart schöne enpfangen der tugenthafte man.

925 Vil lüte ruofte Hache, ein forste lobesam

'mir hänt die burgaere vil ze leide getan.

diu stat diu muoz verbrinnen' sprach der küene man;

'ich gibe in des min triuwe, ez muoz in an daz leben gän.'

926 'Neinä, lieber geselle' sprach Wolfdietrich.

'du solt ir gerne schönen, daz stat dir tugentlich.
sich hänt hie nider läzen' sprach der küene man
'der zweifboten sibene, des suln wir si geniezen län.

927 Swer sich welle läzen toufen, der tuo ez bi der zit,

ob er welle behalten sele unde ouch lip,

swer aber welle dem toufe abe stän,

ich gibe im des min triuwe, ez muoz im an daz leben gän.'

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2 Vnd ab er ff 3 der tauff ff dem tieffei ab wb'H stan R
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